Kirschpflaume / Myrobalane

  • Hallo,


    ich habe Steine von Prunus cerasifera erhalten. Leider etwas spät den die müssten ja normalerweise stratifiziert werden. Hat jemnd erfahrung damit ob man die Stratifikation auf 2 Monate zu verkürzen. Aussat wäre dann mitte April. Sollte ja normalerweise mit der Keimung in der Vegitationszeit funktionieren.


    Hat jemand Erfahrungen damit.

  • Frag mal direkt in einer Baumschule nach, die auch Aussaat betreibt. Forstbaumschulen etc findest Du im Internet.
    Ich würde die Kerne einpflanzen und hoffen, dass sie jetzt noch ausreichend "naturstratifiziert" werden. Ggf kannst Du sie auch erst mal in einen Topf pflanzen und diesen bei einem heftigen Frühlingseinbruch im Kühlschrank zwischenparken.


    Bis aus dieser Myrobalane was wird, wird es aber noch länger dauern. Weil die Myrobalane sich großzügig mit der Verwandtschaft kreuzt, weißt Du auch nicht, welche Eigenschaften Deine Pflänzchen haben werden. Es gibt leckere und fade Varianten, verschiedene Farben (bei mir an ein und demselben Baum, der definitiv niemals veredelt wurde), frühere und spätere Blüher. Wenn Du dringend eine Myrobalane möchtest, dann hol Dir eine fertige Pflanze oder schau nach Wurzelausläufern in der Nähe von leckeren Exemplaren.


    Die Marmelade ist zum Reinlegen!


    Gruß von Kikibee

    With lots of room for improvement.

  • Hallo Dada,


    normalerweise funktioniert das gut,
    - die Keimhemmung wird am günstigsten bei Temperaturen etwas über 0 gebrochen
    - ich habe gute Erfahrungen mit Stratifizierung in einer Laubpackung (Obstbaumlaub mit frischem Obstschnitthäcksel gemischt) gemacht - kann aber auch mal schiefgehen (Schimmel)
    - bei der Keimung sollten die Temperaturen nicht zu hoch sein, die Aussaaten eher kühl/schattig stellen


    Wenn es nicht klappt ist nichts verloren, dann können die auch gut nach dem zweiten Winter keimen ....


    viel Glück!

    Gärtnerin mit Hang(garten) zur Selbstversorgung, Informatikerin, neugieriges Gscheidhaferl - 123viele.de

  • Hallo Dada,
    es wäre sicher einfacher sich nach Wurzelausläufern umzusehen. Prunusarten machen massiv Wurzelbrut. Die sind häufig in verwilderten Hecken anzutreffen, da P. cerasifera oft als Veredlungsgrundlage für Zwetschgen verwendet wurde und dann aus den Wurzeln austreibt.
    Alles sicherlich eine Geschmackssache: aber es gibt so viele ursprüngliche Zwetschgensorten aus dem Formenkreis P. domestica ssp. insititia die (im Vergleich zu P. cerasifera) geschmacklich eine Wucht darstellen aber leider nicht mehr angebaut werden und entsprechend selten sind. Warum nicht so eine nehmen - hätte auch einen Naturschutzaspekt zum Erhalt der genet. Zwetschgenvielfalt...


    Schöne Grüße,
    schulbien

  • So


    10 Tage in den Frost.


    Dann den "Stein" knacken. Aufpassen, dass der Fruchtkörper(das was im "Stein" innendrinnen ist) nicht verletzt wird!


    In 0/2 Kies oder Perlite einbringen. Keimung erfolgt zügig bei 18-20°C.


    doc

    Schere das Schaf und töte den Bären. Nie umgekehrt!
    Mongolische Weisheit.

  • Danke für die Antworten meine Pfirsich Unterlagen vermehre ich selber aus den Steinen von kernechten. Deswegen ist mir das mit der keimhemung und stratifizieren schon klar.
    Kirschpflaume wil ich einfach als Frühjahrsblüher haben, für den Fruchtertrag gibt es eigentlich sehr gute Selektionen. Evtl. wird doch mal ne Pflaume drauf veredelt. Es macht aber einfach Spass zu sehen wenn sowas keimt. Viel verloren ist nicht wenn schiefgeht. Ich versuch mal ein Kurzzeitstratifikation von 1,5 bis 2 Monate. Zibarten stehen auch noch auf dem Wunschzettel.