Und täglich grüßt das Murmeltier: DN oder Zander

  • Hallo zusammen,


    ich stehe noch ganz am Anfang der Imkerei....bzw. noch einen Schritt davor. Bin im Imkerverein, absolviere einen Kurs und lese ein Buch nach dem anderen. Auf der Suche nach der "richtigen" Betriebsweise habe ich bisher schon mehrere Kehrtwenden gemacht. Einsteigen wollte ich mit Zander. Warum? Eigentlich weil es alle machen und es modern erschien :-D Dann habe ich im Imkerverein herum gefragt und habe rausgefunden das dort die meisten DN nutzen (inklusive meinem Schwiegervater). Also dachte ich, dass DN dann ja doch ganz praktisch wäre und es den Bienen ja eh Wurst ist wo drin sie wohnen. Nun habe ich aber gestern durch Zufall eine Berufsimkerin kennengelernt. Die hat mir wiederum zu Zander geraten, weil ihrer Meinung nach bei DN schneller geschwärmt wird. Ausserdem solle ich mit Buckfast anfangen. Das es Carnica wird steht aber schon fest weil keiner hier in der Umgebung Buckfast betreut.


    Nun bin ich also hin und her gerissen. Nach langen Recherchen habe ich alles auf diese Aussage reduziert: DN hat die leichteren Zargen und ist daher rückenschonender!


    Was fange ich damit an? Was soll ich denn nun kaufen? Ist das wirklich die Hauptaussage? Was ist mit der Schwärmerei? Hat die Betriebsweise wirklich diesen Einfluss?


    Bitte bombadiert mich mit eurer Meinung! Außer die Meinung heißt Dadant, dann lieber nicht :wink: die Threads habe ich schon zu genüge gewälzt :lol:


    Gruß,
    Wingman

  • Hallo Wingmann, als DN und Zander als das Maß aller Dinge gefeiert wurde, da gab es meist die nicht so brutfreudige dunkle Biene. Die Bienen wurden brutfreudiger(Carnica und später Buckfast) und als Behelfslösung wurde die 2 Raum Betriebsweise entwickelt...... ich halte beide Maße nicht mehr für das non plus Ultra.....aber über Dadant oder anderen Großraumbeuten willst du ja nicht hören.
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Es gibt aber auch schon viel zu viele Threads über DN oder Zander. Im Prinzip hat du dir die Antwort doch schon selber gegeben. Du orientierst dich bei der Biene an deiner Gegend, warum nicht auch bei den Beuten. Dann ist alles ganz einfach und erspart Entscheidungen.


    Übrigens, das mit Abstand Schwerste an den Bienenvölkern sind nicht die Beuten sondern das was drin ist! Wird gerne übersehen.


    Gruß
    Reiner


    Nimm es mir nicht übel Marcus, aber hier im Forum gibt es schon so viele Threads darüber das ich die Thematik einfach etwas einengen wollte, damit die Diskussion nicht sternförmig auseinander geht :-)

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Wir sind auch der Meinung, dass ein Maß, welches in der Region am meisten verwendet wird gut geeignet ist.
    Will man Völker verkaufen oder auch kaufen hat man keine Probleme mit anderen Rähmchenmaßen.
    Wenn dann noch in der Region die Carnica überwiegt ist es sinnvoll auch bei dieser Rasse zu bleiben.
    Wir selbst imkern seit Jahren in Segeb.DNM und DNM 1 1/2 mit Buckfast. Diese Entscheidung fiel bei uns auch weil die meisten Imker hier schon seit Ostzeiten mit DNM imkerten
    und auch einige Imker schon vor 1990 die Buckfast heimlich in den Osten geschmuggelt haben. So war diese Biene hier schon sehr lange zusammen mit der Carnica heimisch und durch Standbegattung über viele Jahre gemischt. Wir haben mit Carnica unsere Lehre absolviert und imkern jetzt mit Buckies und beide haben bei guter Zuchtauslese sehr gute Eigenschaften.
    LG Jan und Doreen

  • Hallo Wingman,


    da sind jede Menge Parameter zu klären allein um das Gewicht zu bestimmen.
    Ein volles Zanderrähmchen wiegt z.B. mehr als ein volles DN-Rähmchen. Und Zander bzw. DN-Beuten gibts in verschiedenen Ausführungen, in die verschieden viele Rähmchen reinpassen.


    Ich frage mich auch mit wie vielen Brutzargen die Berufsimkerein arbeiten möchte die Du gefragt hast. Nimmt sie nur eine Brtutzarge (wie der berufsimker Assheuer) dann können Schwärme sicher schneller zum Problem werden als mit 2 Bruträumen, denke ich.


    Ich schließe mich dem Rat von Immenrainer an. Wenn es nur um DN oder Zander geht, dann Orientiere Dich am heimischen Verein. Die Mitglieder sollten sich mit DN auskennen und helfen sicher auch gerne mit Bienen und Material. Und wenn Du Heroldbeuten nimmst wie rase geraten hat, dann kannst Du (später) auch ohne viel Aufwand mal mit dem Zandermaß experimentieren. Aber dann drohen wieder die Überlegungen mit Kalt- und Wartmbau :)


    In jedem Fall, viel Spass mit den Bienen!
    Gruß
    Holger

    Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende!

  • Was ich an DN gut finde, ist, dass man in einem System von Kombinationen von 0,5 imkern kann. Man kann eine DNM-Zarge z.B. aus 2 0,5 DNM-Zargen zusammensetzen und eine 1,5 DNM-Zarge aus einer DNM-Zarge und einer 0,5 DNM-Zarge. Dadurch ist es sehr leicht, zwischen Betriebsweisen umzusteigen, ohne das bisher verwendete Material verschrotten zu müssen. Ich habe mit Segeberger DNM angefangen. Dann waren wir die DNM-Honigzargen zu schwer, also wollte ich leichtere. Zur Auswahl standen Flachzargen und Halbzargen. Da die Flachzargen in die Kombinatorik von DNM nicht hineinpassen, hatte ich mich für Halbzargen entschieden. Dann fing ich an, mich für die Großwabenbetriebsweise zu interessieren. Also kombinierte ich DNM mit 0,5 DNM zu einer Großzarge 1,5 DNM und musste nur noch Rähmchen kaufen. Zander bietet diese Möglichkeiten meines Wissens nicht.


    Gruß Ralph

  • Zander bietet diese Möglichkeiten meines Wissens nicht.


    Hallo Ralph, es kommt auf das Beutensystem bei Zander an, dann kann man auch in 1,5 oder Zadant imkern. Das ist aber doch recht exotisch, im Gegensatz zu DN 1,5 oder Dadant.


    Nimm es mir nicht übel Marcus,

    Ne übel nehme ich es dir nicht, nur einfach schade, dass du dich als Anfänger direkt auf eine Betriebsweise festgelegt hast und dir auch keine andere anschaust.
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Zander bietet diese Möglichkeiten meines Wissens nicht.


    Gruß Ralph


    Warum nicht? Zander bietet das Selbe wie DN. Es gibt hierzu sämtliche Zargengrößen von 1,5 über 1/1 zu 2/3 und 1/2. Dazu gibt es noch die halben, in der Breite geteilten, Honigzargen. Es sind einem keine Grenzen gesetzt. Selbst Zadant wird verwendet.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Dann habe ich im Imkerverein herum gefragt und habe rausgefunden das dort die meisten DN nutzen (inklusive meinem Schwiegervater).


    Nun bin ich also hin und her gerissen. Nach langen Recherchen habe ich alles auf diese Aussage reduziert: DN hat die leichteren Zargen und ist daher rückenschonender!


    Was fange ich damit an? Was soll ich denn nun kaufen? Ist das wirklich die Hauptaussage? Was ist mit der Schwärmerei? Hat die Betriebsweise wirklich diesen Einfluss?


    Ganz einfach, wenn du nur ein paar Völker halten willst, ist es schnurz pieps egal welche Beutenart du wählst. In deinem Fall bietet sich doch klar DN an, durch die Imker in deinem Umfeld und speziell durch deinen Schwiegervater.
    Wo würdest du einfacher Material bekommen wenn es mal knapp wird als bei ihm?


    Wenn du aber nach größerem strebst, dann solltest du DN und Zander wirklich überdenken, ausser du wählst hier den 1,5er Brutraum und 2/3 Honigzargen -was mit Dadant vergleichbar ist.


    Nur meine Meinung, so würde ich es halt machen.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Es ist wieder das alte Lied. Der Wingmann verrät nicht, wo er imkern will und will Ratschläge. Im Süden wäre er mit DN auf dem absteigenden Ast. Im Norden bekäme er Schulterklopfen, deshalb sollte man sich bei solchen Leuten zurückhalten. "Ich nix sage, du mir Ratschlag gebe."
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol: