Verdeckelte Honigwaben Ende März?

  • Bei meiner ersten Durchsicht am 29.3.2015 habe ich verdeckelte Honigwaben in meinen Magazinen entdeckt.
    Kann das jetzt schon sein?
    Was ist es dann für Honig?
    Ich habe sie z. T. entnommen und gegen ausgebaute Leerwaben getauscht, um Platz zu schaffen.
    Hat jemand ähnliche Erfahrungen an seinem Bienenstand gemacht?

  • In welcher Klimazone imkerst Du denn (Profileintrag wäre schön)?
    Am ehesten käme wohl die Saalweide in Frage.


    Und noch eine Frage: Hast Du das Winterfutter schon entnommen, d.h. handelt es sich sicher nicht um Winterfutter?


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Ich imker´ in Sachsen; im Süden Dresdens, Höhe ca. 180m.
    Der Winter war recht mild.


    Ein bisschen Anfänger bin ich auch noch (ich imker das 4.Jahr) und bin mir deshalb nicht sicher, was Honigwabe von Winterfutterwabe optisch unterscheidet.
    2 Völker habe ich zweizargig und eins einzargig überwintert. Aber so pralle Rahmen hab´ ich im Frühjahr noch nicht gehabt.
    Die Rahmen sind aber richtig schwer, so wie ich es von der Honigernte kenne. Die Völker haben Brut.

  • Aber so pralle Rahmen hab´ ich im Frühjahr noch nicht gehabt.


    ... das sollte Winterfutter sein. So gut und vor allem lange hat die Weide nicht gehonigt.
    Die Bienen haben das Futter bisher noch nicht gebraucht. Aber das kann sich in den nächsten Wochen noch ändern.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"


  • Ein bisschen Anfänger bin ich auch noch (ich imker das 4.Jahr) und bin mir deshalb nicht sicher, was Honigwabe von Winterfutterwabe optisch unterscheidet.


    Im Grunde gar nichts. Winterfutter behandeln die Bienen ja nicht anders als Nektar.
    Die Winterfutterwaben sind aber an Oberfläche deutlich spröder als frisch verdeckelte Honigwaben.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • .... verdeckelte Honigwaben ... Ich habe sie z. T. entnommen und gegen ausgebaute Leerwaben getauscht, um Platz zu schaffen.

    Bitte sei sehr vorsichtig! Völker, die verhungern tun dies zwischen Weide und Süßkirsche und zwar, weil entweder das Futter alle ist oder es jemand rausnimmt. Es ist fast immer auch möglich das Brutnest sanft mit Leerwaben zu erweitern ohne Futter zu entnehmen. Zwei Futterwaben am Rand (auch in jeder Zarge bei Zweizargern) sind jetzt deutlich zu wenig. Das wäre grade die Sommerreserve. Die Völker stehen aber in Brutenwicklung und haben oft tagelang
    keinerlei Nektarzufluß durch das Flugloch. Bitte denk auch daran, daß im Nektar fast kein und im Winterfutter fast nur notwendiger Zucker enthalten ist. 2kg Winterfutter 80% entsprechen schon rein rechnerisch 80kg Nektar 2%.


    Mein Rat: Vor der Süßkirsche kein Futter entnehmen, maximal unter den Völkern ausgleichen. Vor Schlechtwetter nichts rausnehmen. (eher etwas füttern)

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Lieber Henry,
    danke für den wertvollen Rat.
    Heute stürmt es hier. Sobald das Wetter wieder ruhiger ist, gebe ich die Waben zurück zu den Bienen.
    Verhungern soll hier niemand! Und Bienen gleich gar nicht ... .

  • Bitte, dann aber warm. Eine eiskalte Futterwabe ans oder gar ins Brutnest gesetzt ist eher Kryotherapie als Ayurveda.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder