Gift im Honig

  • Das schmalblättrige Greiskraut und Jakobskreuzkraut sind die Ursache von Gift im Honig:


    http://www.ln-online.de/Nachri…Honig-Grenzwert-gefordert


    Zitat

    Als Lebensmittelunternehmer sind Imker verpflichtet, nur sichere Lebensmittel in den Verkehr zu bringen.


    Können wir dieser Verpflichtung eigentlich noch nachkommen?


    Beste Grüße
    Hartmut

  • Bei den ganzen Freisetzungsmengen an Imidacloprid und anderen Pestiziden, muß die Antwort ganz klar 'Nein' lauten.

  • Zum Glück schädigt Alkohol nicht die Leber oder gar Tabak die Lunge.


    Leider vermisse ich im Artikel die Angabe, wie hoch die "Rekordwerte" im Honig tatsächlich waren und welche Honigmengen man davon nun täglich verspeisen durfte.


    Stefan

  • Zitat

    Zum Glück schädigt Alkohol nicht die Leber oder gar Tabak die Lunge.


    Dem Argument stimme ich zu, aber Beides kann man bewußt weg lassen.
    Was in unseren Grundnahrungsmittel enthalten ist, ist gegessen....



    Beste Grüße
    Hartmut

  • ...Leider vermisse ich im Artikel die Angabe, wie hoch die "Rekordwerte" im Honig tatsächlich waren und welche Honigmengen man davon nun täglich verspeisen durfte.


    Dazu findet man hier ein paar Infos:http://www.qsi-q3.de/publ/Schw…st-Mhlem-AD-GB-DL2010.pdf
    Mir macht es eher Bauchschmerzen, ein flächendeckendes Totspritzen befürworten zu sollen, als ein paar mögliche Spuren von PA im Honig. Werden da die Imker vor einen Karren gespannt?


    Grüße, Henrike

    Das Ganze ist mehr als das Summen seiner Teile.

  • Hallo !


    PA Mengen in Deutschland und Anderswo:


    Wenn ich jetzt weiß, das in den Bestimmungsmessungen des BfR für Deutsche Honige ein max. für PA von 130mg/kg ermittelt wurde,
    andere Länder (Kontinente) da aber ganz anders auftrumpfen, dann mache ich mir weniger Sorgen.


    Da werden die Honigpreise steigen müssen ....


    Maximalwerte mg/kg*:
    Italien: 181 / Spanien: 225
    China: 314 / Vietnam:327 / Tailand: 531
    Uruguay: 1065 / Mexiko: 1075 / Chile: 1087




    PA Toxizität*:


    Medikamente dürfen bei innerer Anwendung und max. Dosierung nicht mehr als 1 mg / kg PA für den Therapierten enthalten.


    Angenommen ein Mensch mit 75 kg ißt täglich 100g,
    des nach obiger Analyse mit PA meistbelasteten Deutschen Honig (130mg/kg),
    das bedeutet er nimmt ca. 13mg PA Absolut zu sich.


    Aus Medikamenten dürfeten es theoretisch 75 mg sein !




    Sonstiges zu PA:


    aus
    Fragen und Antworten zu Pyrrolizidinalkaloiden in Lebensmitteln (Bundesamt für Risikobewertung):


    Menschen könnten PA auch aufnehmen, indem diese entlang der Nahrungskette über verunreinigte Futtermittel
    in landwirtschaftliche Nutztiere und weiter in die von den Tieren stammenden Lebensmittel
    wie Milch, Eier und Fleisch gelangen.


    Also zukünftig nicht nur für Honig !!!




    Wenig Angst !


    Gruß
    der Bienen
    Knecht



    *-Analytik und Toxizität von Pyrrolizidin alkaloiden sowie eine Einschätzung des gesundheitlichen Risikos durch deren Vorkommen in Honig / Stellungnahme Nr. 038/2011 des BfR vom 11. August 2011, ergänzt am 21. Januar 2013

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Stiftung Warentest (Ausgabe 11/2014) hat auffällig oft Pyrrolizidinalkaloide gefunden. Es betraf aber nur Honige ausländischen Ursprungs (Mischung aus EG- und Nicht-EG-Ländern bzw. Chile/Guatemala). Die deutschen Honige im Test war allesamt nicht betroffen.
    Wieder mal ein Argument für heimischen Honig.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Man könnte ja mal vermehrt anfragen, ob man statt auf Rückstände von Jakobskraut und Geißblatt, auf Glyphosat und einige Neonics untersuchen lassen kann, wenn schonmal Geld für Untersuchungen bereitgestellt wird :)


    Eigentlich traurig, aber symptomatisch für die Schieflage bei uns, dass gerade ein Imker die amtliche Bekämpfung dieser Wunderkräuter befürwortet.


    Gruß Sven