Wieviel Material auf " Vorrat" ( nicht Futter)

  • Hallo zusammen,


    da ich gerade in meinem Keller Platz schaffe für mein neues Hobby, bin ich grad am planen wieviel Platz ich brauche.
    Da stellt sich für mich die Frage was habt Ihr an Material mehrfach und wieviel braucht man so ungefähr.
    Klar kommt es drauf an welche Beute Rähmchen etc,aber evtl kann man ungefähr einen Anhaltspunkt geben so ala wenn man pro Beute 30 Rähmchen hat, braucht man im Durchschnitt
    5 Stück auf Reserve. Oder man braucht eine halb Zarge und eine Ganzzarge auf Vorrat und 20 Mittelwände etc.
    Falls es was hilft für Tipps, ich benutze Erlanger Magazinbeute mit 3 Ganzzargen a 9 Rähmchen.


    Gruß Markus


  • da ich gerade in meinem Keller Platz schaffe für mein neues Hobby, bin ich grad am planen wieviel Platz ich brauche.
    Da stellt sich für mich die Frage was habt Ihr an Material mehrfach und wieviel braucht man so ungefähr.



    Also am Anfang dachte ich auch: bei 3 Völkern brauch ich 90 Rähmchen, dann hab ich 10 als Ersatz (weil ich Rähmchen im 100er Pack kaufe)...
    Irgendwann geht mal ein Rähmchen kaputt, ein Ableger wird abgegeben, 2 Völker verkauft...


    Ich habe jetzt immer so 30 gedrahtete Rähmchen griffbereit, dann nochmal 1 Karton Rähmchen in Teilen und 1-2 Packungen Mittelwände in der Hinterhand. Liegt zum einen an den Packungsgrößen der Imkerhändler und dann ist es ärgerlich, wenn man extra wegen einem halben Dutzend Rähmchen 50km fahren oder per Versand (Versandkosten) bestellen muss. Wenn dann noch irgendwas vergriffen ist, dann ärgert man sich doppelt.


    Da nehm ich lieber beim Einkauf von Honiggläsern noch einen Karton Rähmchen und 2 Flaschen Ameisensäure mit. Spätestens zur Ablegerbildung und dann zur Varroabehandlung brauche ich das Zeug.


    Stefan

  • Hey Kapiro,


    die Frage ist nicht so leicht zu beantworten.
    Wie viele Völker sind denn in etwa geplant? 2? 20?
    Hast/willst du Schleuder, Wachsschmelzer etc.?
    Kann/soll der Honig auch dort gelagert werden?


    Kauf so viel Equipment wie möglich auf Reserve.
    Wenn der Schwarm im Baum hängt und du keine Kiste mehr hast, weist du warum.


    3-4 Paletten kannst du locker rechnen flächenmäßig.


    MfG Flo

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Honeydew ()

  • Hallo Markus,


    grob über den Daumen rechne ich, dass ich im Winter im Lager genausoviel Material brauche, wie ich auch in Form von eingewinterten Völkern in den Ständen stehen habe. (Überwinterung auf 2 Zanderzargen) Also pro Wintervolk insgesamt, 4-5 Voll-Zargen, 2 Deckel und 2 Böden. Sämtliche Zargen sind mit Rähmchen gefüllt. Hinzu kommen Futtergeschirre, Absperrgitter, Bienenfluchten, Mittelwände, Wachsblöcke, Kleingeräte, Schleuder, Wachsverarbeitungsgeräte und nochmal jede Menge Kleinkram. Und je angefangene 5 Völker kannst du nochmal einen Deckel, einen Boden und eine Zarge extra rechnen. Und wenn du eigene Königinnen ziehst, kommen noch Begattungskäst(ch)en, Zuchtlatten und noch mehr Kleinkram hinzu.


    Gruß
    Ludger

  • Hallo Markus,


    es ist immer gut, noch extra Beuten als Reserve zu haben (z. B. für Schwärme). Ich habe bei meinen geplanten 10 Völkern noch zwei Kästen in Reserve. Dieses Jahr habe ich z. B. sechs Wirtschaftsvölker. Habe dann die Honigräume vor ein paar Tagen fertig gemacht und festgestellt, dass ich nur 15 Honigzargen hatte (ich arbeite mit halben Honigräumen). Dann habe ich überlegt, dass das doch etwas knapp ist. Zwei Honigräume hat man meistens / Volk. Das wären dann schon mal 12. Bei guten Völkern können es auch drei werden (dann wäre das schon recht knapp.). Außerdem brauchst du die Honigräume auch noch zur Ernte. Hier fegst du entweder die Rähmchen ab und stellst die in eine extra Zarge oder du legst eine Bienenflucht ein. Hier wäre eine leere Zarge dazwischen bestimmt nicht schlecht. Also habe ich noch fünf extra bestellt und nun fast vier / Volk.


    Gruß
    Frank

  • Zuviel kann man im Grunde nie haben. Die meisten Imker sind zudem Jäger und Sammler, da wird genommen was kommt und die Völkerzahl wächst meist eh von ganz allein. Ich hab da gerne 25-50% mehr an Material wie tatsächlich geplant wird. Kam schon oft genug vor, dass selbst das nicht ausgereicht hat. Je weniger Völker = je mehr Reservematerial sollte man im Verhältnis haben. Bei 5-10 Völkern hätte ich 100% Reservematerial im Schuppen, Bei 100 ist es dann nur noch 25-50%

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Hallo Markus


    Ich seh das so wie Ludgar es beschrieben hat. Doppeltes Material zu den überwinterten Völkern gerechnet. Möchte keine Materialsorgen das Jahr über haben. Zumal nicht immer alles verfügbar ist so wie man es haben möchte.


    MfG Frank

  • Okay dann werde ich meine Liste der noch zu beschaffenen Materialien erweitern müssen/ dürfen. :cool:
    Also Wachsschmelzer und Honigschleuder werde ich mir die nachsten 2 Jahre nicht anschaffen. Honig lagere ich wenn ich einen habe im Keller.


    Gruss Markus


  • Also Wachsschmelzer und Honigschleuder werde ich mir die nachsten 2 Jahre nicht anschaffen. Honig lagere ich wenn ich einen habe im Keller.


    Gruss Markus


    ? Warum nicht? Einen Wachsschmelzer braucht man immer -ausser du kannst den vom Schwiegervater mit nutzen und bei ihm ist alles Seuchenfrei.
    Das selbe mit der Schleuder.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Materialmanagement:
    1 Drittel der Zargen/Böden/Deckel ... im Winter zur Reparatur/Pflege/Auaschmelzen eingelagert.
    1 Drittel sind Honigräume/vorbereitete Leerzargen drinnen.
    1 Drittel sind mit Bienen besetzt und draußen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Einen Wachsschmelzer braucht man immer .....


    Oh ja, genau so ist es! Selbst bei 2 Völkern müssen Waben eingeschmolzen werden. Alleine des Wachskreislaufes wegen: altes raus, neues rein. Und zum wegschmeissen ist es definitiv zu schade!


    Bei der Schleuder sehe dich das na noch ein, da kann man im Verein eine ausleihen, aber der Schmelzer kostet im Eigenbau doch nicht die Welt!

  • Hallo Michael,


    darüber lässt sich auch streiten. Ein neues Rähmchen kostet - je nach Variante und Betriebsweise zwischen 50 Cent und 1,50 Euro. Ich rechen hier mal mit einem Euro. Für zwei Völker in der in Deutschland am üblichsten 2 Raum Betriebsweise brauchst du ca. 60 Rähmchen. Davon erneuerst du pro Jahr mindestens 20, vielleicht 40 Rähmchen. Würdest du diese Rähmchen direkt verbrennen oder wegwerfen, müsstest du für 30 Euro neue Rähmchen kaufen. Hinzu kämen noch für rund 2,5 Kilo Wachs für 25 Euro. Sind also 55 Euro für die Neuanschaffung.


    Vorteil:
    - Platz - da kein Schmelzer der rum steht
    - Immer saubers Material
    - Keine hohen Anschaffungen.


    Wenn du nun dir einen ordentlichen Wachsschmelzer anschaffst, liegst du schnell bei einigen hundert Euro. Die aus Edelstahl liegen alle bei 400 EUR und aufwärts. Dazu noch ein Heizgerät. Hier geht auch die Reise erst bei 100 Euro so richtig los. Dazu noch die Energie, die man braucht. Dann hast du die erste Stufe. Also ausgeschmolzenes Wachs. Das muss dann noch geklärt und in neue MW gegossen werden. Machst du das auch noch selber, sind hier nochmals 1000 Euro oder mehr los. Oder du zahlst zwischen 2 und 4 Euro / Kilo für die Umarbeitung. Musst aber bei zwei Völkern mindestens 10 vielleicht 20 Jahre warten, um die Mindestmenge an Wachs für die Umarbeitung zusammen zu haben. Oder du verkaufst das wachs uns kaufst dir anderes zurück. Dann rentiert sich aber der Schmelzer noch später. Also in diesem Beispiel müsste der Inhaber der zwei Völker mindenst zehn Jahre bzw. wohl er 15 Jahre den Schmelzer nutzen. Gut nur, dass hier wenig Verschleiß dran ist. Ansonsten dürfte er sich dann schon bald den nächsten Kaufen...


    Sicher hast du Recht, dass immer Sachen zum Einschmelzen anfallen. Man kann hier aber getrost die ersten Jahre auf einen richtigen Schmelzer verzichten und die Waben entweder entsorgen, oder bei einem anderen Imker mit schmelzen. Ein richtiger Schmelzer gehört, neben einer Schleuder, zu den teuersten Anschaffungen zu Beginn der Imkerei. Ich habe übrigens beides noch nicht. Als erstes werde ich mir im nächsten Herbst / Winter eine Schleuder kaufen. Mir geht es nämlich auf den Sack, dass ich immer bitte bitte machen muss bei dem Schleudern und mich an die Zeitfenster des Inhabers richten muss. Die sind dann dummersweise in der Rapsernte auch nicht immer üppig und auch oft spontan. Dann hatte ich im letzten Jahr auch mal Pech, dass ich ohne Bienenflucht ernten musste. Daher ist die Reihenfolge bei mir klar - 1. Schleuder, 2. Schmelzer.


    Gruß vom Frank

  • Also einen Dampfwachsschmelzer würde ich bei den paar Waben auch nicht kaufen, wobei er mit einem Tapetendampflöser für 30-40 Euro und einem Hobbock sehr schnell und unter 50 Euro zu basteln ist. Hab so selbst mal eine kurzfristige Lösung benötigt und damit nebenbei Samstags mal kurz 150 Waben ausgeschmolzen.


    Ansonsten ist hier ein Sonnenwachsschmelzer die Lösung, Selbstbau für 2-10 Rähmchen (je nach Laune) und los gehts. Ist man auch mit etwa 50 Euro dabei!
    Die Schleuder kann man für 1-2 mal Schleudern auch ausleihen und am WE kurz alles abernten, beim Sonnenwachsschmelzer wird das eher schwierig und ein Dampfwachsschmelzer lohnt sich bei wenigen Völkern kaum.
    1 Zarge gibt auch an die 0,8Kg Wachs die man wieder beim MW Kauf eintauschen kann und erheblich weniger zahlen muss.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Genau das ist ja mein Gedankengang! Ich habe mir auch erstmal eine "self-made-Lösung" zum Wachsschmelzen gebaut: 2 ausrangierte Segeberger Zargen, ein Tapetenablösegerät, ein Deckel, ein ca. 60 cm langes Stück Dachrinne und 2 Stücke Sperrholzplatte. Das alles sinnvoll zu einem Gesamtwerk vereinigen und man schafft wie gesagt an einem Samstag gut und gerne 100 - 150 Rähmchen. Ein Grobsieb und ein Feinsieb, und der gröbste Mist ist schonmal raus. Dann einmal aufkochen, durch nen Nylonstrumpf und fertig zum Umtausch (Mittelwände selber gießen, naja.... muss jeder selber entscheiden).


    Somit ist der Vorrat für Mittelwände in Teilen schon mal billig ertauscht.


    Ob ich nun 2 oder 20 Völker habe, dass funktioniert, da die alten Zargen super isolieren. Vermutlich läßt sich noch ein Satz Rähmchen drüber platzieren, da das Tapetenablösegerät sehr gute Leistungen hat.