Resistenzen bei Akariziden

  • oh,
    Schade,
    jetzt wo es lustig wird:roll:


    dD


    Du musst es ihm nachsehen.
    Laut Profil hat er heute Geburtstag.
    Wahrscheinlich schimpft seine Holde, wenn er nu nicht bald den Champagner ausschenkt.:lol:


    Na, denn mal meinen herzlichsten Glückwunsch,dem Jubilar.:p_flower01:


    sonnige Grüße
    Regina

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden.(Oliver Hassencamp)

  • Nun zu den intrinsischen Resistenzmechanismen:


    Wegen der Lesbarkeit nur auf die Milbe und nur auf "Chitinsyntheseinhibitoren" bezogen die
    auch dirkt auf die Chitinprodizierende Zellle wirken.


    Wenn eine Chitinproduzierende Zelle wiederholten Kontakt mit einer chemischen Noxe spez. PSM hat
    sterben diese Körperzellen ab. Genauer gesagt suizidiert sich die Zelle
    unter maximaler Schonung des umliegenden Gewebes und Milieus.
    Sind die Schäden zu groß stirbt auch die Milbe.


    Und das passiert immer und immer wieder und dann nochmals
    und dann wiederholt sich das ganze,..........
    Für den Zellkern der Chitinproduzierenden Zelle der die Originalpläne lagernd hat
    und von dem die Steuerung der Zellfunktion[exklusive Hormone] abhängt bedeutet das aus
    evolutionärer Sicht das da was zu machen ist! So gehts (mit dem Leben) nicht weiter!


    Und also laufen die Reparaturmechanismen auf Hochtouren und die extrinsischen Mechanismen
    müssen immer voll ausgeschöpft werden. Immer wieder versucht die Zelle den Tod hinauszuzögern.


    Und irgendwann rappelts in der Kiste und eine zufällige Veränderung im Erbgut
    der Zelle führt zu einem Eiweiß, daß direkt den Wirkmechanismus aushebelt.
    Das CSI/PSM wird zerlegt/ohne eigenen Schaden ausgeschieden
    oder der Mechanismus der Schädigung wird ganz ersetzt.


    Hier zwei gut lesbare Beschreibungen mit Mehrwert:


    https://tuebingen.mpg.de/start…volution-in-echtzeit.html



    http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-7334-2007-11-02.html



    Schöne Grüße


    till
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    https://www.youtube.com/watch?v=-4w5LXN4as4

  • Eine mögliche Erklärung, wie die Varroamilbe in kurzer Zeit gegen synthetide Pestizide resistent werden könnte, wurde bereits früher im Thread Entwicklung der Varroa vorgestellt.


    Zumindest bei einigen Schädlingen wurde nachgewiesen, dass ihnen Mikroorganismen bei der Entgiftung helfen. "Symbionten-vermittelte Insektizidresistenz". Hier:
    Bacterial Insecticide Resistance
    Symbiont-mediated insecticide resistance


    Grüße,
    Robert



    Schönen Abend,


    Die o.g. Resstenzmechanismen passen natürlich nicht in die extrinsisch/intrinsisch-Schublade.
    Das Besondere an dieser Art der Resistenzbildung sind zum Einen, daß die Giftwirkung schlagartig aufhört.
    Auch können gleich mehrere Resistenzen gegen mehrere PSMs weitergegeben werden.
    Und daß diese Resistenzen horizontal verbreitet werden können. z.B. Bakterium zu Insekt.


    Die Erste verlinkte Arbeit ist deswegen so schön weil sie die Evolution anschaulich macht.
    Wenn ein Käfer in seinem Darmtrakt extra ein kleines Plätzchen für das Bakterium einrichtet daß die PSM-Moleküle abbaut
    würde ich schon von einer Organvorstufe sprechen oder zumindest von einer Symbiose mit offenem Ausgang.


    Schöne Grüße


    till
    -------------------
    https://www.youtube.com/watch?v=wGGW4IezbC4