Raps 2015

  • Ich persönlich verstehe es nicht ganz, warum man seine Beuten, ein als seine Bienen liebender Hobbyimker in den Raps fahren muss, außer ich wäre Berufsimker.
    Vergleichbar mit dem Besuch einer Disco, wo ich jedesmal aufs Maul bekomme, sorry nicht ich, sondern der Nachbar bekommts ab, in dem Fall die Bienen.


    Erwiesenermaßen ist die Bienensterblichkeit an den Rapsfeldern am höchsten, außerdem sind die Rapshonige am meisten Pestizid belastet. Sollte man Raps am Bienenstand haben gibt es sowieso keine Alternative.


    http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=92008&bernr=04&seite=01

  • Nein, da hast du mich falsch verstanden. Die Felder blühen hier nacheinander auf, jedes gut 3 Wochen.
    Außer die Vermehrung, da wird der Vater immer wieder abgerasspelt und blüht neu auf und deshalb
    dementsprechend länger.
    Gruss

  • Hi,


    ich kann hierzu nur meine ureigene Meinung vertreten.


    Bei uns ist der Raps die einzig verlässliche, nennenswerte Tracht. Daher ist die Verlockung sehr gross.


    Auch die zahlreichen Imker vor Ort haben, nach Ihren Angaben, noch nie nennenswerte Verluste gehabt.


    Weiterhin fragt fast jeder Honigkäufer hier nach Rapshonig.


    Von daher habe auch ich für mich entschlossen dieses Jahr in den Raps zu Wandern. ( sind nur 5 KM )


    Sollte da wirklich bestätigt werden das es zu Ausfällen kommt, werde ich sicher im nächsten Jahr anders denken.


    Gruss Joachim


    p.s. in dem Bericht von Ökotest steht, wenn ich das richtig lese, das der Deutsche Honig unbelastet ist und beim Ausländischen Honig


    der Rapshonig stärker belastet ist. ( deren Vermutung ist das dieser aus Kanada kommt )

  • Bitte genau lesen:


    Pestizide tauchten fast ausschließlich in deutschen Produkten auf. Dabei handelt es sich meist um das Insektizid Thiacloprid - gefunden wurde es in Rapshonigen oder Blütenhonigen mit hohem Rapsanteil.


    Was heißt keine nennenswerte Tracht? Bei uns gibt es auch nicht immer nennenswerte Tracht (Waldhonig).

  • Hallo lieber Xaver,


    da bin ich ganz deiner Meinung. Ich habe noch nie Rapshonig geerntet und ich vermisse es nicht. Letztes Jahr war der nächste Feld in etwa 2,5 km Entfernung, aber dank kaltes Wetter und viele Alternativen (wilder Obst, Ahorn etc) in der Nähe, sind meine Bienen nicht hin geflogen. Ich habe einmal ein Angebot für 40€ pro Volk für die Rapsbestäubung inkl. Völkertransport hin und zurück abgelehnt und war mit dem Ersatz, dem Rosskastaninen- und Akazienhonig, in Menge und Qualität viel glücklicher.


    Berufsimker und Standimker in der Nähe von Rapsfelder kann ich verstehen, aber kleine Hobbyimker, die extra in den Raps wandern, sollten mMn sich Gedanken über Alternativen machen. In dieser Zeit blüht ja einiges, man soll nur die Augen offen halten.

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant


  • Ja bei uns würde jeder nach Waldhonig fragen - ja und.


    Ich finde es eben fraglich, wenn man einerseits als Hobbyimker so über die Landwirte und die Chemiekonzerne herzieht und sich dann mit seinen Bienen bei diesen prostituiert um ein paar Gläser Rapshonig.
    Bei mir ein absolutes no go. Es gibt doch genug andere Tracht, sicherlich nicht diese Massentracht wie der Raps, aber ich als Imker hätte ein besseres Gewissen bei dieser Sache und werde und würde nie Raps Anwandern. Phazelia und Sonnenblume habe allerdings früher auch schon angewandelt, aber der fragliche Gewinn steht in keinem Fall zu der sehr nachteiligen Bienenentwicklung übers Jahr betrachtet.

  • Mein Honig, den ich in dem Jahr geerntet habe, wo die Bienen im Raps vergiftet wurden, enthielt Thiacloprid.


  • Da die Weide dieses Jahr noch nicht blüht...

    Habe heute das erste freche Gelb an ner Weide gesehen...


    Interessant zu lesen, dass die meisten hier dem Raps gezielt aus dem Weg gehen...

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“


  • Zum Thema Raps.


    Ich habe hier ein kleines Feld Raps, was im Schatten des Waldes liegt. Die Rapsblätter wurden im Spätherbst aber fast ganz ausgefressen, nur die Stängel stehen noch da mit kaum noch Grüne Farbe! Was konnte das sein? Können Schnecken so was verursachen oder sind das andere Schädlinge?


    Ich bin gespannt, ob der Raps noch was wird.



    Das können Ringeltauben gewesen sein.
    Hatten wir im letzten Jahr auch an einem kleinen Feld.
    Ist aber trotzdem noch was geworden.


    Gestern habe ich drei Rapsfelder angeschaut. Der Raps ist ca. 10-15 cm hoch. Im letzten Jahr blühte der Raps am 24.04.14


    Andreas