Dringend! Bienenstandplatz und Damwild?

  • Hallo,


    gerade erhalte ich die Nachricht, daß an meinem Außenstand nicht nur ein Baum auf meine Kisten zu stürzen droht, sondern daß auf der Wiese, auf der bisher Schafe gehalten wurden, jetzt Damwild gehalten wird.


    Kennt sich jemand aus, ob Damwild an den Beuten rumfuhrwerken würde? Dann müßte ich die Kisten schnellstmöglich einzäunen.


    Gruß, Heike

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)

  • Guten Morgen,
    wenn Deine Beuten direkt in dem Gehege stehen könnte es Probleme geben:
    Erstmal könnte ein Hirsch sein Geweih an Deinen Kisten fegen und sich abreagieren, außerdem ist das Damwild das ich kenne recht schreckhaft/scheu und der Halter dürfte nicht sehr begeistert sein wenn öfters Unruhe ausbricht.
    Da das Gehege einen richtig fetten Zaun braucht dürfte der Zugang schwieriger werden.
    Schau doch mal ob Du die Beuten nicht außerhalb des Zauns aufstellen kannst.
    Vorteil auf der Fläche wäre aber wohl ein recht beachtlicher Diebstahlsschutz.
    Einen sonnigen Tag wünscht
    R F

  • So, komme gerade von der Besichtigung. Das Problem mit dem Baum ist relativ leicht zu lösen und das Damwild hat mich sehr überrascht!


    Ich hab ja nun keinerlei Ahnung von diesen Tieren, aber sie scheinen recht jung zu sein, Geweih ist nicht mal im Ansatz zu sehen. Dafür sind sie total zutraulich, kamen ganz nah und eins ließ sich sofort und sichtlich begeistert streicheln. :eek:


    Mal schauen, wie das weitergeht.


    Gruß, Heike


    P.S. Aufstellen außerhalb des Zauns ist aus verschiedenen Gründen keine Option.

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)

  • Gerade erfahren: sind bis jetzt alles Mädels, ein Hirsch kommt dann irgendwann dazu, also noch ein bißchen Luft mit dem Einzäunen.

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)

  • Was den Baum angeht: Für Schäden die durch den Baum entstehen ist der Eigentümer verantwortlich - grds.erstmal und in jedem Fall wenn er Kenntnis von einer drohenden gefahr hat.
    Damwild wird keine Probleme machen. Der Hirsch bekommt jeden Jahr ein neues Geweih welches unter einer Haut wwächst die dann irgendwann abstirbt und juckt. Dann braucht der Hirsch was wo er sich die Pelle abfegen kann. Sofern Buschwerk und kleine Bäume im Gatter stehen werden die Bienen niemals Probleme bekommen.
    Und ganz nebenbei ist Damwild für mich das leckerste Wildfleisch ;)

  • Moin Waidmann und alle anderen!


    Ist ja nun fast ein Jahr her und ich kann mal einen kleinen Zwischenbericht geben.


    Der Baum wurde entfernt, ohne daß dabei Schäden entstanden. Nur war dem Besitzer der Wiese (kein Imker) nicht bewußt, warum man Bienenbeuten während der Flugzeit nicht mal eben beiseite räumen und irgendwann wieder hinstellen kann.
    Ich bin also frühmorgens hin, habe die Beuten verschlossen, selber beiseite getragen und nach der Fällaktion wieder hingestellt. Die Arbeiter konnten überhaupt nicht verstehen, daß ich das Kistenschleppen auf keinen Fall den "starken Männern" überlassen wollte, sondern selber gemacht habe. Waren ja noch keine HR drauf, ging also auch alleine.


    Zu der Damwildgruppe kam dann auch irgendwann ein Chef dazu, dem im Laufe des Jahres ein durchaus beeindruckendes und respekteinflößendes Geweih wuchs. Sein erklärter Lieblingsplatz wurde - na klar :roll: - der schattige Platz zwischen den Beuten. Mit den ab- und anfliegenden Bienen hatte er keinerlei Probleme und die Bienen mit ihm scheinbar auch nicht.


    Nur ich stand manchmal etwas ratlos da, wenn der Herr "ungünstig" da rumlag und keine Anstalten machte, sich zu erheben. Bis ich herausfand, daß er den Smoker nicht mochte und sich dann doch erhob und von dannen schritt.


    Das kleinste und zutraulichste Tier der Gruppe (eine Handaufzucht des Vorbesitzers mit dem Namen "John-Boy") war dann im Laufe des Jahres - eben wegen der Zutraulichkeit - schwieriger zu händeln. John-Boy wich mir nicht von der Seite, mußte seine Nase überall dabei haben und forderte ständig Streicheleinheiten ein. Wenn die nicht prompt kamen, fing er an Blödsinn zu machen. Er untersuchte alles auf Freßbar- oder Bespielbarkeit. Auch mich.


    Das war solange lustig, bis ihm zwei kleine "Spießchen" auf dem Kopf wuchsen, die er zur Durchsetzung seiner Forderung nach Aufmerksamkeit einzusetzen wußte.
    Und nein, ich habe niemals Leckerchen oder sonstwas verteilt, was dieses Verhalten hätte fördern können.


    Wir hatten die Beuten dann doch noch nicht eingezäunt, nach dem Motto: erst mal abwarten, ob das überhaupt nötig ist. Den Winter haben alle gut überstanden, lediglich die Enden der Spanngurte wurden vom Damwild zerkaut. Da muß noch eine andere Lösung her.



    Gruß, Heike

    Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern es ist die Entscheidung, daß etwas anderes wichtiger ist als die Angst.
    (Ambrose Redmoon)