Resistenzen bei Akariziden

  • Abbauprodukte des Amitraz sind anscheinend hoch Krebserregend.
    Nun, wegen der Kunden sollte es schon deshalb Tabu sein.


    Den Kunden interessiert der Honig. DER muss sauber sein.


    Nur - wie soll das gehen, wenn Zargen, Rähmchen und Waben wild zwischen HR und BR getauscht werden können und dies in Betriebsweisen auch so praktiziert wird?!


    Solange das so ist, ist es völlig richtig, dass nicht jeder Zugriff auf das Zeug erhält!


    Amitraz selbst ist ein wirklich fieses Nervengift.
    Sofern die Anwendung selbst dosiert werden müsste, wäre es völlig unverantwortlich, sowas Otto Normalimker in die Hand zu geben! Daher die Streifen.

  • Abbauprodukte des Amitraz sind anscheinend hoch Krebserregend.
    Nun, wegen der Kunden sollte es schon deshalb Tabu sein.


    Amitraz, ein als bienengefährlich eingestuftes Nervengift, wasserlöslich (-> nicht wachsgängig?), so ist zu lesen. Allerdings schnell abbauend. -> Tabu auch für imkerliche Anwendung außerhalb der Honiggewinnung (z.B. Zucht) oder unter Einhaltung ausreichender Wartezeiten, die ja bei Spätsommer-/Herbstbehandlung bei uns mehrere Monate betragen könnte? Wegen der Wasserlöslichkeit keine Anreicherungsmöglichkeit im Wachs (in der Bienenseide wohl schon)?

  • Allerdings schnell abbauend.


    Aber auch die Abbauprodukte sind krebserregend und werden bei der Rückstandsuntersuchung mit berücksichtigt, d.h. die Summe der Rückstände von Amitraz und dessen Metaboliten darf den Grenzwert nicht überschreiten. Und einige untersuchte Honig waren da wohl doch stark belastet.


    Bernhard hatte das mal irgendwo verlinkt. War das in diesem Post?

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :D

    🖖🏿Dif-tor heh smusma🖖🏿

  • Gern würde ich mal repräsentative Zahlen zu Herbst-/Winterverlusten bei Einsatz verschiedener Varroa-Behandlungsmittel sehen. Aus Nordamerika kenne ich vor allem Berichte über Völkersterben/CCD, leider keine repräsentativen Statistiken.
    Karl

    Etwa 12 Völker auf Dadant an etwa 4 Standorten. "Bienenrasse":roll:: Bunte Mischung aus Carnica und Buckfast.


  • Wachsproben untersuchen aus Sonnenwachsschmelzer, aus Dampfwachsschmelzer und Kessel auf Rückstände! Jeweils aus den gleichen Völkern... wäre mal eine Aufgabe für ein Institut.


    1. Hm, die untersuchen doch alle Wachsproben, die man ihnen einschickt. Das Versuchs"design" könnte Imker selbst bestimmen. Mir fehlen dafür SoWa + Kessel, leider. Wer hätte Probematerial + Gerätezugang + Probegebühren dafür?
    2. Aber Drohn, hast Du wirklich mal Dein Kesselwasser vergleichend mit dem Wachs untersuchen lassen? So könnte man zunächst den Reinigungseffekt des Kochens belegen. Mit einer zweiten Kesselwasserprobe NACH dem Ablöschen könnte man den Reinigungseffekt des Ablöschens selbst bestimmen. Ich weiß allerdings nicht, ob die üblichen Untersuchungsmethoden auch bei Kesselwasser oder Trester (wäre ja auch interessant!) funktionieren.



  • Einen wunderschönen guten Nachmittag an diesem trüben kalten Nachmittag :)


    Luxnigra, nimmst du Ameisensäure,Milchsäure ,Thymolprodukte,Oxalsäure??


    Wo sind die nicht chemisch hergestellt?


    Auch bin ich der Meinung das wenn ein solches Mittel zu Verfügung stünde,es natürlich nicht immer und oft angewandt werden sollte,ganz klar.
    Von der Oxalsäure weiß man mittlerweile auch das Sie z.B. auf die Leber geht und die Knochen spröde werden.
    Ameisensäure sollte nur mit Gasmaske und Säurehandschuhe angewandt werden,da weiß man auch das es die Atemwege der Bienen verätzt und die junge Brut tötet :roll:
    Thymol geht ins Wachs über, so das der Honig verfälscht werden kann.
    U.s.w. und mal ehrlich, wie sieht es den z.B. mit dem Aspartam aus, das ist ein hochgradiges Nervengift und man bekommt über kurz o. lang Krebs davon.
    Und wo ist es drinnen? Lightcola,kalurienreduzierte Lebensmittel, Red Bull, überall wo Zucker billigst ersetzt werden kann. Und die Lebensmittelindustrie macht regen gebrau davon.
    ES gibt fast nichts mehr ohnen den Sch... Sogar Radler und Sachen von denen man es nicht denkt.
    Ich schaue darauf wie die Katzt auf die Junge. So ein Zeug will ich nicht dauernt essen,trinken.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Aspartam


    Ich meine das Mittel die bei so einer Situation auf dem Markt sind, den Imkern zu Verfügung gestellt werden müssen.
    Es muß eh über den TA /Verterinär bezogen werden und es wird ca. 4 Wo. eingehängt.
    Danach sollte es wieder verschwinden, bis es wieder dringent gebraucht wird.
    Wenn du sterbenskrank bis,intressiert es dich überhaupt nicht was du an Giften (s. Chemo) bekommst, Hauptsache gesund.


    In Italien haben die Imker sehr große Probleme mit den Spritzmittel die in Obst.u.Weinbau hergenommen werden.
    Da sterben die Bienen nicht an der Varroa sondern am Gift.
    Und die haben mehr zu verlieren wie manch andere, auch wenn`s denen auch weh tut.
    Leider haben die italienischen Imker überhaupt keine Lobby.

  • Na Du bist mir einer:cool:


    Daß Bienenseide Wasser sehr gut einbehält, habe ich beim Trocknen des Dampfwachstresters feststellen können. Wenn Gift flüssig bzw. wasserlöslich ist, wird es von Bienenseide ebenso gut festgehalten, dachte ich mir - ohne das durch Studienergebnisse belegen zu können. Dabei vermute ich als Ursache ihre Struktur (viele Kapillar-räume/-schichtungen) -> bei Altwaben mehr als bei neuen, unbebrüteten.


  • nur Entdecklungswachs für MW´s

    :daumen:. Was ist mit unbebrütetem Naturbau ?




    Gekocht in viel Wasser!

    Wenn ich mit Säuren arbeite anstatt fettlöslicher Akarizide oder Amitraz, kann ich mir die Tresterkocherei dann sparen ?...zumindest wenn ich nicht in den Raps fahre:wink:



    ...es muß halt nur auf die richtige Anwendung geschaut werden.

    Darauf wollte ich mit meinem Beitrag hinweisen...ist halt auch kein Wundermittel.

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • :daumen:. Was ist mit unbebrütetem Naturbau ?


    ob bebrütet oder unbebrütet - Naturbau sollte immer relativ unbelastet sein. Die Hauptquelle für die Gifte ist die Mittelwand, die aus viele Kreisläufen das Gift angesammelt hat. (Gilt natürlich nur, wenn du selbst keine entsprechenden Gifte in die Kiste schüttest)



    Wenn ich mit Säuren arbeite anstatt fettlöslicher Akarizide oder Amitraz, kann ich mir die Tresterkocherei dann sparen ?...zumindest wenn ich nicht in den Raps fahre:wink:


    Wenn du sicher sein kannst, dass nichts im Wachs drin war - auch nicht in den von dir eingesetzten Mittelwänden, vermutlich ja.


    Aber die meisten Neonicotinoide sind wasserlöslich, von daher lohnt sich die Kocherei gegen diese Stoffklasse auf jeden Fall.


    Gruß
    Ludger

  • Die Hauptquelle für die Gifte ist die Mittelwand


    Mit Wachsstrecke oder offenem Wachskreislauf nicht...meine MW sind aus Entdeckelungswachs und unbebrütetem NB.

    Ludger, wenn ich NB über 1 - 2 Jahre im BR habe, ist das Wachs also noch sauber ?

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Hallo Molle,

    Mit Wachsstrecke oder offenem Wachskreislauf nicht...meine MW sind aus Entdeckelungswachs und unbebrütetem NB.

    Ludger, wenn ich NB über 1 - 2 Jahre im BR habe, ist das Wachs also noch sauber ?


    Davon sollte man ausgehen können. Je länger du einen offenen Wachskreislauf betrieben hast, umso günstiger sollte die Situation sein. Aber wir reden natürlich nur von fettlöslichen Stoffen, die bei konventioneller Imkerei durch den Imker selbst als Behandlungsmittel in das Volk gebracht wurden oder werden.


    Also im wesentlichen von Apistan, Bayvarol, Folbex, Perizin, Paradichlorbenzol, Amitraz und Thymol. Fettlösliche Kontaminierungen, die von außen z.B. als Insektizid in das Bienenvolk kommen vermute ich eher im Brutraum, als im Honigraum. Das liegt daran, dass die Hauptkontamination bei diesen Stoffen am ehesten über den Polleneintrag laufen dürfte. Im Nektar sind die Konzentrationen dieser Stoffe sehr niedrig. Pollen aber finden wir eher im Brut- als im Honigraum.


    Wenn du also Sorge hast, mit vergiftetem Pollen Probleme zu haben, solltest du Wachs aus dem Brutraum auch bei Naturbau meiden, ansonsten sollte das Wachs auch im Brutraum sauber sein.


    Gruß
    Ludger