Adultes Varroa-Weibchen

  • O.k.
    In der arbeit finden sich m. M mehr Hinweise für eine natürliche Verbreitung.
    Es mag sein, daß kriminelle Elemente kranke Bienenvölker Eingeführt haben
    aber wohin kann man nicht mehr zurückverfolgen weil eben der Lebensweg aller Varroen auf den Aufbau eines der
    jeweiligen Situation entsprechnden möglichst einheitlichen Genpools ausgerichtet ist.
    Biotechnologien gabs vor ca. 65 Jahren(genauer gehts nicht) nicht.


    Schöne Grüße


    till


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  • Einmal probier ichs noch auch ohne die Kentnis der damaligen Vertriebswege, Handelspartner und der genetischen Unterschiede:
    Jedes einstmals auf Cerana-Territorium importierte A. melifera-Bienenvolk
    könnte als natürlicher Bioreaktor gedient haben.
    Und jedes A. melifera Bienenvolk das im Flugkreis eines importieten A. cerana Bienenvolk steht hätte ausgereicht.Abflug als Vorteil!
    Und Re-Importe sind auch nicht auszuschließen.


    Schöne Grüße


    till


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  • Moin Till,
    das freut mich, das du all diesen Fragen nachgehst,
    denn ich bin bereits mit meinem Latein am Ende.
    Eine Quelle hätte ich noch, aber die kann ich erst in etwa drei Wochen erreichen.
    Da waren immer schon Einige der Meinung, das die Milbe die Biene nicht anbeissen kann.
    Wurden aber immer niedergemacht.
    Um was es bei dieser Forschung ging, weiss ich allerdings nicht.
    Ich melde mich aber sofort, wenn ich eine Antwort von meiner Quelle bekommen habe.
    Mich lässt die Frage der vorzeitigen Begattung der unbegatteten Milben in der frischen Brut einfach nicht los.
    Denn es würde Einiges erklären, und möglicherweise durch Duftfallen verhindert werden.
    Vielen Dank, das du am Ball bleibst,
    Gruß
    Helmut

  • natürlicher Bioreaktor


    Hallo,


    worin bestehen denn die Unterschiede zwisch Cerana und Mellifera? Es ist ja nicht so, dass da ein Parasit von einer Maus als Wirt auf einen Elefanten übergesprungen wäre.


    Der Wirtswechsel dürfte entlang wichtiger Handelsrouten (z.B. in Russland) schon oft erfolgt sein, wenn sich die Wege von C. und M. kreuzten.


    Gruß Sven


  • Schönen Abend,


    Meine Antworten sind theoretisch mögliche Rückschlüsse also bitte nicht auf die Goldwaage legen zumal englischsprachige Arbeiten
    zur Mibengenetik für mich nicht verständlich sind.


    Auch das Genom der Cerana-Milbe ist sehr einheitlich, das der Melifera-Milbe aber eben über die Maßen.
    Gründe dafür liegen in der Enge des "Flaschenhalses" und wahrscheinlich auch in der bei uns viel einheitlicheren Betriebsweise.


    Die Strategie der Milbe ist immer die gleiche aber wegen des Abwehrverhaltens musste die Cerana-Milbe öfters
    Veränderungen im Genom zulassen.


    Der Wirtswechsel zwischen den zwei Unterarten Cerana und Melifera der gleichen Spezies Apis
    ist keine große Sache.



    Freundliche Grüße


    till


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  • Moin, moin,


    Apis ist die Gattung, cerana und melifera sind Arten. Unterarten sind dann sowas wie carnica, ligustica.


    Zur Biologie der Milbe habe ich leider nicht viel Material... ich suche weiter.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • ...Und jedes A. melifera Bienenvolk das im Flugkreis eines importieten A. cerana Bienenvolk steht hätte ausgereicht.Abflug als Vorteil!..


    Versteh nicht wie das gehen soll.
    Bitte erkläre es.
    Also ich meine so wie das dann bei den Bienen funktionieren soll. (Unterschiedliche Art)


    löse mal bitte meinen Knoten:p_flower01:


    dD


  • Vielen Dank Lieber Claas,


    für die taxonomische Richtigstellung.
    hoffentlich hab ichs mir jetzt endgültig gemerkt.


    Hast Du denn vielleicht Titel von Standardwerken zu Milben/Spinnentieren?
    Dann gehe ich das nächste mal wenn ich in Wien bin in die Nationalbibliothek
    und die Bio-Uni-Bibliothek.


    Liebe Grüße


    till


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    "Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag"
    Charlie Chaplin