Ankauf/Verkauf zur Verwertung von Melizitosewaben

  • Hallo!


    Rückblickend denke ich gerade zurück, welchen Aufwand die Melizitosetracht des Jahres 2013 noch bis ins Jahr 2014 nach sich gezogen hat (Schlepperei beim Abtransport, Probleme beim Schleudern/Sieben, Notwendigkeit der Lagerung, Schlepperei beim Rücktransport mit Zwischenlagerung, Änderung der Betriebsweise aufgrund des reduzierten Rähmchenvorrats und dann noch das Prozedere mit dem Befeuchten und Umtragen lassen und erneutem
    Schleudern). Am liebsten wäre mir gewesen, ich wäre diese ganzen Waben auf einen Schlag losgeworden.


    Da stellt sich mir die Frage, ob es da nicht jemand gibt, der diese Waben (unbebrütet/bebrütet - ganz oder ausgeschnitten) sinnvoll verwertet/ankauft (wie zB Wachsverarbeiter)? Und falls ihr da jemand kennt, was bekommt man dafür bzw. was würdet ihr Euch in Anbetracht des Produktwertes in Relation zu den ersparten Umständen und Aufwänden dafür erwarten?


    LG Max

  • Hallo Drohn!


    Danke für die Antwort ... das macht mich neugierig:


    Wie machst Du das mit dem Transport?
    Sind die Waben ausgeschnitten oder werden Sie mit Rähmchen gekauft und dann zurückgegeben/entsorgt?
    Wie verwertest Du die Waben dann?
    Kannst Du mir eine ungefähre Vorstellung von der Preisgestaltung geben?


    Danke und LG

  • Hallo!


    Rückblickend denke ich gerade zurück, welchen Aufwand die Melizitosetracht des Jahres 2013 noch bis ins Jahr 2014 nach sich gezogen hat (Schlepperei beim Abtransport, Probleme beim Schleudern/Sieben, Notwendigkeit der Lagerung, Schlepperei beim Rücktransport mit Zwischenlagerung, Änderung der Betriebsweise aufgrund des reduzierten Rähmchenvorrats und dann noch das Prozedere mit dem Befeuchten und Umtragen lassen und erneutem
    Schleudern). Am liebsten wäre mir gewesen, ich wäre diese ganzen Waben auf einen Schlag losgeworden.

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    wenn Du von der normalen Ernte und dem Abschleudern aus gehst, ist das ein enorme Mehrarbeit derartigen Honig zu ernten.
    Aber bedenke, dieser Honig ist etwas ganz besonderes. Also für mich zumindest.
    Aus diesem Grund würde ich NIE diese Waben verkaufen, verschenken oder gar vergraben, wie es einige Imkerkollegen raten.
    Ich mache es so - zugegeben es ist eine ernorme Arbeit.
    Waben mit dem Stockmeisel bis auf die MW auskratzen. Die Masse auf einem Lockblech stehen lassen. Geringe Wärme bis 35 Grad ist ok.
    Abtropfen lassen. Dann die Restpampe mittels 'Flotte Lotte' durchpressen. Pampe erneute durch das Lockblech fließen lassen.
    Diesen Tropfhonig abseihen.
    Durch den geringen Kontakt - im Gegensatz zur Schleuder - mit der Luft/Sauerstoff, hat dieser Honig (neben dem etwas kräftigern Geschmack an Wachs) einen sehr hohen Geschmack.
    Wer mit einem entsprechendes Etikett seine Kunden über diese besonderen Honig informiert, kann die Mehrarbeit gut und gerne über den VK wieder reinholen. z.B. 250 g = 8-10 Euro.


    Wenn man Wabenhonig daraus machen will, dann darf keine MW gegeben worden sein.


    Jonas

  • Weniger aufwendig ist es, die Waben zu pressen. Ein handelsübliche Korbpresse (für Obst) ist da gut geeignet. Zu diesem Thema hatten wir hier im Forum schon detaillierte Ausführungen.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Hallo Max


    ich verstehe dein Problem nicht, jeder normale Imker der nicht jedes Jahr eine Melizitosetracht hat, wäre froh wenn er so eine Tracht hätte. Ich hatte in meinem Leben erst 2 Mal den richtigen dunklen Waldhonig und der Honig hat sich auch gut schleudern lassen und wenn man die Waben nicht im Herbst noch ausfressen lassen will, dann sind diese Waben,ein wenig angefeuchtet, im Frühjahr die beste Reizfütterung.
    Entweder du hast zu spät geschleudert, was ich aber nicht glaube, da Melizitosehonig zwar etwas zäher ist aber doch nicht so leicht kandiert. Ich kann mir aber Gut vorstellen das du noch kandierten Frühlingshonig in den Waben hattest, da ist der Rapshonig, besonders widerspenstig.


    Die ausgeschleuderten Waben wird dir wohl keiner abkaufen und die vollen Waben wirst du wohl nicht abgeben. Mach dich mal schlau über die Melizitosetracht und wenn du zu viel Honig hast, den kaufe ich dir zum Freundschaftspreis ab.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Danke für den Hinweis, ich hatte tatsächlich keine Ahnung, habe mich aber gerade schlau gemacht, ich dachte mehr an schwarzen Waldhonig. Wie bezeichnet man den?

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Weniger aufwendig ist es, die Waben zu pressen. Ein handelsübliche Korbpresse (für Obst) ist da gut geeignet. Zu diesem Thema hatten wir hier im Forum schon detaillierte Ausführungen.
    Wolfgang


    Ja geht auch auf diese Weise.


    Mit bleibt da zu viel
    a) im Pressack hängen
    b) kommt mir die 'Sauerei' noch größer vor


    Jonas

  • ..die Waben zu pressen..


    Sorry für die direkte Ansprache:


    mit Verlaub, das stimmt nicht, das haben wir hier schon durchgekaut!


    @Alle: Pressen funzt nicht! Genauso wie wässern!
    Ich der Markus, der Drohn hat es gemacht, ausprobiert!
    Und es funzt nicht!!
    Was sollen diese Tipps hier???
    Ball mal flach halten.


    Danke.


    dD

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von gast058 () aus folgendem Grund: Dreifachzucker!!!

  • Also, normaler Tannenhonig hat einen Melezitosegehalt von etwa 5%, bei Fichtenhonigen kann der Melezitosegehalt zwischen 30-50% liegen, das gibt dann den Zementhonig.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)