Schlüssel zur Diagnose von Bienenkrankheiten

  • Hallo,
    ich habe versucht, einen Schlüssel zur Diagnose von Bienenkrankheiten zu erstellen.
    Das ersetzt natürlich nicht die Beratung durch einen erfahrenen Imker oder den Anruf beim BSV.
    Die Idee ist, dass man den Schlüssel ausdrucken, laminieren und an den Bienenstand hängen kann.
    Ich würde mich freuen, wenn Ihr Fehler, Änderungswünsche und Ergänzungen meldet.
    Dies ist nur ein erster Entwurf.
    Danke
    apirita

  • Hallo apirita,


    danke für die Aufstellung! Nach so einer Checkliste hatte ich schon gesucht. Mir fehlt da aber noch die Sauerbrut. Richtig gut daran: die Hervorhebung meldepflichtiger Erkrankungen.


    Gruß Peter

  • Wenn starke Völker vorhanden sind, gibt es kaum Krankheiten! Was nutzt das Wissen um welche Krankheit es sich handelt, wenn keine Medikamente zur Behandlung zugelassen sind?


    -ohne Worte-


    Sag mal,...: Was macht die Tracheenmilbe eigentlich? Gibt's die noch? Oder werden unsere Bienen nicht mehr so alt, dass sie von ihr dahingerafft werden könnten?


    Die werden bei der Ameisensäurebehandlung gleich mit wegbehandelt.




    Stefan

  • Hallo Peter,


    * Bayer empfielt gegen die Tracheenmilbe -> Ameisensäure
    * Hohenheim attestiert den 'alternativen Behandlungsmethoden' Thymol und Ameisensäure eine Wirksamkeit gegen die Tracheenmilbe


    wen wunderts, dass man hierzulande nicht viel davon sieht? (Außerdem sind unsere Augen vermutlich nicht darauf geschult. Was man nicht kennt, sieht man auch nicht, wenn es doch auftritt)


    Gruß
    Ludger

  • Stimmt

    Zitat

    (Außerdem sind unsere Augen vermutlich nicht darauf geschult. Was man nicht kennt, sieht man auch nicht, wenn es doch auftritt)


    Zumal die Tracheenmilbe mit ihren 0,1mm Körperlänge nur von seeeeehr geschulten Augen wahrgenommen werden kann. Ausserdem muss man sie erst einmal aus den Tracheen freipräparieren.
    Aber es stimmt, seit der Behandlung mit AS gegen die Varroa ist die Tracheenmilbe in den Hintergrund gerückt.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo Ludger,


    hast schon recht, Säure drauf, Milben weg! Aber wenn einer ohne Säuren und "alternative Behandlungsmethoden" imkern will, wie kann der die unterschiedlichen Milben und ihre Schadensbilder voneinander unterscheiden? Was hat man vor fünfzig (?) Jahren gegen die Tracheenmilbe unternommen?


    LG Peter

  • Kuden-Imker : Ich bin ja kein Bienenpathologe, habe nur zusammen getragen, was ich so gelernt habe. In Kirchhain sagt Martine Meixner, dass die Ruhr nur unter dem Mikroskop zu bestimmen ist. Sieht ansonsten aus wie bei Nosema. Muss mal gucken, wie ich das einfüge.
    Bernhard : füge ich ein
    drmo1 : Es geht nur um die Diagnose. Die Gegenmaßnahmen habe ich nicht aufgenommen, weil das wieder viel Platz schlucken würde. Grafik zu verwirrend. Wer aber schon mal eine Einschätzung hat, um was es sich handeln könnte, kann sich dann über die Gegenmaßnahmen informieren. Nicht immer sind es Medikamente, manchmal geht es auch darum, den Standort zu verändern oder die Betriebsweise... Natürlich ersetzt so eine Grafik nicht die Beratung durch einen erfahreren Imker. "Im Zweifel fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker."
    Es soll nur eine Handreichung sein.

  • Hallo Peter,


    Was hat man vor fünfzig (?) Jahren gegen die Tracheenmilbe unternommen?


    Ist zwar keine 50 Jahr her, stammt aber aus einer Zeit in der die Varroa noch keine allgemeine Verbreitung fand.


    Nach Friedrich Karl Böttcher, "Bienenzucht als Erwerb", 4. Auflage 1981: Dauerbegasung mit Senföl (2 Masseprozent Senföl, 98 Masseprozent Methylalkohol) über einen Verdungster (Flasche mit Docht). Oder wiederholt mit "Folbex" beräuchern, dabei verglimmt ein Streifen von dem Zeug in der verschlossenen Beute. Behandlung 8 mal im Wochenrhythmus. "Jedoch ist das Mittel [...] aus gesundheitlichen Gründen aus dem Verkehr gezogen. [...] Voraussichtlich wird dafür das Präparat "Folbex-forte" anzuwenden sein."


    Folbex-forte ist wohl unter dem Namen Folbex VA (Wirkstoff Isopropyl-4,4-dibrombenzilat) in den Handel gekommen, der Studie von Ritter und Perschil nach als Varroamittel.