welchen Fütterer für Dadant US?

  • Selbst verwende ich den bereits mehrfach erwähnten 6l Futtertrog aus Plastik. Der meine ist von Lega aus Italien. Wenn es mich nicht täuscht, vertreiben die genannten Händler in DE den einfach nur und das dann meist ein paar Euro teurer. Bei Lega direkt bekommt man das Teil für derzeit 11,60
    http://www.legaitaly.com/de/ka…tangolare-jumbo-6l-detail


    Zur Anwendung wurde ja schon einiges gesagt. Persönlich habe ich eine dickere Hartplastikfolie und eine Siebdruckplatte oder ähnliches über den Zargen liegen. Beides hat ein Kreisrundes Loch an der Stelle des Bienenaufstiegs in den Futtertrog. Wenn ich füttere sind die Löcher übereinander, sodass die Bienen hoch können. Den Rest vom Jahr ist ein Teil um 180° gedreht und der Weg nach oben somit versperrt.

  • Was hier noch fehlt ist die Futterzarge von Weber http://www.imkereibedarf-biene…ereibedarf/Products/05080


    Diese passt auch auf die Zargen von Bergwinkel und Wagner. Andere ist mir nicht bekannt, will ich aber auch nicht ausschließen. Mit diesen bin ich sehr zufrieden.


    Vorteile:
    - Aufstieg sitzt in der Ecke und ist daher für einen Ableger auch gut zu erreichen.
    - Die Beute muss nicht 100%tig in der Waage stehen. Eine leichte Neigung zu der Seite des Aufstieges reicht aus, damit die Bienen nicht ertrinken. Wenn der Aufstieg in der Mitte ist, hat man bei einer Schräglage immer das Problem, dass die Bienen in der Fütze dann ertrinken.
    - Die Zarge ist bereits mit Lack gestrichen und somit direkt Einsatzbereit!
    - Der Aufstieg ist mit einem Plastikdeckel abgedeckt. So kann gut überprüft werden, ob die Futterquelle bereits angenommen wurde.
    - Die Futterzarge ist flacher als ein Honigraum. Durch den seitlichen Aufstieg hat man genügend Platz, um unter ihr den Nassenheider Verdunster zu stellen. Hierdurch muss weniger AS im freien Raum verdunstet werden. Die Wirkung ist somit besser. Außerdem kann ich so erst eine kleine Menge einfüttern, dann die Zarge zur AS Behandlung einfach umdrehen und nach der Behandlung weiter füttern ohne extra Dinge zu schleppen / Auszutauschen.


    Nachteile:
    - Die Futterzarge kann halt nur zum Einfüttern bzw. zur AS Behandlung genutzt. Ansonsten steht sie nur rum. Ist aber nicht so dramatisch. Ich habe aktuell 8 Stück davon. Die nehmen ungefähr so viel Platz weg wie 5 Honigräume.
    - Bei kaltem Wetter wird das Futter schlecht abgenommen - das ist aber bei allen Futterzargen so.
    - Wenn die Zarge leer ist, können die Bienen ohne Probleme die Zarge ausschlecken. Das ist jedoch nicht immer gewünscht, wenn man nachfüttern möchte. Ein verschließen der Zarge ist ohne weiteres nicht möglich. Hier muss manuell angepasst werden...


    Ich kann die Zarge nur empfehlen. Für die Ableger habe ich übrigens noch Futtertaschen. Die finde ich ebenso praktisch und mit denen kann ich auch zur Not bei einem Kälteeinbruch noch weiter füttern.


    Gruß vom Frank

  • Der Fütterer von Weber ist sicher toll, den darf ich jedoch als Bioimker nicht verwenden. Somit habe ich, wie ihr in meinem Parallelbeitrag vielleicht gelesen habt, immer wieder Probleme mit Schimmel, der sich in das Wachs reinfrisst. Mühsam.

  • Selbst verwende ich den bereits mehrfach erwähnten 6l Futtertrog aus Plastik. Der meine ist von Lega aus Italien. Persönlich habe ich eine dickere Hartplastikfolie und eine Siebdruckplatte oder ähnliches über den Zargen liegen. Beides hat ein Kreisrundes Loch an der Stelle des Bienenaufstiegs in den Futtertrog. Wenn ich füttere sind die Löcher übereinander, sodass die Bienen hoch können. Den Rest vom Jahr ist ein Teil um 180° gedreht und der Weg nach oben somit versperrt.


    Gute Idee, aber wieder zusätzliches Material - da murrt meine Regierung. Ich benutze die Bienenflucht-Zwischenschiede von Weber:


    http://www.imkereibedarf-biene…ereibedarf/Products/04630


    Deren Sperrholzbretter haben 2 asymmetrisch angeordnete Löcher, die ich mit Bienenfluchten von Lega abdecke, wenn die Bienen da nicht von unten nach oben sollen. Die kleinen gelben Lega-Fütterer kippeln da nicht mehr, wenn ihr Domfuß im Lochkreis sitzt, sitzen aber auch noch nicht auf den Oberträgern auf. Wählt man das am oberen Rand befindliche Loch für den Fütterer, kann man das mittige Loch noch für andere Zwecke nutzen (Bienengucken, AS-Verdunster aufsetzen etc.). Der große Lega-Fütterer paßt mit seinem Domboden nur in das Loch am oberen Rand und deckt die restliche Fläche der Bienenflucht fast vollständig ab (Zander/DNM-Maß).
    Ich habe auch schon versucht, mit leerem Fütterer (aber aufgesetzter Domaufstieg-"Kompottschüssel") Kondenswasser aufzufangen. Ist m.E. unnötige Geigelei, wenn das Volk groß genug ist.

  • "Fütterer sind überbewertet." J.F.K. Imkerforum 2015


    Das ist in der Tat so.
    Zum Einen, weil da wieder sowas in der Scheune rumfliegt, was ich nur einmal im Jahr brauche, und zudem noch nen haufen Asche kostet. Zum Anderen muss das Teil drauf, die Bienen müssen raus bevor das Futter rein, wenn's kalt wird hängt das Zeugs oben rum und saugt die Wärme ab ... und überhaupt.


    So ne Futtertasche hingegen kann man das ganze Jahr als Schied verwenden, und zwischendurch auch, wenn gefüttert werden muss. So ne Futtertasche kostet auch nicht viel, ist sogar so billig, dass man gleich ein paar mehr bestellen kann. So kann man jedes Jahr gemütlich die Dichtigkeit prüfen und standweise austauschen. 5 Liter passen da locker rein und sind schnell aufgefüllt. Also muss man maximal 4 mal den Deckel lupfen, das mache ich eh in der Zeit.


    Von daher:
    So ne Futtertasche ist echt geil :wink:



    =;o)
    Arnd

  • Der Fütterer von Weber ist sicher toll, den darf ich jedoch als Bioimker nicht verwenden. Somit habe ich, wie ihr in meinem Parallelbeitrag vielleicht gelesen habt, immer wieder Probleme mit Schimmel, der sich in das Wachs reinfrisst. Mühsam.


    Darf ich fragen, warum? Weil der Innenanstrich keine Bio-Zulassung besitzt?


    Können das noch andere bestätigen?




    Danke!

  • Die Bio-Richtlinien lassen kein Plastik zu. Ob die Futtertaschen aus Holz(-preßspan/-sperrholzplatten) bzw. deren Kleber unbedenklicher sind als lebensmittelechte Plaste, bliebe zu diskutieren.
    Die Lega-Fütterer sind nicht teurer, sondern - nach Ecki´s Quelle oder hier:
    http://www.imkereibedarf-bienenweber.de/epages/imkereibedarf.sf/de_DE/?ObjectID=7844872&ViewAction=ViewProduct
    billiger als Futtertaschen:
    http://www.imkereibedarf-bienenweber.de/epages/imkereibedarf.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/imkereibedarf/Products/06211&ViewAction=ViewProduct
    Diese Futtertaschen sind allerdings auch aus (lebensmittelechter) Plaste - da entfiele dann die jährliche Dichtigkeitsprüfung in Gemütlichkeit und Schimmel kann sich nicht einfressen, sondern wäre schnell ausgewaschen.
    Bienen sind in den Lega-Fütterern i.d.R. nicht, da der Domaufsatz ("Kompottschüssel") den Übertritt in die Futterschale selbst verhindert, sondern nur einen schmalen Spalt zum Futter offen läßt. Nimmt man die Schüssel zum Schluß ab, können Bienen in die Futterschale vordringen und die Reste sauber ausschlecken -> kein Schimmel. Ich war mit den Lega-Fütterern bisher zufrieden; Futter nachfüllen ging ohne jegliche Störung der bzw. durch Bienen zu jeder Tag- und Nachtzeit. Schimmel hatte ich noch nie darin, verwende allerdings fertigen Futtersirup 3:2.


  • Und hängst du noch eine Aufstiegshilfe ein?

    Gelegentlich verstecke ich Rechtschreibfehler.Wer Einen findet, darf sich freuen und ihn behalten...