Adultes Varroa-Weibchen

  • Schönen Abend Allerseits,



    Einiges ist mir in Bezug auf die adulten Varroaweibchen unklar und deshalb möchte ich
    folgende Fragen stellen:


    Ist das Saugverhalten während der phoretischen Phase intermittierend und sie läuft
    ständig (auf der biene oder den Waben) herum oder
    hängt die Milbe wenn sie mal eine geeignete Stelle gefunden hat bis zur nächsten
    Zellinvasion bzw. Umstieg auf andere Biene dran wie eine Zecke?


    Ist es für die Varroa schwierig eine geeignete Saugstelle zu besetzen oder
    geht das binnen Sekunden/Minuten?


    Hängt die Milbe zum Saugen immer zwischen Abdominalplatten oder gibts noch andere
    mögliche Saugstellen so zwischen Thorax und Abdomen, am Flügelansatz,.....


    Macht es für die Volksentwicklung der Varroa einen
    Unterschied ob der Anteil an mehrfach zellinvadierenden Weibchen hoch/niedrig ist?
    Schon befruchtete Weibchen können ja sofort ein männliches und dann befruchtete Eier ablegen,
    unbefruchtete Weibchen müssen nach der erstmaligen Eiablage warten bis der 1. Nachkomme soweit ist


    LG


    till


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    "Wer ein Herz hat, werfe das Ohr weg und er wird sehen"
    Mansur al-Halladasch

  • Wozu dienen diese Fragen? Gib Hintergrundinfo, sonst ist es Beschäftigungstherapie!

    Schon befruchtete Weibchen können ja sofort ein männliches und dann befruchtete Eier ablegen, unbefruchtete Weibchen müssen nach der erstmaligen Eiablage warten bis der 1. Nachkomme soweit ist


    Unbegattet schlüpfende Weibchen werden nicht nachträglich begattet.


    Gruß Ralph


  • Schon befruchtete Weibchen können ja sofort ein männliches und dann befruchtete Eier ablegen,
    unbefruchtete Weibchen müssen nach der erstmaligen Eiablage warten bis der 1. Nachkomme soweit ist


    Varroamilben sind keine Bienen, auch die männlichen Milben entstehen aus befruchteten Eiern.


    (deswegen sollte man auch eigentlich von begatteten, bzw. unbegatteten Weibchen sprechen - und nicht von befruchteten)


    Gruß
    Ludger

  • Varroamilben sind keine Bienen, auch die männlichen Milben entstehen aus befruchteten Eiern.


    Stimmt das? Oder stimmt das, was bei Wikipedia steht:

    Zitat

    ...Das erste Ei bleibt unbefruchtet und entwickelt sich aufgrund der Geschlechtsbestimmung über Haplodiploidie (genauso wie bei ihrem Wirt) zu einem Männchen....


    Gruß Ralph

  • Na, dann können wir auch fragen ob die Eier der Königin, die sie in Drohnenzellen legt befruchtet sind.
    Wenn nicht, dann, wie steuert die Königin das?



    Befruchten oder nicht befruchten ist hier die Frage:cool:
    Verstehst Du Ralph?
    Bei den Milben und den Bienen gibt es genauso wenig eine unbefruchtete Empfängnis wie bei der Maria im Tempel, das Geheimnis liegt in der Zellteilung!


    Frustfrei lernen:http://www.frustfrei-lernen.de…hied-gemeinsamkeiten.html


    dD

  • Und wie regeln die Bienen das?
    Garantiert ist jedes Ei das aus der Königin rauskommt befruchtet...oder etwa nicht:cool:


    dD


    Ähm...
    möchtest du provozieren oder nur zum Nachdenken anregen?


    "Mit dem Begriff der Befruchtung oder Fertilisation wird die Verschmelzung von männlichen und weiblichen Keimzellen im Rahmen der geschlechtlichen Fortpflanzung bezeichnet"
    (Wikipedia)



    Befruchtung bzw. Nicht-Befruchtung bei der Biene


    Ich bin mir sicher, dass du das auch weißt,
    aber ich bin mir nicht sicher, auf was du hinaus willst.


    Gruß
    Doro

  • Hallo Ralph,


    Zitat

    Die Fortpflanzung läuft bei Varroen pseudoarrhenotokisch ab (Martin 1997, Solignac 2005).
    Entwicklungsfähiger Nachwuchs kann nur aus befruchteten Eiern entstehen. Dabei erfolgt beim ersten Ei bereits wäh
    rend der Embryogenese die Eliminierung des paternalen Genoms (Sabelis und Nag
    elkerke 1988, Cruickshank 1999), wodurch ein haploides Männchen entsteht.


    Aus der Doktorarbeit von Verena Schneider "Untersuchungen zur genetischen Populationsstruktur von Varroa destructor"


    Damit ist das Männchen zwar haploid, aber es geht aus einer befruchteten Eizelle hervor.
    Damit hast du bei Wikipedia einen Fehler gefunden.


    Gruß
    Ludger

  • Ähm...



    So wie ich den Drohn verstehe, stellt er ja genau diese gängige Lehrmeinung in Frage und gibt den Hinweis, dass wir uns näher mit den Unterschieden bei der Zellteilung nach der Befruchtung beschäftigen sollten, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

  • Tja also ich interpretiere mein wissen so, daß
    einem begattungsfähigem Männchen in einer Brutzelle mit begattetem Weibchen nacheinander mehre
    fruchtbare Weibche zur Verfügung stehen.


    Ein unbegattetes Weibchen legt ein männliches Ei und muss dann warten bis Begattung mit
    dem Sohn erfolgt ist um weitere(weibliche/befruchtete) Eier legen zu können.
    Es spricht ja nichts dagegen, daß geschlechtsreife unbegattete Weibchen
    mit der Schlupfbiene die Zelle verlassen und erneut Brutzellen invadieren.
    Oder hab ich da einen Gehirnknoten?


    Über Antworten auf die anderen Fragen würde ich mich
    übrigens auch freuen


    Schöne Grüße


    till


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    "Der Mund ist das Arschloch des Geistes"
    Louis Haeusser