Wasserversorgung bei ekligem Wetter

  • Hier eine Zusammenfassung einiger Beiträge, die sonst in den Ritzen des Imkersofas für immer verschwinden würden:


    Ausgangspunkt war die Beobachtung, dass jetzt Bienen bei 5°C und Schneefall fliegen. Dies geschieht offenbar, weil die Bienen jetzt brüten und Wasser für die Brut brauchen.


    Das führte zunächst zu der Frage, ob man den Bienen jetzt mit einer nahe am Flugloch gelegenen Tränke etwas Gutes tun könnte.
    Direkt vor der Beute geht es nicht, der Mindestabstand zur Beute sollte 3-5 m betragen.


    Der nächste Vorschlag lautete, die Bienen gleich in der Beute mit Wasser zu versorgen.
    Einige Forumsmitglieder mit historischen Imkereikenntnissen erinnern sich an alte Imker, die bei kaltem, stürmischen und dauerregnerischen Wetter während des Frühlings ihre Bienen in der Beute mit Wasser versorgt haben (teilweise mit gleichzeitigem Einsperren der Bienen) oder an entsprechende Publikationen (Emil Preuss, Johann Schweier, Gerstung).


    Kurzfristige Hilfe könnte ein nasser Schwamm im Flugloch bringen, dieser kühlt aber auch. Neben Wasserbehältern im hohen Boden oder neben dem Schied werden auch Fluglochfütterer (Behälter außen, Wasserrinne in die Beute hinein) vorgeschlagen.


    Soweit der ernsthafte Stand der Dinge.


    Die danach noch aufgeführten Methoden waren auch interessant, gehören aber auf das Winter-Sofa. :cool:


    Schöne Grüße
    Kikibee

    With lots of room for improvement.

  • Darf das als Sammelthread verstanden werden? Ich will hier nicht kapern :wink:


    Vor meinem kleinen Stand liegt Siloplane auf dem Gartenboden. Da bilden sich Pfützen mit Laub und kleinen Ästen, aus denen die Bienen sich das Wasser holen, neben dem Stand ist ein Baumstumpf, auf dem ein Blumenuntertopf mit kleinen Steinen und Holzstücken steht. Hatte ich letzte Woche gefilmt, wird offenbar gern angenommen, sogar die angegebene Entfernung zum Flugloch ca. ab 3 bis 5m kommt überwiegend hin.


    Gelesen habe ich auch etwas von Tränke mit Torfsode: als Versorgung mit Bitterstoffen/Gerbsäure und mechanisch als Stand, funzt wie ein Schwamm. Auch in relativ flachen Pfützen können Bienen ertrinken, wenn dort keine "Schwimmhilfe" ist - kann natürlicher Tod sein, aber auch echtes Ertrinken wegen verklebter, nasser Flügel oder das Verklammen zuvor ist möglich.


    Gruß Andreas

  • Ich würde jetzt spontan sagen -> Futtertasche (1 Wabenbreite) mit Wasser füllen + Schwimmhilfe oder andere wilde Konstruktionen, die man in ein Rähmchen einbaut :) ausreichend Platz vorausgesetzt.

  • Hallo Molle,


    das sehe ich nicht so. Ich wollte nur verhindern, dass diese Diskussion mit Schließen des Winter-Threads auf dem Sofa nicht mehr weitergeführt werden kann. "Fertig" war die Diskussion wohl noch nicht, nur etwas abgedriftet. Jetzt gibt es einen Titel, dem man die Intention des Theads entnehmen kann und er steht bei den Tipps.
    Ich wusste nicht, wie ich quer durch die verschiedenen Threads zitieren kann bzw. hatte keine Lust auf das Gefummel, daher Transfer per Zusammenfassung.


    Wer also noch Hilfreiches beitragen kann, möge dies gerne tun!


    Viele Grüße
    Kikibee

    With lots of room for improvement.


  • Gelesen habe ich auch etwas von Tränke mit Torfsode: als Versorgung mit Bitterstoffen/Gerbsäure und mechanisch als Stand, funzt wie ein Schwamm.


    Das kann ich bestätigen: Bei mir liegt ein Haufen Rindenmulch seit einiger Zeit ca. 10 m vom Bienenstand. Dieser wird gerne zum Wasserholen besucht - bei ausreichend Sonne und wenig kaltem Wind - da fliegen sie auch schon bei 4 bis 5 Grad hin.


    Grüße


    Rainer

  • Jetzt gibt es einen Titel, dem man die Intention des Theads entnehmen kann...daher Transfer per Zusammenfassung.

    da war ich zu forsch unterwegs.

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Rainer
    Rindenmulch... Da bin ich gestern erst spät selbst drauf gekommen, und es ist alles aus eigenen Bestand gehäckselt... :cool:
    Altes Holz mögen sie scheinbar generell ganz gern. Alles, was Nadelholz ist, muss wohl am Harz liegen.


    Bei dem unekligen Wetter gestern habe ich eine ganze Weile nur beobachtet, welche Stellen bevorzugt angeflogen werden. Ich habe jetzt verschiedene Unterlagen ausgelegt, um zu sehen, was den Bienen entgegenkommt. Die Pfützen, in die ich zwischendurch grüne Tannenäste als Aufstiege gelegt hatte, sind meist umgangen oder nur am Rand genutzt worden. Die Auslage mit Rindenmulch hat sie bislang noch gar nicht interessiert, ist vermutlich zu wenig Nadelholz drin...


    Gruß Andreas

  • Altes, angefeuchtetes Frotteehandtuch funktioniert gut. Die Bienen saugen anscheinend.
    Der Imkerkollege, der mir diesen Tip gegeben hat, bestand darauf, dass es alt und gebraucht sein muss. Ich habe s nicht mit einem neuen Handtuch probiert.


    Herzliche Grüße
    Boa

  • Ich hab ja Plexi unterm Deckel statt Folie liegen - da lecken sie auch das Kondenswasser ab, und wenn sie richtig in Brut sind, ist das nicht wenig...
    Für ein paar Tage mit "Nicht-Flugwetter" scheint das auszureichen.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Wir haben vor ein 3 Wochen einen Napf mit Wasser mit etwas Honig (Lockstoff) drin in die Hochböden gestellt, alleine um zu verhindern, dass die Bienen nicht genug Waser haben. Ob dies nun das Nomen-et-Omen ist, keine Ahnung. Was aber richtig ist, am liebsten holen die Bienen Brackwasser, je oller, desto besser. Aber sie fliegen ja nun nicht bei jedem Wetter.


    Uns ist aus der Vergangenheit noch aufgefallen, die kleinen Summsen gehen gerne in Schwengelpumpen. Wir konnten keine der 2 Pumpen zu Hause mehr nutzen, alles voller Bienen! Das Wasser ist kalt und eisenreich. Wenns in der Pumpe ne Weile steht, wirds auch warm. Irgendwas hat dieses Wasser......