Vermengung von Futtersirup und Honig

  • Hallo zusammen,


    ich schon wieder, entschuldigt meine Wissbegierigkeit(Unwissenheit) :lol:
    Nachdem ich letztes Frühjahr meine 2 Völkchen erhalten habe und diese bisweilen gut über den Winter gekommen sind, bereite ich mich nun auf die nächsten Aktivitäten vor. Mir stellt sich da eine Frage zur Qualität des Honig.


    Wenn mann den Honigraum aufsetzt und die Bienen anfangen werden dort Honig einzutragen, bleibt dieser frei vom Winterfutter (Futtersirup)?
    Ich weis ja bzw. habe gehört, dass Bienen Honig umtragen, kann es also sein, dass die Bienen sobald sie den Honigraum drauf haben Futtersirup dort einlagern, sei es aus Platzgründen im BR oder sonstigen?
    Machen die sowas überhaupt oder lassen die das alte Futter wo es ist :confused:
    Im Falle dass die Möglichkeit des Vermengens besteht schätze ich mal holt ihr Futterwaben aus der Beute bevor ihr den HR aufsetzt?!


    Abschließende Frage, es scheint ja, als bekämen wir dieses Jahr nicht so einen ungewöhnlich frühen Trachtbeginn bedingt durch kühleres Wetter. Mal "normale" Bedinungen vorausgesetzt, wann setzt ihr in normalen Jahren den HR auf? In meinem Fall noch der Hinweis, er wird nur Mittelwände haben, die noch ausgebaut werden müssen. Mitte April?


    Beste Grüße und schönes WE



    Wolle

    Hohenheimer Einfachbeute, Zandermaß, 10 Waben pro Zarge. Zwei Bruträume. Zweiräumige Überwinterung.

  • Hallo,


    eine Mischung wirst Du nie zu 100% vermeiden können. Wenn Du den Honigraum gibst, kannst Du die Futterwaben aus dem Brutraum entfernen. Aber alles Winterfutter erwischst Du nie. Auf den Brutbrettern kann durchaus noch Winterfutter sein.


    Ansonsten wird empfohlen den Honigraum zur Sauerkirchblüte aufzusetzen. Da hat aber jeder Imker seine eigene Denke.
    Wenn Du nur Mittelwände hast, dann achte darauf, dass die mittleren Waben des darunter liegenden Brutraumes keine geschlossene Honigkappe bilden. Sonst aufritzen. Mit ist letztes Jahr einiges an Honig im Brutnest versackt, weil die Mädels absolut nicht bereit waren in den HR zu gehen. Nach dem Aufritzen brachten sie den Honig dann hoch.


    Viele Grüße


    Tom

    Auch eine eierlegende Wollmilchsau gibt keinen Honig.

  • Wenn Du den Honigraum gibst, kannst Du die Futterwaben aus dem Brutraum entfernen. Aber alles Winterfutter erwischst Du nie.


    Im Brutraum müssen immer Futterreserven vorhanden sein! Nie sämtliches Futter entnehmen. (Ich möchte nicht wissen wieviele Völker letztes Jahr aufgrund fehlender Reserven verhungert sind)


    Zur Vermischung: Ist minimal und in diesem Ausmaß nicht bedenklich.


    Liebe Grüße


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Hallo zusammen!


    Eine allgemeine Frage zum gleichen Thema. Tragen Bienen wirklich Futter von rechts nach oben um es wieder zu verdeckeln? Dann müssten die ja ständig die Speckwaben an den Rändern zu und wieder aufmachen. Oder machen die die nur auf, wenn sie das Futter aktuell verbrauchen (also für die Brut)?*


    Gruß
    Frank


    *Fragt sich einer, der überlegt, ob er schon den ersten ausgebauten HR gibt, damit neuer Nektar schön über dem Brutnest abgelegt wird und so der HR schon angenommen wird.

  • Im Brutraum müssen immer Futterreserven vorhanden sein!


    Meiner Meinung nach sollte sämtliches Futter aus dem Brutraum entnommen werden, wenn der Eintrag in den Honigraum beginnt, zumindest beim Pressing. Vorher aber nicht!


    Gruß Ralph

  • Vom Pressung verstehe ich nichts, ich habe mich damit noch nicht beschäftigt.
    Ich weiß nur dass letztes Jahr massenweise Völker verhungert sind und es besonders für einen Anfänger sehr schwer ist das immer richtig einzuschätzen.
    Deshalb mein Rat immer Reserven (auch wenn es Futter ist) im Volk zu lassen.


    Liebe Grüße


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Lieber Wolle,


    Deine Fragen kenne ich und die Unsicherheit. Mein Pate war da ganz pragmatisch: Als emsiger Trachtflug in die Kirsche einsetzte, riet er, den Honigraum aufzusetzen. Dabei sah er das Volk mit durch und empfahl, sämtliche Waben ohne Brut (aber mit Futter) zu entfernen. Waben mit Brut (und wenig bis keinen Futterresten) blieben im Brutraum. Die Randwaben am Brutnest enthielten etliche Pollenzellen, aber auch teilweise (meist schon angefressene -> unverdeckelte) Futterzellen. Die ließ er auch drin zum weiteren Volksaufbau. "Mein" Brutnest ging da aber auch schon fast vollständig von Seitenträger zu Seitenträger der Rähmchen.
    Er meinte dann noch: Wenn das Brutnest z.B. jetzt oder 2 Wochen vor Kirschblüte noch vorn am Flugloch säße, dann könne man vorsorglich die ganze Zarge um 180 Grad drehen -> dann sitzt es hinten und zehrt sich bis zur Kirschblüte sicherlich nach vorne. Die Zeit für den Zehrweg/Futterverbrauch bis zur Tracht abzuschätzen, lernt man nur durch sehen/Erfahrung (Volksstärke und -entwicklungsstand etc.).
    Leerwabe(n) über dem Brutnest im Honigraum führt zum schnelleren Honigeintrag dort. Aber wenn Du anfangs nur MW hast - dann geht das auch. Es sind soviele Baubienen da, die machen das schon, dauert dann eben 1 - 2 Tage länger. Alles im "Normalbetrieb", kein Pressing.


    Bleib gelassen - Gottfried