Phacelia - Aussaatzeitpunkt für Blüte ab Ende Juli

  • Meine Nachbarin will für mich ein Hektar Phacelia anbauen. Perfekt wäre es, wenn die Blüte nach Ende der hier üblichen Sommertrachten wäre, d.h. Ende Juli.
    Wann muss dann ungefähr ausgesät werden?


    Danke für Eure Tipps!


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Und auf genügend Feuchtigkeit hoffen, ist manchmal ein bischen kritisch bei Phacelia... Saatmenge 10kg /ha.

    'If you don't have a plan, you become part of somebody else's plan.'
    Terence McKenna

  • Ich hatte im letzten Jahr Phacelia, Ende Juli gesät und von Mitte August bis Ende Oktober geblüht.
    Werde es in diesem Jahr zum selben Zeitpunkt aussähen, aber die Aussaat Fläche vergrößern.
    Der Samenkorn sollte 2 cm tief gesät werden.

  • Ich hatte im letzten Jahr Phacelia, Ende Juli gesät und von Mitte August bis Ende Oktober geblüht.
    Werde es in diesem Jahr zum selben Zeitpunkt aussähen, aber die Aussaat Fläche vergrößern.
    Der Samenkorn sollte 2 cm tief gesät werden.


    Entschuldigung! Es war Mitte September bis Ende Oktober.

  • Vielen Dank!


    Etwas Bedenken hat mir der Hinweis auf die nötige Feuchtigkeit gemacht. Wir haben hier sehr sandige Böden und Mecklenburg ist für seine trockenen Sommer berüchtigt (Das denkt man gar nicht: Das ist hier eine der Regionen in Deutschland mit dem meisten Sonnenstunden im Jahr.)
    Gäbe es da vielleicht eine geeignetere späte Trachtpflanze?


    Eigentlich wollte meine Nachbarin eine Ecke, die etwa einen Hektar groß ist und nur wenige hundert Meter von meinem Bienenstand entfernt ist, mit einer Bienenweidemischung einsägen, weil es dafür Fördermittel gibt. Allerdings liegt die Förderung nur 130 Euro über der Flächenförderung, die sie ohnehin bekommt und sie darf die Fläche 5 Jahre lang nicht umbrechen.
    Weil ich hier von der der Kirsch- bis zur Lindenblüte ohnehin kaum Trachtlücken habe, fand ich eine solche Grundversorgung für die Bienen nicht so spannend. Außerdem schätze ich, dass die Bienen dann die Kornblume links liegen lassen, die aber hier den teuersten Honig liefert.
    Deswegen statt dessen die Idee mit Phacelia.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Wichtig ist, daß zum Zeitpunkt der Keimung genügend Feuchtigkeit da ist. Eigentlich kommt Phacelia auch mit sandigen Böden klar, wächst dann im Zweifelsfalle nicht so üppig.

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    Terence McKenna

  • Perfekt wäre es, wenn die Blüte nach Ende der hier üblichen Sommertrachten wäre, d.h. Ende Juli.


    Wolfgang, denk aber auch an deine Varroa Behandlung. Sofern du den Honig nicht für die Auffütterung nutzen möchtest und schleudern willst, kommst du vermutlich erst Ende August zur Behandlung. Ausser du schleuderst natürlich vorher ab (mit Gefahr des zu hohen Wassergehaltes) und lässt dann den restlich eingetragenen Honig den Bienen.
    Hier würde ich den Varroafall beobachten und anhand dessen evtl. den Aussatzeitpunkt etwas nach vorne verlegen.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Wolfgang, denk aber auch an deine Varroa Behandlung. Sofern du den Honig nicht für die Auffütterung nutzen möchtest und schleudern willst, kommst du vermutlich erst Ende August zur Behandlung. Ausser du schleuderst natürlich vorher ab (mit Gefahr des zu hohen Wassergehaltes) und lässt dann den restlich eingetragenen Honig den Bienen.
    Hier würde ich den Varroafall beobachten und anhand dessen evtl. den Aussatzeitpunkt etwas nach vorne verlegen.


    der Tipp von Markus ist gut, wollte ich Dir auch raten,das muss unbedingt beachtet werden. Rotklee ist auf deinen Böden nicht so Nektarergiebig, aber ein guter Pollenspender, mit etwas Weißklee drunter währe das auch über die geforderte Zeit eine gute Mischung.

    Zitat


    schau mal hab ich von Bernhard.


    Gruß Jürgen



    Gruß Jürgen

  • Ja, das mit der rechtzeitigen Varroabehandlung ist natürlich ein wichtiger Hinweis.
    Weißklee habe ich hier regelmäßig genug. Meine Biobauern wandeln die Ackerflächen regelmäßig in Kleewiesen um.
    Allerdings ist es oft zu trocken für eine Honigernte davon. Sogar Pollen tragen die Bienen von der Kornblume oft mehr ein als vom Weißklee und anderen Kleesorten.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)