Abstandhalter

  • Welche Abstandhalter sind am besten (ja, ich weiß das man das nicht so sagen kann... oder haben zumindest die meisten Vorteile) wenn man wandern will? Und gerade erst neu anfängt, und den Vorteil hat, sich alles raussuchen zu können? Insbesondere in Hinblick auf einfaches Arbeiten und wenig gequetschte Bienen? Bei den Bienenbeuten die es im Netz gibt scheinen die Rähmchen alle das Hoffmannsystem zu haben, ich schätze weil sich das am billigsten produzieren lässt, wenn man nicht noch Nägel einschlagen muß.
    Vielen Dank für Eure Meinungen.

  • Hallo Chrisso,


    ich kann hier nur meine persönlichen Erfahrungen sowohl mit Hoffmann-Seitenteilen als auch mit Polsternägeln darstellen. Ich habe in einer Berufsimkerei gearbeitet, die sich in der Umstellung von Zander (Hoffmann) auf Dadant (Nägel) befand. Wir sind sehr viel gewandert, so dass ich reichlich Gelegenheit hatte, beide Systeme im Einsatz zu beobachten.


    Die Hoffmann-Seitenteile machen natürlich erstmal(!) weniger Arbeit, weil man die Rähmchen fertig kaufen kann. Ansonsten muss man halt in jedes Rähmchen 4 Nägel einschlagen. Beim Wandern fällt auf, dass die Rähmchen mit Hoffmann-Seitenteilen nach einigen Jahren Einsatz schön propolisiert sind, wodurch sie aneinander kleben und bei der Wanderung im Brutraum kaum etwas verrutschen kann (speziell beim Angepassten Brutraum wichtig). Dies ist aber gleichzeitig einer der großen Nachteile der Hoffmann-ST, denn bei der Routine-Bearbeitung hat man ständig mit den festgepappten Rähmchen zu kämpfen und muss sie jedes Mal unter Kraftaufwand (was auch viel Zeit kostet) auseinander hebeln. Am schlimmsten dabei ist, dass zwischen den Seitenteilen sehr viele Bienen gequetscht werden! Durch das Hebeln bringt man stärkere Unruhe ins Volk als eigentlich nötig wäre, und dann muss zusätzlich noch vermehrt Rauch gegeben werden, um die Bienen möglichst von den Seitenteilen zu vertreiben. Das macht keinen Spaß... Da sind die Rähmchen mit den Polsternägeln meines Erachtens nach sehr viel angenehmer zu bearbeiten. Sie lassen sich wunderbar auf der Metallleiste verschieben, sie kleben überhaupt nicht aneinander, es werden keine Bienen gequetscht, und vor allem bleibt auch der Beespace immer gleich, weil sich nicht im Laufe der Zeit eine mehrere Millimeter dicke Propolis-Schicht zwischen den Abstandshaltern bildet, die regelmäßig abgekratzt werden muss. So hat man also mit den Polsternägeln auch weniger Wildbau zwischen den Rähmchen.


    Ich hoffe, ich konnte damit etwas weiter helfen.


    Gruß, Janina

  • Hallo Janni,
    man sollte aber erwähnen, dass Polsternägel sich gerne lösen und die Verbesserung Schrauben sich verhaken. Polsternägel mit krummen Stiften halten besser, machen aber Probleme beim Einschlagen.


    So ist es
    Remstalimker

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  • Das ist richtig. Stimmt wohl, dass die Nägel sich nach einiger Zeit ablösen. Da bei uns die Umstellung noch in vollem Gange war, weiß ich noch nicht, wie sie sich nach einigen Jahren verhalten. Nägel mit kummem Stift kenne ich nicht, ist vielleicht interessant. Auch mit Schrauben habe ich keine Erfahrung. Was ist gemeint mit "sich verhaken"? Woran verhaken sie sich?


    Gruß, Janina

  • Arbeitest Du mit Holz- oder Kunststoffbeuten?
    Ich frage, weil ich mir über die verschiedenen Abstandhalter auch noch nicht ganz einig bin. Teilweise waren Metallbügel an den Seitenteilen meiner Gebrauchtrahmen, teilweise Polsternägel, dann waren welche mit Kunststoffröhrchen am Oberträger dabei, es hatte mir alles irgendwie nicht zugesagt, wobei ich den Bügeln den Vorzug geben würde. Hoffmann-Rähmchen u.U. auch, bislang bin ich mit denen gut klargekommen - den oberen Abschnitt kann man nach unten zusätzlich tapern, aber dann haben sie unten evtl. wieder zuviel Luft und bewegen sich, werden dafür aber nicht durchgehend verkittet...


    Um es mal zu versuchen, habe ich mir Kreuzklemmen und alternativ Schienen mit festen Abstandskerben besorgt, ich meine, dass die im Forum als "Rechen" bezeichnet werden. Ich weiß aus dem Ärmel aber nicht, ob die für alle Zargentypen/Rahmenarten passen, es gibt sie in verschiedener Aufteilung. Muss man also abzählen, für welche Zarge man sie nimmt. Und deshalb auch die Frage nach dem Beutenmaterial, denn diese "Rechen" werden von innen an die Seitenwand genagelt, was es für Kunststoff ausschließt. Dass es verzinktes Blech ist, ist evtl. ein zusätzliches KO-Kriterium.


    Gruß Andreas

  • Hallo Janni, verwendet man als Abstandhalter Schrauben verhaken die sich mit den Köpfen. Wenn bei den Polsternägeln die Stifte krumm sind, dann halten sie. Ich musste mal einen Teil wieder ziehen und dann waren die Stifte krumm. Wieder eingenagelt halten die.
    Remstalimker

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  • Ich habe seit Beginn Hofmann-Rähmchen. aber dieses daunde verkitten nervt doch ganz schön. Ich nagel Doppelspitzrundbügel - http://www.holtermann-shop.de/…gory/abstandregelung.html - wechselnd auf die beiden glatten Seiten, so dass es egal ist, wie man das Rähmchen anfasst und dreht weil immer die Abstände stimmen. Kein Verkitten und kein Kraftaufwand beim Ziehen. Somit auch Ruhe für die Bienen.
    Zum Nageln gibt es ein HIlfsgerät, das ich mich etwas angepasst habe. Natürlich kostete es etwas Zeit.
    MbG
    Wolfgang

    "Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." (v. Sören Kierkegaard)

  • ...verwendet man als Abstandhalter Schrauben verhaken die sich mit den Köpfen...


    Beim Drohn verhakt sich bei diesem System nix. Wie auch?:eek:
    Der Edelstahlschraubenkopf stößt nur an Holz an und doch nicht an eine Schraube.
    Es ist dem Drohn seiner Meinung nach das beste Abstandshaltersystem, weil mit diesem System auch Drohnenrähmchen auf den exakt richtigen Abstand gebracht werden können für den Anfänger.
    Die Polsternägel ziehen sich und der Abstand passt nicht, selbst bei Arbeiterinnenbau.


    dD

  • Nur Schrauben.
    Der richtige Abstand wird mit Hilfe eines Anschlags beim Einschrauben hergestellt.
    Anschlag auf Seitenträger legen und Schrauben eindrehen bis sie auf Anschlag anliegen. Fertig ist der Abstand.
    Für Drohnenrähmchen einfach einen stärkeren Anschlag verwenden.


    dD

  • Oh, schon wieder der Drohn der glaubt, dass er alles besser weiß.:lol: Beim kleinsten Verkannten bleiben die unteren Schrauben am Oberträger hängen. Die Doppelspitzrundbügel gehen auch gerne raus. Außerdem machen die nur bei DN Sinn. Sonst ist der Wabenabstand zu groß. Für die Drohnenwaben sind sie gut.


    Remstalimker

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  • ...Beim kleinsten Verkannten bleiben die unteren Schrauben am Oberträger hängen...


    Welche untere Schrauben:confused:
    Da gibt es keine Schrauben, weder an Unter- noch an Oberträgern.
    Die Schrauben sitzen an den Seitenträgern ganz oben und im oberen Drittel.
    Bei breiten Oberträgern kippen auch keine Waben.


    dD

  • Zitat

    Warum nur bei DN? Ick steh im Moment auf`m Rohr

    Weil da der Oberträger schmäler ist. Bei modifizierten Rähmchen sind es 28 + 10 das sind doch gleich, rechen - 38 Millimeter. Jetzt runter vom Rohr.
    Drohn

    Zitat

    Da gibt es keine Schrauben, weder an Unter- noch an Oberträgern.

    Dann sind sie halt bei dir an den Seitenschenkeln. Der gleiche Krampf. Beim Schleuder der gleiche Ärger.. Immer bleiben die Schrauben am Gitter oder den Haltern der Radialschleuder hängen. Ein Riesensch............. :oops:


    Remstalimker

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