Keine verluste im Wald

  • Meine 6 Völker wurden alle gleich behandelt. Eines stand im Garten. Zwei am Haus vor dem Küchenfenster und drei im Wald.
    Die drei im Wald haben regen Flugbetrieb und tragen reichlich Pollen ein. Alle anderen Kisten sind lehr. Kein Totenfall bei genügernd Futter.
    Ist das Zufall oder stehen die Bienen im Wald besser? Gibt es dort weniger Milben? Nein bei den Behandlungen sind auch im Wald Milben gefallen. Oder liegt es daran daß ich im Wald keine anderen Imker in Flugweite habe?

    Wo kämen wir den hin wenn jeder fragt wo kämen wir den hin und keiner geht um nachzusehen wo wir hinkämen

  • ...stehen die Bienen im Wald besser? Gibt es dort weniger Milben? ... Oder liegt es daran daß ich im Wald keine anderen Imker in Flugweite habe?


    1) Nicht unbedingt.
    2) Kann man so nicht sagen. Sie werden eher ausgeräumt.
    3) Nein. Vergiss das Propaganda-Schreckgespenst des bösen Nachbarimkers!


    Die Brutkurven verlaufen anders im Wald!



    André

  • Die Brutkurven verlaufen anders im Wald!


    Völliger Quatsch, kann man so generalisiert nicht sagen. Ich hab welche im Laubmischwald stehen, die sind immer gleichauf mit denen am Heimstand, bei später Waldtracht bei Nadelwald mag das anders sein. Das aber eine späte Waldtracht ein richtiger Standortvorteil für's Bienenwohl sein soll wär mir neu. Fuchs, davon hast Du keine Ahnung, das kannst Du Dir schlecht anlesen, sorry.


    Abraxas : hast Du intensive Landwirtschaft bei Dir in Hausnähe? Seit wann sind die leeren Kisten leer, schon bei der Winterbehandlung oder erst jetzt? Gibt es ein Brutnestrest, mit teilweise noch verdeckelten Zellen? Wenn ja, mach die auf und schau nach.


    Beste Grüße und Kopf hoch, Ihr Beiden!
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Das aber eine späte Waldtracht ein richtiger Standortvorteil für's Bienenwohl sein soll wär mir neu.


    Ralf


    Abraxas schreibt nichts von einer Waldtracht. Nur dass sie im Wald stehen. Und wenn sie "schlecht" stehen, so richtig schattig, haben sie eine andere Brutkurve. Definitiv.

  • Hallo Abraxas!


    Für deine Beobachtung kommen folgende Parameter in betracht:


    1. Die Winterbehandlung 2013/2014 hat dort besser gewirkt. Vielleicht war dort Brutfreiheit und bei den anderen Ständen nicht, und somit eine niedrigerer Anfangsbefall.
    2. Im Frühjahr 2014 hat dort der Brutbeginn später eingesetzt, die Milben konnten sich weniger oft vermehren und erreichten die Schadschwelle nicht.
    3. Die Varroabekämpfung 2014 wurde dort früher durchgeführt, oder hat besser gewirkt.


    Eine weitere, jedoch nicht all zu wahrscheinliche Variante wäre noch, dass dort die Brutkurve anders verlaufen ist und somit der kritische Punkt (die Milben werden immer mehr, die Brut immer weniger) später, sprich nach der Varroabehandlung erreicht worden ist.


    Einer dieser Punkte müsste es gewesen sein.


    Bei mir war es eher umgekehrt, die am Waldrand, eher schattig stehenden Völker hatten den meisten Ausfall.


    MfG
    Honigmaul

  • wenn sie "schlecht" stehen, so richtig schattig, haben sie eine andere Brutkurve. Definitiv.


    Wenn richtig schlecht und schattig, ja. Wenn nicht, nicht.


    Zu sagen, 'das ist so', ohne die Umstände zu kennen, ist bestenfalls überheblich. Ich relativ hier nur die als gesetzt verbreiterte Behauptung vom Fux. Sonst nix. Natürlich verläuft im schattigen Wald die Brutkurve anders. Ob 'Wald' jetzt aber generell für die Bienen 'besser' ist, hängt halt wiederum sehr vom Wald ab. Deswegen ja meine Fragen bzl. von Landwirtschaft in Hausnähe.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Was habe ich prophezeit?
    Keiner, aber auch keiner kann dir sagen warum und wenn noch so viel rumgerätselt wird. Einen ähnlichen Fall erlebte einer meiner Imkerkollegen, aber genau umgekehrt.

  • Ich habe im letzten Jahr relativ spät ein Volk erhalten, welches die Sommervaroabehandlung (LD-Verdunster) im Wald abbekommen hat. Hier hatte die Milbenbehandlung nicht richtig funktioniert, da die Bienen nicht nur im Wald, sondern auch noch im Steinbienenhaus standen. War einfach zu kalt zum verdunsten. Das Volk hat aber trotzdem überlebt. *puh* Hatte aber die meisten Milben zur Winterbehandlung.


    Also alles ist möglich.


  • Keiner, aber auch keiner kann dir sagen warum und wenn noch so viel rumgerätselt wird. Einen ähnlichen Fall erlebte einer meiner Imkerkollegen, aber genau umgekehrt.



    Na da ham wer s doch!


    Imker männlich -> Bienen in den Wald
    Imker weiblich -> Bienen nicht in den Wald


    Oder so ähnlich ;)


    Aber: ich bin männlich und meine Bienen stehen nicht im Wald. Jetz hab ich ein Problem...


    Stefan

  • Na da ham wer s doch!


    Imker männlich -> Bienen in den Wald
    Imker weiblich -> Bienen nicht in den Wald


    Extra um meine feminine Seite zu betonen, hab ich auch welche zu Hause UND im Wald stehen.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • .....


    In solchen Fällen gilt bei uns in Hessen die Begründung mit vier Buchstaben: Is so.:wink:


    Bei mir isses so, dass die Völker im feucht-kühlen,schattigen Walde schlechter und später ausgewintert haben, als die sonnig stehenden Völker im Garten.
    Deshalb überwintere ich keine Völker mehr auf meinem Waldstandort. (Im Sommer ist der Standort aber topp).
    Die Milbenbelastung war bei mir im Wald nicht auffällig besser oder schlechter.



    Herzliche Grüße
    Regina

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)