Bienenweide mit Förderung?

  • Hallo liebe Mitimker,


    mein Schwiegervater hat eine Wiese an einen Landwirt verpachtet. Wegen der direkten Nähe zu unserm Wohnhaus darf dieser seit 5 Jahren keine Jauche mehr ausfahren, im Gegenzug muss er keine Pacht mehr zahlen. Da jedoch Grasausbeute und -qualität ohne Dünger für den Bauern zu gering sind, hat er angekündigt nicht mehr zu mähen.


    Wegen der unmittelbaren Nähe zu meinen Bienen möchte ich nun diese 2.500 qm in eine Bienenweide bzw. Blühwiese umwandeln.


    Hat hier jemand aus dem Forum (am Besten jemand aus meiner Nähe) Erfahrung bzw. kann mir jemand sagen ob man hier sogar mit Förderung/Zuschuß rechnen kann?


    Viele Grüße
    Christian

  • Habt ihr einen angemeldeten landwirtschaftlichen Betrieb?
    Es gibt seit letztem Jahr ein neues Förderprogramm für Bienenweiden. Dazu muss man nachweisen, dass mindestens 5 Bienenvölker in der Nähe sind.
    Bei 2.500 qm lohnt sich aber wahrscheindlich die Antragstellung gar nicht. Da kämen kaum mehr als 100 Euro 'rum.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • abgesehen von der landwirtschaftlichen Betriebsnummer für die Imkerei haben wir keinen landwirtschaftlichen Betrieb. Die Grünflächen sind jedoch an einen Landwirt verpachtet.
    Wir könnten hier auch noch zusätzliche 1.500 - 2000 qm hinzunehmen.
    Mir geht es hier nicht um den großen Gewinn und ich würde mich schon freuen, wenn von den Investitionskosten wieder ein Teil rauskommt.


    Wir haben nicht nur mehr als 5 Bienenvölker im Flugradius, sondern 6 Imker ;-)


    Gibts das Programm auch in Bayern und wie nennt es sich?


    Christian

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von ChrisAnn () aus folgendem Grund: Nachtrag

  • Es gibt seit letztem Jahr ein neues Förderprogramm für Bienenweiden. Dazu muss man nachweisen, dass mindestens 5 Bienenvölker in der Nähe sind.


    Hallo Wolfgang! Ist das ein bundesweit einheitliches Programm? Ich dachte bisher immer, dass diese geforderte Kooperation von Landwirt und Imker nur in Meck-Pomm besteht. Wobei das natürlich der richtige Weg ist.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

  • Hallo Wolfgang! Ist das ein bundesweit einheitliches Programm?


    Nein, ich sehe gerade, da gibt es je nach Bundesland unterschiedliche Förderungen.
    Für Bayern gibt es hier Infos.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Wo siehst du das denn? Gibt es da eine Übersicht?


    Ich meinte: "Mir ist aufgefallen..."
    Ich kannte das Programm nur über meine Nachbarin (Landwirtin), die eine solche Blühfläche machen wollte. Ich dachte das wäre eine bundeseinheitliche EU-Förderung. Für NRW gibt es das aber auch. Man muss wohl alle Länder einzeln googlen.
    Hier in MV gibt es 540 Euro pro Hektar. Da ist dann aber schon die reguläre Förderung mit drin. Deswegen ist das für Landwirte nicht so interessant, weil sie ja von einer Blühfläche nichts runterholen und sich zudem 5 Jahre verpflichten müssen.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • ja das wäre z. B. was. Zum vom WFLP vorgeschlagenen KULAP bekam ich bereits eine Absage , da dies nur auf Ackerland zum Tragen kommt. Bei vorhandenem Grünland leider nicht...

  • Hallo Christian
    Du bist gut beraten, eventuelle Förderungen ganz schnell zu vergessen. Erstens bringt das nur große Abhängigkeit bzw. Auflagen und das u.U. für Jahre und dann aber immer viel weniger Geld als man erwartet hat.
    Eine für Bienen freundliche Aufwertung Deiner Parzelle geht prinzipiell nur mit Bodenbearbeitung = Umbruch. Dazu ist zu klären, ob das überhaupt erlaubt ist.
    Bodenbearbeitung, Bienenweide bzw. Blühwiese kostet immer viel Geld und das Ergebnis ist meist enttäuschend, weil oft unfachmännisch und vom "Bauern" lieblos angelegt.
    Du bist gut beraten, zu versuchen den Status der landwirtschaftlichen Nutzfläche für Deine Parzelle zu erhalten. Mittelfristig bringt z.B. die Verbuschung eine irreparable Wertminderung.
    Bitte also Deinen Bauern Deine Fläche auch weiterhin mind. einmal im Jahr zu nutzen/mähen. Erlaube ihm den Gebrauch von Mineraldünger und zahle notfalls noch eine kleine Summe Geldes.
    Wenn du das erreicht hast, lasse Dir zeigen wie Klee mit der Hand/den Fingern nachgesät wird und sähe jedes Frühjahr ca. 1 Kg Weißklee auf die Grasnarbe. Den höchsten Nutzen hast Du beim Ausbringen kurz vor dem Abschleppen und dem Walzen des Grünlandes. Mit etwas Glück und abhängig von z.B. der Schnitthäufigkeit hast Du dann wenigstens ein paar Sommerblüten.
    Bei uns in der Gegend wird von einem Landwirt aber auch z.B. Korbweide für Hackschnitzelgewinnung angebaut. Das könnte auch den Status als L.N. erhalten und bringt Dir für einige wenige Tage Tracht. Sorgfältige Recherche ist hier notwendig.
    Mit imkerlichem Gruß
    Ralf