unbehandeltes Volk übernommen

  • Hallo,
    Ich habe letzte Woche ein Volk von einem Imker übernommen der Krankheitsbedingt sich um die Bienen nicht mehr kümmern kann.
    Die Bienen haben auf Honig und ohne Varroa Behandung bissher offensichtlich ganz gut überlebt. An sich schon recht erstaunlich.


    Jeden Tag fallen aber ca. 3- 5 Milben.


    Was würdet ihr jetzt noch machen? Nichts? Milchsäure? AS? Oxalsäure?


    Gruß Magazini

  • Was würdet ihr jetzt noch machen? Nichts? Milchsäure? AS? Oxalsäure?


    Ich würde jetzt gar nix machen.


    Erst, wenn die Schwarmzeit kommt und das Volk schwärmen will, würde ich einen vorweggenommenen Schwarm machen und den behandeln (egal mit was, da er brutfrei ist, kann man alles anwenden).
    Das Restvolk (sprich die Brutwaben) mit Ameisensäure behandeln.



    Oder aber den Milbenfall des Volkes gut beobachten und wenn nicht zu viele Milben fallen, erst eine normale Herbstbehandlung machen.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Wieso soll man etwas behandeln, was nicht krank ist?


    Es hat überlebt. Lass das Volk in Ruhe und nimm die Schwärme welche rauskommen.


    Keinesfalls solltest du es öffnen und Waben ziehen. Das ist der erste Kanonenschuss der Varroa auf die Biene.

  • Ich würde es genauso wie Wald&Wiese machen mit dem Unterschied, dass ich Anfang Mai die Kunstschwarmsanierung machen würde, ganz gleich, ob Schwarmstimmung herrscht oder nicht. Ein Volk, das jetzt schon einen Milbenfall von 3-5 hat, bricht spätestens im Juni zusammen.


    Gruß Ralph

  • Ein Volk, das jetzt schon einen Milbenfall von 3-5 hat, bricht spätestens im Juni zusammen.


    Wirklich ?


    Im Eröffnungsthread wurde weder auf die Volkstärke, auf das Königinnenalter, auf die Anzahl der Brutwaben (Anteil geschlossener und offener Zellen), auf die Gesamtfuttermenge, usw.... eingegangen.


    Eine pauschale Beurteilung, dass bei einem Milbenfall von bis zu 5 Stück/Tag im März das Volk im Juni zusammenbricht, würde ich so nicht formulieren ohne weitere Hintergrundinfos zu haben.


    So lange ich diesen Background nicht habe, schließe ich mich den Vorrednern an, jetzt nichts zu tun.
    Beobachten und die Gemülldiagnose richtig interpretieren. So würde ich das machen.


    Für eine Kunstschwarmsanierung ist auch noch später Zeit.

  • So lange ich diesen Background nicht habe, schließe ich mich den Vorrednern an, jetzt nichts zu tun.


    Genau.
    Denn es könnte ja ein auf natürliche Weise entstandenes VSH-Volk sein, welches, durch den eigenen eingelagerten Honig und Pollen gepresst, zum jetztigen Zeitpunkt die befallenen Zellen ausräumt. In diesem Falle ist das Volk gerade dran, sich zu sanieren. Und in ca. einem Monat dürfte der Milbenfall weitgehend zurückgegangen sein.

  • Ja sischer dat!:roll:


    Und der Threadersteller, dessen Beiträge Du jetzt auch mal der Reihe nach gelesen haben solltest,
    der kann das sicher beurteilen... und kurz vor dem Point of no Return, da springt er sicher bei, gelle?


    wald&wiese und Kleingartendrohn :daumen:

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Sicher.
    Zum jetztigen Zeitpunkt kann er eh nichts machen.
    Frühestens in einem Monat.
    Bis dahin kann er Milben zählen.
    Ist doch wohl nicht schwer.


    Werden die gefallenen Milben mehr, muss er klassisch handeln: TBE


    Werden sie weniger, hat er eine Perle.

  • Moin Lux,


    da muss aber auch noch die Volksentwicklung beachtet werden... Hatte ich letztes Jahr, Milben schon im frühsten Frühjahr, wurden erst mehr, dann weniger und dann waren die Bienen alle... da war nichts mehr zum Tben.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Zum jetztigen Zeitpunkt kann er eh nichts machen.
    Frühestens in einem Monat.

    :daumen:


    Durchlenzung!
    Es kämen also ohnehin nur Mittel in Betracht, die nicht als chemische Brutentnahme wirken.
    Da blieben derzeit welche zugelassenen?


    Die ganze Milbenzählerei sorgt sowieso NUR für Verunsicherung.
    Wer zählt, kann in dieser Zeit nicht denken...


    Werden die gefallenen Milben mehr, muss er klassisch handeln: TBE


    Werden sie weniger, hat er eine Perle.


    Sorry Lux, aber SO findest Du keine Perlen.



    LG André

  • Wie würdest du nach einer Perle suchen ?

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“