Robinienfrage

  • Hallo, ich habe eine Menge junger Robinien, die ich in der Landschaft und auf meinem Grund verteilen möchte.
    Weiss jemand, wie man am besten Robinien vermehrt? Ich denke, jetzt ist die Zeit.


    Gibt es irgendwo eine Schrift über die Honigleistung der einzelnen Robiniensorten?


    Ich hab nur dies gefunden.
    http://www.waldwissen.net/wald…robinie_wachstum/index_DE


    Darin geht es um Biomasse, aber Honig bzw. Nektar zählen die nicht zur Biomasse.

  • Hallo, ich habe eine Menge junger Robinien, die ich in der Landschaft und auf meinem Grund verteilen möchte.


    Schön, das Du wieder da bist! Was machen Deine Bienen? Hast Du Dir schön was zu der Milbe reingezogen, das Du schon wieder Fragen stellst?


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Bei den Preisen lohnt sich selbst ziehen wohl nicht.


    Sonst wie Weide über Stecklinge vermehren.


    Naja, ich hab ja selbts genug junge Ausschläge zustehen. Es gibt aber unterschiedlich ertragsstarke Sorten, darum wollte ich mal fragen. Nun nehme ich einfach, was ich habe, trenne die mit ca 20 zm Wurzel vom Strang ab, und buddel die ein. Mal sehen, was wird.


  • ...Honigleistung der einzelnen Robiniensorten?


    Hallo Debora,


    Es ist in der Tat nicht so leicht zu diesem Thema was zu finden. Die meisten Artikel betreffen das forstwirtschaftliche Interesse und die Wertigkeit des Nutzholzes (gerader Wuchs).
    Bekannte Klone etwa Nyirsegi und Ulloi.


    Vor Jahren hab ich mich mal folgende Notizen zu den besten Klonen aus Imkerperspektive gemacht:


    DEBRECENI-2 : starke Nektarproduktion, blüht 10-15 Tage nach der gemeinen Robinie


    MATYUSI 1-3 : Selektion ebenfalls wegen der Nektarproduktion. Blühbeginn ist etwa 10 Tage nach der gemeinen Robinie.
    Der Nektar enthält eine starke Konzentration an Zucker. Weiterhin ist sie wegen des schönen Erscheinungsbilds ein Zierbaum.


    ROZSZSZIN AC : Vom imkerlichen Interesse aus gesehen, eine der besten Selektionen. Die Blüten sind rosa, in dichten Trauben und erscheinen eine Woche nach denen der gemeinen Robinie. Der Nektar ist sehr zuckerhaltig.


    In Frankreich ist die Sorte Pusztavacs (Herkunft Ungarn) im Handel erhältlich.


    Ausprobiert hab ich sie nicht-Platzmangel !-, aber ein Kollege ist sehr zufrieden damit.


    Besagte Klone sind auch deswegen von Interesse, weil sie auf weniger geeigneten trockenen, schweren usw. Böden, wo ihre Entwicklung
    etwas zurückbleibt, blühen, und so etwas zur Tracht als auch zur landschaftlichen Gestaltung beitragen können.


    LG, Norbert

    "Unmöglich", sagte der Stolz. "Riskant", sagte die Erfahrung. "Sinnlos", sagte die Vernunft. "Probier's doch aus", flüsterte das Herz.

  • Hallo Debora,


    Norbert bringt da einen wichtigen Aspekt für deine Überlegungen. Er spricht verschiedene Klone/Sorten an. Wenn du nicht weist, welche Eigenschaften du in deinen Ablegern vermehrst gehst du insgesamt ein recht hohes Risiko ein, dass du Bäume vermehrst, die nicht optimal für deine Situation geeignet sind.
    Wenn du mit Sämlingen arbeitest, weist du zwar immer noch nicht, welche Eigenschaften diese Sämlinge haben werden, aber es werden sich vermutlich nur die Sämlinge durchsetzen, die zumindest mit deinen Boden- und Klimaverhältnissen zurecht kommen. Wenn da dann ein Baum dazwischen ist, der dir besonders gefällt, kannst du von dem immer noch ein paar Ableger mehr nehmen.
    Wenn also nicht grade die Bäume, von denen du die Ableger nehmen möchtest, dir wirklich gut gefallen, würde ich zu Sämlingen, oder zu Sorten mit bekannten Eigenschaften raten.


    Gruß
    Ludger