Bienenbaum als Strauch schneiden?

  • Hallo zusammen!


    ich gestalte gerade unseren Garten etwas um. In einer Ecke hätte ich noch etwas Platz. Nun frage ich mich, ob ich hier einen Bienenbaum pflanzen sollte, den ich dann aber als Strauch beschneiden würde (also Krone frühzeitig rausschneiden und so den Baum zur Ablegerbildung zwingen). Frage nun: Macht so etwas Sinn oder sind andere Gehölze besser als Strauch geeignet?


    Gruß
    Frank

  • Hallo zusammen!


    ich gestalte gerade unseren Garten etwas um. In einer Ecke hätte ich noch etwas Platz. Nun frage ich mich, ob ich hier einen Bienenbaum pflanzen sollte, den ich dann aber als Strauch beschneiden würde (also Krone frühzeitig rausschneiden und so den Baum zur Ablegerbildung zwingen). Frage nun: Macht so etwas Sinn oder sind andere Gehölze besser als Strauch geeignet? Gruß
    Frank


    Hallo Frank. Einen Bienenbaum kannst du nicht zur Ablegerbildung zwingen, sondern nur in Strauchform erziehen. Also so schneiden das er seitlich in den Blattachseln austreibt.


    Gruß Josef

    Buckfast . 10 Völker . DNM Holzbeuten 13 ner Zargen . Dadant US Frankenbeute. Königinnenzüchter.

  • Der Bienenbaum wird riesengroß. Schau' Dir ausgewachsene Kastanienbäume oder ausgewachsene Walnußbäume an. So groß werden die Bienenbäume. Bei der Wachstumfreude kann ich mir nicht vorstellen, daß der Baum das Schneiden gut verträgt.


    Dann lieber einen richtigen Strauch. Die Winterheckenkirsche ist ein richtig toller Strauch. Blüht im Winter bis in den Frühling und alles was Insekt ist und Flügel hat (Hummeln, Schwebfliegen, Honigbienen) liebt diesen Strauch.


    Wohlriechende Heckenkirsche (Lonicera fragrantissima)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Wohlriechende_Heckenkirsche


    :daumen:







    Eine Schwebfliege täuscht vor, eine Buckfastbiene zu sein.

  • Hallo Bernhard,


    ja so eine Kastanie hatten wir gerade im Garten stehen. Ich hatte die als fünfjähriger gezogen und nun ist es 33 Jahre später. War so dominant, das es einfach nicht mehr ging. Rückschnitte gehen, danach sieht eine Kastanie aber nicht mehr wirklich schön aus. Also dann lieber ein Strauch. Kannst du mir nen Tipp geben, was so ab Juli blüht? Bei uns im Ort haben wir im Früh-Fühling schon sehr viele Krokusse, Schneeglöckchen oder Heide. Das sollte reichen. Nur nach der Linde ist essig im Gelände.


    Gruß
    Frank

  • Oder die Durchwachsene Silphie (Silphium perfoliatum)




    Ist auch eine im Sommer blühende Staude und sehr beliebt bei Bienen. Dauert nur etwas, bis die Fuß gefasst hat (zwei-drei Jahre).

  • Ja davon sprachen die im Verein. Da wird die wohl als Setzlingsaktion angeboten. Wollte davon auch welche haben. Die sagen etwas von zwei Meter höhe. Kann das jemand bestätigen? Ist mir fast zu hoch.

  • Lieber Frank,


    offenbar gibt es Unterschiede. Unser Grundkurs endete bei einem Berufsimker, der uns sein Ablegerterrain mit ca. 30-jährigem Bienenbaum (zur Räubereivorsorge) vorführte. Dieser Baum war nur ca. 4 - 5 m hoch.
    Gärtnermeister Thien züchtet seit Jahren von seinem inzwischen Ü40-jährigen Bäumen nach und verkauft sogar nach Geschlecht des Baumes. Er beschreibt den Baum als gut schnittverträglich und zum Strauch erziehbar. Näheres hier:
    http://www.bienenbaum.com/Aktuelles.htm
    Ich fand seine Sendungen preiswert und (gärtner-)meisterlich verpackt.


    Servus - Gottfried

  • Hallo Frank,


    mein Bienenbaum wurde auf dem Transport vor 3 Jahren etwas ramponiert und wächst jetzt notgedrungenermaßen strauchig. Ich glaube schon, daß Du eine Euodia als Strauch ziehen kannst- schade wär's aber schon, einen Baum gegen seine Natur zu verschnippeln. Wie hoch soll denn Dein Wunschgehölz werden und ist es in der freien Ecke schön sonnig?

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna

  • Man kann jeden Baum klein halten. Hierzu nehme man sich ein Beispiel an den Bonsai. Diese findet man auch in freier Natur auf kargen und meist felsigen Böden oder durch ständigen Wildverbiss.


    Dazu kann man auf verschiedene Arten vorgehen. Einmal Wurzelschnitte oder Kronenschnitte oder auch beides zusammen. Häufig ist auch ein Blättchen erforderlich, dabei werden zu große Blätter halbiert und die nachwachsenden automatisch kleiner.


    Frank, du kannst daher jeden Baum so zurechtbiegen wie es dir beliebt. Mit Gewichten oder Draht kannst dir selbst die einzelnen Äste in die von dir gewünschte Form bringen. Wie es natürlich dann mit der Blühkraft aussieht hängt von dem jeweiligen zurück schneiden ab. Könntest hierzu hingehen und ihn bis nach der Blühte wachsen lassen und erst danach wieder zurück schneiden.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • :daumen:


    So seh ich das auch. Bonsaierziehung seit 30 Jahren, die wären sonst längst am Dachfirst, passen aber in eine Pflanzschale oder Kübel. Buchen werden z.B. auch von Natur aus stattliche Bäume. Als Bonsai sehen sie so aus


    Man muss aber auch frühzeitig damit anfangen. Aber dran denken, dass der Bienenbaum aus den Neuen Triebspitzen blüht, verfrieren die oder werden alternativ abgeschnitten, dann kann man lange auf Blüten warten :-?
    Und "verschnippelt" würde ich erst sagen, wenn Form und Überlegungen des Schnittes völlig an der Art und Form des Baumes vorbei gehen.
    By the Way gibt es tausende sogar völlig verkrüppelt geschnittene Vorgartengehölze, das sind allzu oft die, die langfristig gar nicht beachtet oder bearbeitet wurden, dann aber mit der Brechstange - äh: Säge.

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper