Wie führt man ein ausgewintertes Miniplus

  • Hallo zusammen,



    ich dachte mir das es evtl. eine Frage sein könnte, die mehr interessiert, daher schreib ich sie mal öffentlich.


    Meine Frage ist folgendes, ich hab 4 überwinterte Miniplus, 2 4 Zarger und 2 3 Zarger.
    jetzt Frage ich mich, wie führe ich die Minis bis Ende Mai weiter?
    Gefühlsmässig hätte ich gesagt, ich nehme Anfang April alles bis auf 2 Zargen weg, nehme Pollenbretter raus falls vorhanden und setze dann eine Zarge mit Mittelwände auf.
    Und dann wird ganz normal erweitert bei Bedarf. 8 Tage bevor die Einheiten für die Belegstelle erstellt werden, würde ich dann die Königin raus fangen um möglichst viele verdeckelte Waben zu haben.
    so zumindest mein Gedanke?


    Aber ich vermute dass ich schon wieder irgendwo einen Denkfehler hab 😉


    viele Grüße,


    Maxikaner

  • Hallo,


    ich nehme alles was weg muss raus (alte Waben, Pollen, überschüssiges Futter, leere Waben). Da dürfte dann nicht viel mehr als 2 Zargen übrig bleiben. Wie Du schreibst, MW oben drauf, je nach dem wie viele sie brauchen bis zur Zucht. 9 oder 10 Tage bevor die Kö aus der Zucht schlüpfen, sperre ich die alte Kö auf die unterste Zarge, ASG drauf. Oben ist dann alles verdeckelt. Diese verdeckelsten werden dann entweder mit schlupfreifer Zelle oder geschlüpfter Kö auf einzelne Begattungseinheiten aufgeteilt.


    Die Kö in der zurückbleibenden Zarge bekommt wieder eine Zarge mit MW drauf, die für eine spätere Zucht oder andere Zwecke verwendet werden (Bienenmasse zur Einwinterung, für Kunstschwärme, usw.). Somit braucht nicht von den Wirtschaftsvölkern geschröpft zu werden.

  • Die Kö in der zurückbleibenden Zarge bekommt wieder eine Zarge mit MW drauf, die für eine spätere Zucht oder andere Zwecke verwendet werden (Bienenmasse zur Einwinterung, für Kunstschwärme, usw.). Somit braucht nicht von den Wirtschaftsvölkern geschröpft zu werden.


    Danke, ja super so mach ich es auch....

    Nur wir Imker können funktionierende Varroa Abwehr schaffen, sicher nicht die Chemie

  • Zu spät eingeengt, zu spät aufgesetzt.


    Hi Fux,


    beim 2. mal lesen habe ich verstanden was du meinst.
    Ich enge selbstverständlich Mitte März ein wenn ich den Überwinterten Völkern auch die 2 Targe wegnehm.


    Habe mich da mit der Zeitangabe etwas verhaut.



    Marcus


    Danke für den Hinweis, jedoch habe ich ja auch geschrieben, das dieses Thema mehr interessieren könnte, daher habe ich es gepostet. Ich könnte auch direkt bei einigen befreundeten Imker nachfragen die seit mehreren Jahren mit Miniplus Imkern und hätte dann eine Antwort, jedoch nur für mich.


    @ Günther vielen Dank für die einzig brauchbare Antwort! Da soll nochmal einer sagen, die Österreicher versteht man schlecht :wink:


    Viele Grüße,


    Maxikaner

  • Mach es so, dass du die unteren leeren Zargen wegnimmst.
    Pass auf, dass du genügend Futter hast.
    Minis sind schnell verhungert, besonders wenn diese stark sind.
    Setz bald auf, besser zu früh als zu spät.
    Sonst gibt es schnell mal Schwärme.
    8 Tage vor der Ablegerbildung die Königin unters ASG.
    Ja, ich nehme auch für Minis ASG für diesen besonderen Fall.
    Ich hab noch vergessen, dass ich die Minis ausgleiche schon relativ früh, damit die Völkerführung einheitlicher ist.
    Auch gibt es dann weniger Schwärme.

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Wie wird denn eigentlich


    diese so genannte "Überwinterungszarge" (Beispiel gibt's hier )
    in das MiniPlus-Konzept integriert?


    Überwintert werden kann doch auch mit den würfelförmigen Zargen im Turm?


    Ist diese große, liegende Zarge also eine alternative oder eine ergänzende Betriebsweise mit MiniPlus?


    Gruß
    hornet

  • Wie wird denn eigentlich
    diese so genannte "Überwinterungszarge" (Beispiel gibt's hier )
    in das MiniPlus-Konzept integriert?
    Überwintert werden kann doch auch mit den würfelförmigen Zargen im Turm?
    Ist diese große, liegende Zarge also eine alternative oder eine ergänzende Betriebsweise mit MiniPlus?
    Gruß hornet


    Das ist eher eine ergänzende Betriebsweise. Allerdings braucht man auch hier wenigstens 2 Zargen. Durch die "kompaktheit" sollen die Überwinterungsergebnisse besser sein. Als Begattungseinheiten sind die Dinger ,finde ich jedenfalls, zu groß. Dann müßte man doch wieder in "normale" umsetzen. Das Konterkariert die MP-Betriebsweise jedoch wieder.
    Bei mir hat das Überwintern mit 4 "normalen" MP-Zargen auch immer geklappt.:daumen:

    Grüße, Horst -- Wer nichts macht, kann nie etwas richtig machen. --

  • Hallo Hornet,


    mir hat das der Wagner so erklärt, dass man im Spätsommer 4 Minis in zwei solcher Zargen zusammen steckt. Diese werden dann aufgefüttert. Im Frühling entnimmt man dann eine Zarge und erweitert dann anschließend mit neuen Zargen / MW. Zum start der Saison wird dann auf die minis aufgeteilt.


    Aus der Praxis kann ich dir das noch nicht sagen. Habe drei große Zargen plus ein paar Minis in der Garage stehen. Den Rest weiß ich im nächsten Jahr um diese Zeit ;-)


    Gruß
    Frank

  • Als Begattungseinheiten sind die Dinger ,finde ich jedenfalls, zu groß. Dann müßte man doch wieder in "normale" umsetzen. ...


    Nicht umbedingt. Die gibt es auch für die Königinnenzucht mit Trennbrett in der Mitte plus zwei Ausfluglöchern.


    Gruß
    Frank

  • Nicht umbedingt. Die gibt es auch für die Königinnenzucht mit Trennbrett in der Mitte plus zwei Ausfluglöchern.


    Gruß Frank


    ...ist schon klar. Aber dann habe ich von den MP`s schon wieder verschiedene Größen rumstehen. Will damit sagen, im Zuge einer rationellen Imkerei, entweder das "Große" oder das "Normale". Die Hin- und her setzerei bringt nur eines, mehr Material und mehr Verkäufe des Händlers.:roll:

    Grüße, Horst -- Wer nichts macht, kann nie etwas richtig machen. --

  • Sowas extra zum überwintern anzuschaffen mach keinen Sinn, das geht, wie richtig geschrieben wurde, mit den normalen Mini Plus genau so gut.


    Aber die länglichen Dinger haben einen riesigen Vorteil:
    Man kann da insgesamt 13 Waben in eine Zarge hängen. Wenn ich da jezte 3 Schiede rein mache und eine Wabe dafür weg lasse, dann kriege ich aus einem Kasten 4 Begattundsvölkchen mit je 3 Waben. Das ist von der Wabenfläche viel mehr als ein Apidea zu bieten hat, ist aber in Summe kleiner als wenn ich 4 normale Minis auf die Belegstelle fahren würde.


    Auf jeder Beutenseite ein Flugloch, fertig.



    Ich hab mehrere davon laufen, für mich perfekt. Lässt sich noch gut tragen und hat trotzdem relativ viel Brutfläche für ein Begattungskästchen.