Geschlossener Gitterboden im Frühling und im Sommer

  • Hallo Imkerfreunde,


    dank des Forums und eines gewissen Buches (Titel und Autor sind bestens bekannt:wink:),weiß ich, dass der Gitterboden über den Winter hin offen sein soll(te). Aber wie sieht es im Frühling und im Sommer aus, sollte der Boden dann geschlossen sein? Wenn ja, wieso?


    Danke für eure Antworten im Voraus.


    Viele Grüße
    Timo

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von gast054 ()

  • Aber wie sieht es im Frühling und im Sommer aus, sollte der Boden dann geschlossen sein? Wenn ja, wieso?


    Im Frühling ist es draußen - vor allem nachts - noch kalt und die Bienen müssen ihre Brut wärmen. Dann sollte man den Boden verschließen.
    Im Sommer ist das nicht mehr notwendig.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Im Frühling ist es draußen - vor allem nachts - noch kalt und die Bienen müssen ihre Brut wärmen. Dann sollte man den Boden verschließen.
    Im Sommer ist das nicht mehr notwendig.


    ich mache es genau so, somit haben sie warme Füsse. Zusätzlich setze ich noch ein Honigraum auf und fülle diesen mit Schaumstoff zur zusätzlichen Wärmehaltung von oben und dies besonders bei kleinen Völker.


    Gruss aus der Schweiz

    Auch wenn die Biene einen gestreiften Rücken hat, ist sie noch lange kein Tiger!

  • Der Nachteil der eingelegten Windel ist jedoch, sollte diese immer drinne sein, dass die Bienen den Zwischenraum zwischen Gitter und Windel nicht säubern können. Das führt zu Schimmel und Wachsmotten. Besser daher ein Wärmebrett auf das Gitter legen.


    Wenn du die Beuten vom nicht besagten Autor nutzt, ist es halt die Frage, wie so ein Brett auszusehen hat. Bei Dadant wären dass ca. 3/4tel des Bodens bedeckt. Der Bereich hinter dem Schied bleibt offen und der Schimmel bleibt draußen. Eventuell (aber das ist nur geraten) legt man bei Zander ein mögliches Brett unter die Brut und die Seiten bleiben frei.


    Oder man reinigt die Windel regelmäßig alle paar Tage.

  • Hallo, auch ich hatte diesen Winter in Segeberger Beuten den Schieber zu. Keine Schimmelexplosion, bei 3 schwachen Völkern, war auf der äußeren Wabe ein bisschen Schimmel. Ich hatte aber auch keinen Fluglochkeil drin. Wenn die Durchlenzung abgeschlossen ist, werde ich die Böden rausmachen.
    Im Bienenjournal steht ja sinngemäß" man muss die Bienen nicht warm halten, denn sie leben schon ganz lange in Mitteleuropa...." nur wie sah das Mitteleuropa vor 1000 oder gar 2000 Jahren aus ? Zudem hält eine Baumhöhle in morschen Holz, viel besser warm, wie in einer dünnwandigen Bretterkiste.
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Wohl dem der sehen kann!
    Wärme ist das A u. O !
    Immer!
    Dies nur,damit nicht jemand Unsinn nachmacht.
    Wanderprediger kommen und gehen. Meist, heilt die Zeit.......!
    Was ( noch) nicht tot ist, aber schon krank, wird bestimmt im September ganz erfrieren!
    db

  • Wärme und Energie - das ist im Frühjahr der Schlüssel zum Erfolg (...sprich starken Völkern für eine gute Frühtracht)


    Aber man kann das natürlich auch laufen lassen. Nix Schieber, nix Futter - aber dann wird man vermutlich auch keine (positiven) Überraschungen erleben...

  • Einfach mal dieses Jahr selbst testen, Ableger erstellen und einen Teil mit offenem und einen Teil mit geschlossenem Boden führen. Im August sieht man dann das Ergebnis...

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Hallo, Prof. Tautz meinte auch, dass Gemüll wichtig für die Bienengesundheit sei. Ein klinisch reines Aquarium ist auch nur schön anzuschauen, für die Bewohner ist sowas der Supergau.
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)