Kirschessigfliege Drosophila suzukii

  • Und genau das kann der Drohn nicht verstehen, dass das Problem auf die leichte Schulter genommen wird.


    Du vergisst dabei, dass das Thema Kirschessigfliegen bei den Allermeisten noch nicht mal ein Thema ist, geschweige denn als Problem wahrgenommen werden kann. Dazu ist das Thema doch noch viel zu neu und bisher zum Glück noch zu regional.
    Hier in meiner Gegend hat man bestenfalls den Namen schon mal gehört und auch da nur die Imker, die entsprechende Fachzeitschriften lesen - das tut aber bestimmt nur die sowieso schon engagiertere Minderheit.


    Für mich selbst, weit im Osten und damit bisher noch weit weg von der Problematik war das bisher auch noch kein Thema, obwohl ich immerhin ab und zu nebenbei mal was mitbekommen habe (Imkerzeitschrift, hier im Forum).


    Erst heute, übrigens mit dem Beitrag von Eisvogel, ist es mir klar geworden, dass es vielleicht doch problematisch werden könnte, nicht nur für den Honig.


    Etwas, was man gar nicht direkt ändern kann, erst mal positiv sehen als gleich schwarz zu malen hat übrigens nichts, aber auch gar nichts mit "Problem auf die leichte Schulter nehmen" zu tun. Immerhin hat es mir geholfen, nun gleich die richtigen Infos für den Einstieg von Eisvogel zu erhalten.


    Konkrete Infos wie die seinen helfen weiter, nicht erhobene Finger und düsteres Drumherumreden.


    Gruß
    hornet

  • Hallo Norbert,


    Sie hat nämlich den falschen Namen. Die erste Frucht die sie befällt ist zwar die Kirsche, aber danach werden bis zur Weinlese noch einer Reihe von Früchten reif, die von diesem Schädling befallen werden, und ggf. einen süßen Saft abgeben.


    Woher kommt die Fliege denn ursprünglich? Dort gibts jetzt keine Früchte mehr, weil die Fliegen alles vernichteten?


    Vielleicht hilft uns UND den Obst- und Weinbauern diese kalte und verregnete Frühjahr.


    Wie wird denn im Ursprungsland bekämpft?


    ... um weitergehende Maßnahmen. So gab es z.B. schon Rodung der Waldränder mit alten Wildkirschenbäumen, Rodung wilder Brombeerbestände, Rodung von Holunder etc. etc. Und was bleibt für unsere Bienen?


    Das ist mal wieder die typisch deutsche Vorgehensweise, egal um welchen Keim/Erreger/Schädling es sich handelt. Man sollte lieber mal nachforschen, an welche Früchte die Fliegen vorzugsweise gehen. Nur weil diese noch gesund ausschauen, heißt das nicht, dass sie es auch sind.


    Für die Bienen wirds bald nix mehr geben, außer vergifteten Raps. Aber das ist ja besser als nix :p.


    Gruß Sven

  • Also am 20. Februar dieses Jahres war in Offenburg ein großes internationales Kirschessigsymposium


    Ich war dort! 8 Stunden geballtes Wissen. Es gab Berichte aus den USA, Frankreich, Italien und der Schweiz


    um es mal auf einen kleinen Punkt zu bringen


    mit Neonics wird man sie nicht in den Griff bekommen. Eigentlich nur mit Einnetzen. Beim Wein haben bestimmte Traubensorten ein Problem. Die andern nur. wenn die Trauben eh schon Risse haben. Das ist nicht jedes Jahr der Fall. Es gab die "kezerische" Frage was wäre 2014 ohne die KEF im Weinbau passiert?


    Die normale Essigfliege wäre schon ein großes Problem geworden. Daraufhin gab es ein großes Raunen unter den fast 800 Anwesenden.


    Es ist halt so, dass hier die große Angst um geht. Und mit der Angst lässt sich gut Geld machen. Vor allem mit der Chemie. So wars ja auch mit dem Maiswurzelbohrer


    Ich selber bin aber sehr optimistisch


    Denn der Verbraucher wird (längerfristig) dafür sorgen, dass die KEF nicht mit der chemischen Keule gelöst wird.


    Denn wer bitte will schon Himbeeren essen, die am Tag davor gespritzt wurden?


    Also wird man nur noch zu den Bauern gehen und einkaufen, wo die Netze hängen! Das wird auch EDEKA und co irgend wann so machen


    So ist es zur Zeit in Süd-Tirol, wo die KEF schon länger zu Hause ist.

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Hi Toyota,


    habe dich lange nicht so optimistisch gelesen. Also Daumen drücken, dass du Recht behältst. Und TOP Einsatz in Sachen Informationssammlung und Weitervermittlung hier. Herzliches Danke dafür!


    Gruß
    Ludger

  • Haste gärigen Honig in n Tee gerührt :confused:

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • die klassische Essigfliege lässt sich von der Kirschessigfliege auf den ersten Blick nicht unterscheiden.


    Nur die Männchen


    sie haben schwarze Punkte in den Flügeln


    Erst bei starker Vergrößerung kann man die Sägevorrichtung am Stachelapperat erkennen.


    http://www.br.de/mediathek/vid…ege-gefahr-asien-100.html

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!