Kirschessigfliege Drosophila suzukii

  • Hallo Helmut,
    ich reg mich nicht auf.
    Ich hatte nur gehofft, wenn der Drohn und ich zufällig auf der gleichen Veranstaltung waren, wir auch verständlich darüber reden können.
    Klappt einfach nicht.
    Gruß Norbert Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • ich war ja auch dort


    Die KEF wird alles was bisher da war auf den Kopf stellen


    Die ganz Große Angst geht um. So wohl bei uns Imker aber noch viel schlimmer bei den Obstbauern und Winzern.


    Es ist illusorisch, dass die Rodungen Abhilfe schaffen können
    genauso illusorisch wird die Bekämpfung mit Insektiziden sein
    beim Wein wird das alle Nützlinge mit ins Grab nehmen und beim Obst wird der Verbraucher es regeln


    Ich war auch in Offenburg hab mir 8 Stunden lang exzellentes Fachwissen angehört


    Die KEF wird wie gesagt alles bisher da gewesene auf den Kopf stelle


    Ganz neue Wege sind gefragt


    Was ich mich aber hier speziell frage ist, warum werden die Schädlinge Weltweit verschleppt und ihre Gegenspieler, also die Nützlinge nicht?


    Doch das gehört eher an den Rand der ganzen Diskussion


    Wallners Vergleich mit der Varroa hat was und zeigt vielleicht den Ausweg

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Ja. Und deswegen müssen wir die Bienen auch überall hinstellen und überall mit den Landwirten arbeiten. Auch wenn das schmerzlich ist und Arbeit bedeutet. Reden, telefonieren, informieren. Miteinander sprechen. :eek:


    Die meisten Imker geben sich und die Bienen ja auf, produzieren keinen Honig mehr (30 kg pro Volk), machen zwei-drei Krüppelableger, die zum Ende des Sommers verkaufen. Ist doch egal. Oder sie ziehen weg, in das Bienenparadies, in die Stadt oder in Naturschutzgebiete. Nach mir die Sintflut!


    Wir müssen mitten rein in die Hölle! Am Rande hier und da ein paar Löschversuche starten, das bringt nix.

  • Wir müssen mitten rein in die Hölle! Am Rande hier und da ein paar Löschversuche starten, das bringt nix.


    Es bringt schon was, es vorsichtig vom Rande dessen, was geht her zu versuchen und wenn es klappt, das Erfolgsrezept zu kommunizieren und dann damit in die Breite zu gehen. Wenn es weiterhin nur um Rechthaberei, dicke Hose und den eigenen Honigkübel geht, dann eben nicht. Bei den Landwirten sehe ich eine existenzbedrohende Lage in der Breite und einen ziemlichen Schulterschluss, bei den Imkern ist die Lage ähnlich, die Reaktion darauf aber nur viel heiße Luft, die sobald es um die eigenen Belange geht, zudem blitzschnell verpufft. Feindbilder, Nebelkerzenwerfer mit Doktortitel in den eigenen Reihen, viel 'Meinung'. Der klassische Imker ist ein Auslaufmodell, zu der PSM-Front kommen jetzt noch die Trendimker, von denen sich einige auch noch gebauchpinselt fühlen. Ich rede mit meinem Landwirt, aber wenn ich sehe, wie sich andere Imker wegen eines Standplatzes im Raps anbiedern, da hat man schlicht keinen Hebel mehr. Wenn er sich verhält wie ein richtiger Arsch (angenommen), dann kann ich zwar sagen, 'bestäub deinen Raps in Zukunft doch selber!' und dann springt da so'n Cleverle ein und füllt die Lücke für lau, und sitzt dann später hier auf dem Markt und unterbieten mich immer um genau 50€. Und mit der Brut willst Du antreten um die Welt zu retten?


    Fragende Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Hier kriegt keiner mehr den Hintern hoch und wandert in den Raps. Ich habe meinerseits die Kooperation gesucht und eine Anzeige im Landwirtschaftsblatt eingestellt. Danach stand für ein paar Tage das Telefon nicht mehr still. Mir sind insgesamt 1.000 Hektar Raps von den Landwirten angeboten worden, sie haben händeringend nach Imkern gesucht. Bei fünf Völkern pro Hektar wären da eigentlich 5.000 Bienenvölker notwendig. Bei uns kommen sogar die holländischen Imker mit ihren Bienen nach Deutschland und bestäuben hier den Raps in den großen Betrieben und bei einem Saatgutvermehrer.


    Hier steht auch keiner mehr auf dem Markt! Siehe mein Posting von heute in einem Nachbarthread.


    Die Welt retten, das will ich gar nicht. Mir würde es schon reichen, wenn sich hier regional was Positives entwickelt. Du machst einen Schritt vor, und wirst fünf Schritte nach hinten geworfen.


    Die Meisten verkriechen sich in ihren Löchern und sind froh, wenn sie sich um nix kümmern müssen. Und wenn sie mal gerade nicht von Völkerverlusten betroffen sind.