Sturmschäden

  • Habe nach dem stürmischen Wetter der vergangenen Tage gerade eben nach meinen Völkern geschaut. Das war ziemlich ernüchternd. Eines war komplett abgedeckt, inkl. Folie, die Bienen leben zwar, aber obs die Brut überstanden hat, ist nach dem Frost heute Nacht fraglich.
    Bei einem andern Volk war das Blech weg, aber gottseidank der Holzdeckel noch drauf. Beide Völker waren mit Stein beschwert, aber offensichtlich nicht ausreichend.
    An einem anderen Stand hatte ich die 3 Völker mit Gurt gesichert. Alles o.k. Dagegen hat es meinen Nachbarimker voll erwischt: Alle 4 Völker waren voll abgedeckt, sogar ein schweres Satteldach lag umgekippt neben dem Stand.
    Nur mal als Anregung für Euch nach dem Rechten zu schauen, falls Ihrs noch nicht gemacht habt.
    VG Hermann

  • Hallo Hermann,


    ich habe schon nachgesehen. Bei mir sieht es furchtbar aus. Fast alle Kästen offen, zum Teil die Deckel so weit weggeweht, dass sie nicht mehr auffindbar sind. Zum Teil hat es die Deckel zerlegt und Kisten verschoben. Die nächsten, wärmere Tagen werden zeigen, wie viele Völker nicht vom Winde verweht oder verklammt sind.


    Ursachensuche: Der Stand ist bedingt durch den Umzug neu. Mit meinen Deckel habe ich bisher noch nie ein Problem bei Sturm gehabt, auch ohne weitere Sicherung. Auch an diesem Stand hat es schon mal heftig geweht. Gut dieser Sturm war Spitze, zumindest in seiner Geschwindigkeit und Böigkeit. Was sich geändert hat, ist der Bewuchs des Baches, der an meinem Stand vorbeiläuft. Der wurde rechtzeitig vor dem 1. März großzügig ausgedünnt. Ich sah nur noch die Schlepperspuren rund um die Kisten. Jetzt wird der Wind nicht mehr nach oben abgelenkt sonder kann mir Vollgas durch.


    Konsequenz: Vermutlich werde ich auf die Schnelle neue Lager erstellen, die eine Absicherung durch Gurte einfacher macht. Eine Überdachung/Windschutz muss ich mir noch überlegen. Die Hecke die ich bereits begonnen habe, wächst halt sehr langsam.


    Gruß
    Werner

  • Bis die Hecke oben ist, haben bei mir Strohballen geholfen, den Wind abzuhalten.


    Keine Schäden an den Völkern, dafür hat es meine Scheune abgedeckt und die Firstmauer eingerissen.

  • Hallo,


    ich bin in der ersten Sturmnacht um 23 Uhr bei sintflutlichen Regenfällen noch los und hab Steinplatten geschleppt und aufgelegt.


    Das was da draußen abging war viel gewaltiger als man es vom Sofa aus betrachtet vermutete.
    Glück gehabt.


    Grüße
    Ulrich


  • Ursachensuche: ...


    In meinen Augen ist die Ursache (oder das Problem oder wie auch immer) hier in der Tat mal hinter der Beute zu suchen.
    Ich denke jeder von uns ist in der Lage den Wetterbericht zu lesen und für einen Imker zu interpretieren. Dass es diesmal ein Sturm und keine etwas windigere Nacht werden sollte war auch jedem klar.
    Ich habe z.B. all meine Beuten mit Spanngurten befestigt, da ist nichts verrutscht oder weggeweht. In meinem Augen ist es unverantwortlich das Ganze nun auf eine zu kleine Hecke oder einen ausgedünnten Bewuchs zurückzuführen.


    Klaus

    Der größte Fehler meines Lebens war es, mir von anderen Leute sagen zu lassen, was ich nicht kann. (Arthur Boorman)

  • Hallo Klaus,
    ist doch echt schön für dich wenn bei dir alles heile ist. Und ja, wir wußten wohl alle das es mehr als nur eine windige Nacht wird.
    Ließ doch bitte oben den Titel des Themas. Hier geht es nicht um " Habe ich falsch gesichert", oder "Wer hat schuld am Schaden", sondern hier erzählen Imker von ihren Sturmschäden!
    Von einem Sturm der wahrscheinlich unterschiedlich heftig war, je nach Lage der Stände, und den sich niemand hätte so erträumen lassen.
    Auch ich war im Sturm da draußen, bei meinen Bienen, und so eine zerstörerische Wucht kannte ich vorher nicht.
    Jedem der Schaden erlitten hat, egal ob Haus, Scheune, Bienen, wünsche ich gutes Gelingen und keine Nachwirkungen daraus.


    Gruß Sanni, der dieses vorwurfsvolle Geschreibsel echt auf den Zeiger geht.



    Hier die Bilder nach dem Sturm :-(

  • Efeu mitsamt Dachkante (Mauer und Dachziegel) abgerissen.



    Da sieht man auch, wie dick ein fünfzig Jahre alter Efeu werden kann.

  • Hallo Klaru,
    ich verstehe dich nicht. Sanni hatte sicher die Beuten gesichert, aber gegen einen Baum gibt es keine Sicherung. Wenn ich bis zum Zeitpunkt nur einen verrutschten Deckel habe, dann hatte ich Glück. Bei Lothar sind bei mir die gut verschnürten Beuten durch die Gegend geflogen. Bernhards Dach hätte vielleicht ohne Efeu keinen Schaden - vielleicht? Man sollte sich nicht auf ein hohes Ross setzen, der nächste Sturm könnte einen herunterwerfen.
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Hallo Klaru,
    ich verstehe dich nicht. Sanni hatte sicher die Beuten gesichert, aber gegen einen Baum gibt es keine Sicherung.


    Glaub mir, ich gehe nicht davon aus dass ein Spanngurt gegen einen Baum hilft. Aber gegen Wind der einfach so Beuten abdeckt.



    Natürlich könnte man hier einfach nur den eigenen Schaden posten, keine konstruktive Kritik erlauben etc. Und beim nächsten Sturm posten dann hier wieder die gleichen Imker ihren Schaden?
    Man könnte aber auch die "Sicherungsmaßnahmen" (oder das Nichtvorhandensein dieser) kritisieren, damit es beim nächsten mal besser ausgeht. Und ja, da mache ich hier Imkern, die ihre Beuten nicht gesichert haben den Vorwurf, dass sie ihre Beuten nicht gesichert haben.


    Was mir allerdings auf den Zeiger geht, ist es, wie manche Imker mit ihren Bienen umgehen. Da werden die wie billige Objekte behandelt die im Zweifel einfach nachgekauft werden. Dass die Bienen auch Lebewesen sind scheint hier manchen egal zu sein (und damit meine ich jene Imker, die ihre Beuten nicht gesichert haben). Man stelle sich mal vor so würde mit Menschen umgegangen ...


    Klaus

    Der größte Fehler meines Lebens war es, mir von anderen Leute sagen zu lassen, was ich nicht kann. (Arthur Boorman)

  • Der größte Fehler meines Lebens war es, mir von anderen Leute sagen zu lassen, was ich nicht kann. (Arthur Boorman)


    Ich liebe Leute die keinen Fehler machen wie Zahnweh.


    Und damit bin ich raus aus der Diskussion und verstehe jene immer besser, die immer weniger schreiben.


    Gruß
    Werner