Übertriebene Schlagzeile oder doch die Wahrheit?


  • Das einzigste was mein Kollege und ich anders gemacht haben ist, dass wir ca. 3-4 Wochen später mit der ersten AS Behandlung begonnen haben.... ca. Mitte/Ende August.


    Wovor man letztes Jahr ausdrücklich gewarnt hat :wink: Eher früher als später behandeln war die Devise.

  • Ich schon. Ich habe auch so gut wie keine Verluste. Wenn der Varroadruck größer als normal ist, werde ich auch heuer früher als normal behandeln. Dass bedeutet jedoch nicht, dass ich nachher nichts mehr mache.

  • Ich habe am eigenen Stand mit 15 Völkern bisher keine Verluste. Ich habe abweichend von den Vorjahren keine TBE gemacht, sondern eine OS-Blockbedampfung im Juli. 3 Völker musste ich bereits Anfang Juni behandeln, da sie am Zusammenbrechen waren, diese wurden mit Bruthyperthermie kombiniert mit OS-Bedampfung am gleichen Tag behandelt. Am Jahresende habe ich alle Völker 2x mit OS bedampft, Abstand 14 Tage. Die Fallzahlen der Doppelbedampfung habe ich genutzt, die maximal mögliche Restmilbenzahl zu berechnen, was bei 3 Völkern zu einer 3. OS-Bedampfung Anlass gegeben hat. Ziel dieser Aktion war es, die Restmilbenzahl sicher unter 50 zu drücken.
    Was soll ich sagen, alle Völker leben, wenn auch einzelne schwach sind. 1 Volk macht merkwürdige Geräusche, vielleicht ist es weisellos.
    Meine Meinung: Die berichteten vielen Verluste liegen an den zwar offiziell zugelassenen aber unzuverlässigen Bekämpfungsmethoden. AS schädigt die Bienen, dagegen kommt die Milbe immer besser mit ihr klar. OS flüssig kann nur einmal gegeben werden, weil die Bienen geschädigt werden. Thymol ist unzuverlässig. Milchsäure wirkt schlecht.
    Meiner Meinung nach sollten die Bieneninstitute endlich daran herangehen, die OS-Bedampfung zu legalisieren. Dieses Verfahren ist bei Brutfreiheit hochwirksam und schädigt die Bienen nicht merklich. Die Arbeitssicherheit ist auch gegeben; jedenfalls sind mir bisher keine dokumentierten Arbeitsunfälle bekannt. Bei Brut erhält man im Sommer mit einer 4-fachen OS-Bedampfung einen hinreichend niedrigen Milbenbefall, wobei diese Behandlung nach meiner Beobachtung im Oktober wiederholt werden sollte.
    Der Königsweg ist jedoch die TBE, weil die Milbe sich daran prinzipiell nicht gewöhnen kann! Hier gilt es, möglichst arbeitsparende Konzepte zu entwickeln. Eine gut ausgeführte TBE im Juli ermöglicht es, die Völker ohne weitere Behandlung bis zur Spätsommerbehandlung zu führen. Eine Überwachung auf Reinvasion muss natürlich erfolgen. Reinvasion habe ich aber noch nicht erlebt.


    Gruß Ralph

  • Ich verwende Nassenheider Verdunster!


    OS Bedampfen machte ich circa fünf Jahre.


    Die Bedampfungszeit, besonders der Bedampfungserfolg und die Sicherheit ist stark vom Verdampfermodell und besonders Beutenabhängig, soweit ich damals Erfahrungen machte.

  • Wir hatten diese Logik nicht geteilt! ;-)


    Dazu wäre allerdings eine Glaskugel erforderlich gewesen, die voraussagt, dass Flugwetter fast bis in den Dezember herrscht. Dass das für die frühzeitig erbrüteten Winterbienen sehr ungünstig war und bei flugstarken Völkern noch so einiges an ungesundem Zeugs in den Beuten gelandet ist, kommt erst jetzt ans Licht.


    Generell auf brutschädigende Behandlungen zu verzichten, wäre der sicherste Weg, den Wetterkapriolen der letzten Jahren Paroli zu bieten.

    Gruß Sven


  • Warum?
    Wir wissen, dass es von der EU gefördert wird, wenn die Bauern ihre Böden pfluglos bearbeiten. Deshalb gehört es jetzt zur "guten fachlichen Praxis", die Vegetation auf solchen Feldern tot zu spritzen. Dafür gibt die EU extra Geld aus!
    ...
    der BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz)


    Der BUND ist neben NABU und WWF einer der verlogensten Heuchlervereine, die es gibt. Will nur niemand was von wissen.


    Aufgrund von EU-RiLi haben BUND, NABU und WWF hier zusammen mit einem Nachbarlandkreis und einem hiesigen Weltmarktführer im Schiffbau hinter verschlossenen Türen einen "Vertrag" unterzeichnet, der die Landwirte aus dem hiesigen LK um 700 - 1000ha landwirtschaftliche Nutzfläche erleichtert. Nur sind die Landwirte erst vor einigen Wochen darüber in Kenntnis gesetzt worden, dass sie bald quasi zwangsenteignet werden, weil sie als Hauptbetroffene oder im Neusprech "Opfer" nicht zu den "Verhandlungen" eingeladen worden sind. Das Machwerk nennt sich "Masterplan Ems"


    http://www.wattenrat.de/2014/0…uchungen-auf-die-zukunft/
    https://www.ndr.de/nachrichten…tig,masterplanems102.html
    http://www.ndr.de/nachrichten/…ten,masterplanems100.html


    Dass diese Aktion eine späte Retourkutsche für die unterwürfige Bundespolitik ggü. der EU ist, sei nur am Rande erwähnt. Aber Hauptsache, man ist Europäer...


    Diese Landwirte werden dadurch gezwungen, sich um die verbleibenden Restflächen zu streiten, oder zu pokern, weil die Flächenpreise steigen werden. Weiterhin werden sie gezwungen sein, auf den mickerigen Restflächen zu spritzen, um auf den bereits durch die EU-Vogelschutzrichtlinien erheblich reduzierten und eingeschränkt nutzbaren Flächen überhaupt noch etwas erwirtschaften zu können, um ein bischen zu verdienen. Sie werden dadurch auch durch die Politik in die Biogasbranche getrieben. Denn sie dürfen ihre eigenen Äcker nicht vor Fraßschäden schützen, weil die Vögel dank der drei Verbände wichtiger sind, als hiesige Agrarprodukte für den Mittagstisch.


    Dass der BUND jetzt ausgerechnet von Bayer verklagt wird, ringt mir nur ein höhnisches Grinsen ab.


    Gruß Andreas

  • Hallo Franz Xaver,
    Herzlichen Dank für die Tipps für die Varroabhandlung übers Jahr. Da habe ich wohl zu wenig für die Reduzierung getan. Dein Konzept funktioniert bei mir bestimmt, da wir im Erzgebirge auch keine Spättracht haben.
    Mfg Wolfgang

  • Hallo Franz Xaver,
    Herzlichen Dank für die Tipps für die Varroabhandlung übers Jahr. Da habe ich wohl zu wenig für die Reduzierung getan. Dein Konzept funktioniert bei mir bestimmt, da wir im Erzgebirge auch keine Spättracht haben.
    Mfg Wolfgang


    Funktioniert bestens wirst sehen!

  • Ich verwende Nassenheider Verdunster!


    Welches Nassenheider Verdunstermodell?


    Zitat


    Die Bedampfungszeit, besonders der Bedampfungserfolg und die Sicherheit ist stark vom Verdampfermodell und besonders Beutenabhängig, soweit ich damals Erfahrungen machte.


    Welches Verdampfermodell verwendest du jetzt, und mit welchen hattest du (schlechte) Erfahrunge mit welchen Beuten gemacht?


    Danke,
    Robert

  • Hallo @ honigmayerhofer
    Welches Modell des Nasseheiders verwendest du? Kann deinem Konzept nur zustimmen. Ich mache es ähnlich. Hatte die letzten 3 Jahre kein Volk verloren. Dieses Jahr ist eins ausgefallen. Bis jetzt hatte ich mit der Schwammtuchmethode die Behandlung gemacht. Allerdings hab ich da was entdeckt was nen Nachteil der Methode ist und stelle dieses Jahr auch auf Nasseheider horizontal um.