Nikotin... Medizin für Bienen?!

  • Hallo miteinander,


    hier ein interessanter Artikel: "Nikotin kann eine Medizin sein – für Bienen"www.welt.de [18.02.2015]


    Bienen und Hummeln nutzen Giftstoffe als Medizin.


    Gab hier schon mal einen Artikel über eine beobachtete Vorliebe für Nektar mit Koffein und Nikotin.


    Auch der gute Sepp Holzer hat beobachtet, dass Wildtiere "Giftpflanzen" als Medizin verwenden.


    Wieder ein Argument für Vielfalt in der Natur.


    Ich glaub, ich bestell mal eben noch Tabacksamen.

    MfG André

  • Warum sollten Insekten nicht abhängig gemacht werden können - so wie Säugetiere auch?
    Was ist primär? Die Vorliebe für Nikotin oder die Sucht nach nikotinoiden Verbindungen?


    Nikotin ist außerdem für viele Insekten schon in sehr geringer Dosis tödlich.
    Nicht umsonst schützt sich die Tabakpflanze damit gegen Fraßfeinde.

  • hier ein interessanter Artikel: "Nikotin kann eine Medizin sein – für Bienen"www.welt.de [18.02.2015]


    Wobei es in dem Artikel aber nicht nur um Nikotin geht, damit wird nur vor allem Interesse geweckt. Für mich als Imker in einer Gegend, in der keine Tabakfelder existieren, könnten andere Stoffe interessanter sein: da wird z.b. 'Catalpol' genannt. Was könnte das wohl sein (der Name gibt einen Hinweis)...?:roll:
    Bingo: Dieses Zeug ist in Catalpa bignonioides enthalten, also im Trompetenbaum. Aus eigener Anschauung weiß ich, dass sich dieser Baum durch den richtigen Schnitt zu recht üppigen Blüten bringen lässt. Sieht auch hübsch aus. Und laut den Honigmachern auch mit reichem Nektarangebot. Also eine Pflanze, die man vielleicht auch den Nachbarn mit reinem Ziergarten zur Anpflanzung empfehlen kann. Oder in Parks, in denen es mit der Bienenweide-Blühmischung für die Wiese nicht klappt.


    Fuxinstall, ich würde angesichts des Artikels sowie auch aufgrund des gesunden Menschenverstandes einfach mal davon ausgehen, dass die Nikotinkonzentration in Tabakblütennektar für Bestäuberinsekten ungefährlich ist.



    Grüße,
    Robert

  • ...ich würde ... einfach mal davon ausgehen, dass die Nikotinkonzentration in Tabakblütennektar für Bestäuberinsekten ungefährlich ist.


    Das kann sein, muß aber nicht.
    Insbesondere, wenn man bedenkt, dass die Tabakarten in Amerika und Australien heimisch sind, die Europäische Honigbiene jedoch ursprünglich nicht.


    Es verwundert auch nicht, dass irgendwelche Erreger bei geringer Dosierung durch das Gift eher draufgehen als die Insekten.
    Antibiotica wirken prinzipiell auch nicht anders.


    Mich beschleicht aber das ungute Gefühl, dass der Artikel bewußt verharmlosend wirken soll.
    Zumal zumindest im Abstrakt auch wieder nur spekuliert wurde, was wohl alles möglicherweise und vielleicht sein könnte.



    André

  • Nikotin ist außerdem für viele Insekten schon in sehr geringer Dosis tödlich.
    Nicht umsonst schützt sich die Tabakpflanze damit gegen Fraßfeinde.


    Die Tabakpflanze ist n top Mittelchen gegen so manch blattsaugendes Krabbeltier.


    Kenne da n alten Gärtner der hat immer eine in seinem Gewächshaus..

    Carnica und Buckfast in Segeberger Styro DN u. DN 1,5

  • Es


    gibt aber Blattläuse an Tabak! Die haben sogar eine höhere Resistenz gegen "Neonics".


    Sollten wir unsere Bienen wieder, wie früher, mit Zigarre einqualmen?


    Varroa ***** und die Bienen härten gegen PSM ab.


    doc

    Schere das Schaf und töte den Bären. Nie umgekehrt!
    Mongolische Weisheit.

  • Herrscht sowieso Rauchverbot in Gemeinschaftseinrichtungen!!

    "Wer die Leidenschaft als Jugendsünde abtut, degradiert die Vernunft zur Alterserscheinung".
    Hans Kasper

  • Die Tabakpflanze ist n top Mittelchen gegen so manch blattsaugendes Krabbeltier.


    Kenne da n alten Gärtner der hat immer eine in seinem Gewächshaus..


    Hallo Zusammen,


    schon mal nachgedacht was Neonicotinoide sind?


    Neonicotinoide müsste gifte wie E605 ersetzen, die auf die Niktotinrezeptoren wirken. So enthalten Tabakzigaretten immer noch geringe Mengen des Wirkstoffes, der in E605 enthalten war.
    Das Problem jedoch ist, E605 war so Giftig, das es den Beinamen Schwiegermuttergift bekam und das nicht zu Spaß.
    Daher kamen die Neonicotinoide, da kann man Theoretisch einen halben Liter trinken und überlebt das.
    Dass Tabak eine positive Eigenschaft auf Bienen hat, kann ich gar nicht glauben.
    Der Gencode der Biene ist mittlerweile vollständig entschlüsselt, dabei kam heraus dass die Biene 11000 (ich glaube es müssten Chromosomen sein) hat und der Maizwurzelbohrer z.B. 13.000 Chromosomen.
    Wissenschaftler vermuten, dass die fehlende 2000 Chromosomen der Grund ist, warum die Biene sich nicht an die Wirkstoffe von Pflanzengift anpassen kann, wie der Maiswurzelbohrer z.B.
    Keine Pflanze hat Interesse Bienen zu vergiften, also kamen sie nie mit dem Pflanzengift in Kontakt und haben sich evolutionsbedingt nie daran gewöhnt. Daher wird die Biene immer anfällig für Spritzmittel bleiben, egal was man macht.
    Im Gegensatz zu anderen Insekten die schon immer Pflanzen gefressen haben.



    Viele Grüße,


    Maxikaner

  • Pfefferle hat seine Bienen mit Nikotinrauch kurzzeitig betäubt, um seine Begattungseinheiten zu füllen.
    Danach hatten sie die Orientierung auf das Heimatvolk verloren und die Bautätigkeit war überdurchschnittlich.


    Nikotin hat demnach schon eine starke Wirkung auf Bienen.

  • Pfefferle hat seine Bienen mit Nikotinrauch kurzzeitig betäubt, um seine Begattungseinheiten zu füllen.
    Danach hatten sie die Orientierung auf das Heimatvolk verloren und die Bautätigkeit war überdurchschnittlich.


    Nikotin hat demnach schon eine starke Wirkung auf Bienen.


    Wenn du Orientierungslos als positive Eigenschaft bezeichnest, dann weiß ich nicht.


    100 von Threads beschäftigen sich in diesem Forum über die verheerende Wirkung von NeoNICOTINOIEDE, dass die Bienen ihre Orientierung verlieren und in der Botanik verenden.
    Jetzt soll diese Eigenschaft beim Begattungsableger erstellen wieder positiv sein?
    Verrückte Imkerwelt......


    An die überdurchschnittliche Baueigenschaften glaube ich auch nicht wirklich....


    Viele Grüße,



    Max

  • Hallo Mexikaner!

    Zitat

    dabei kam heraus dass die Biene 11000 (ich glaube es müssten Chromosomen sein) hat und der Maizwurzelbohrer z.B. 13.000 Chromosomen.
    Wissenschaftler vermuten, dass die fehlende 2000 Chromosomen der Grund ist, warum die Biene sich

    Es gibt Chromosomenmonster aber auch diese erreichen deine Zahlen bei weitem nicht. Eine Bienen hat 16 Chromosomenpaare, der Drohn nur 16 Chromosomen. Da ich dir nicht sagen will was du meinst, lasse ich das. Ich mag das auch nicht.

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol: