Plötzlicher Tod eines Volkes

  • Hallo zusammen.
    ich habe bei einem Ablegervolk eine ganz seltsame Entdeckung gemacht. Da ich bei dem Nachbarvolk schon ein wenig Flugbetrieb bemerkt habe, hab ich vorsichtig mal in das Volk hineingeschaut, und eine erschreckende Entdeckung gemacht. Da drin war alles regungslos still. Da es an diesem Tag, trotz Sonnenschein, noch recht kalt war, beschloss ich zu einem späteren Zeitpunkt nochmal hinein zu sehen. Das hab ich heute gemacht.
    Meine Befürchtung hat sich bestätigt. Alle Bienen sind tot. Allerdings wirklich so, als wären sie vom Blitz getroffen. Es sind noch alle da, auch die Königin. Teilweise hingen sie noch in den Waben, der größte Teil scheint aber einfach heruntergefallen zu sein. Unten auf dem Gitter lag eine große Menge toter Bienen. Futter und so weiter war noch ausreichend da, und das Volk war vorher anscheinend auch stark genug... ich bin ratlos. Das Volk scheint von einer auf die andere Sekunde aus dem Leben gerissen worden zu sein. Anfang des Jahres haben wir noch Oxal gemacht. Da war noch alles OK.
    Hat jemand eine Idee.
    Hier mal ein paar Fotos vom Zustand.
    http://www.bilder-upload.eu/sh…ile=772f85-1423829915.jpg
    http://www.bilder-upload.eu/sh…ile=235ca7-1423829971.jpg
    http://www.bilder-upload.eu/sh…ile=45c2a5-1423830193.jpg
    Viele Grüße,
    Boris

  • Futterabriss: Die Bienen haben zwischen der Wintertraube und dem noch vorhandenen Futter eine Fläche leerer Zellen, die sie aufgrund großer Kälte nicht überwinden können.


    Dafür wäre es typisch, dass viele Bienen mit dem Kopf in den leeren Zellen (Brutnestnah) stecken.

  • OK, das hab ich verstanden. Aber nun stellen sich mir zwei Fragen:
    Warum sind die Bienen nicht an den einen kleinen Teil Futter, der noch auf der besetzten Wabe(auf dem Foto nicht sichtbar) lag gegangen?
    Was kann ich tun, um so etwas zu verhindern? Ich kann ja nicht im tiefsten Winter das Volk auseinanderreißen, und gucken, dass genug Futter in der Nähe der Traube ist.
    Danke schonmal vorab.

  • Hallo an alle,


    boris.henn wenn es schon warm war und die Bienen schon geflogen sind zum Wasserholen, dann haben sie schon angefangen zu Brüten. Wird es dann noch mal richtig kalt, besteht die Gefahr, dass sie auf der Brut sitzen bleiben und vom Futter abreißen. Da muss dann jeder mit sich selbst abmachen, ob er die Völker kurz öffnet. Ich habe gestern auch nachgesehen, weil ich diese Befürchtung hatte. Dreiviertel der Völker hatten keine Brut mehr (waren kühl und ohne Schwitzwasser). 1 Viertel hatte noch wenig Brut (sehr wenig Schwitzwasser).


    LG Olivia

    Wiedereinsteigerin nach 20 Jahren. :Biene:

  • Moin Boris,


    wo denn? Und wann hast Du das nach welchem Witterungsverlauf zuerst bemerkt? Und auf wieviel Gassen saßen die zur Oxalsäurebehandlung?


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Also, die Völker stehen hier in der Eifel. Wir hatten hier die letzten Wochen einigermaßen Winter mit teilweise bis zu -10°C.
    Dass da nichts mehr los ist, hab ich kurz nachdem das Wetter besser wurde bemerkt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die schon gebrütet haben.
    Die Traube war so auf 2 bis 3 Gassen verteilt. War halt ein Ableger, aber schon recht stark.

  • Moin Boris,


    2 bis 3 Gassen halte ich jetzt im Winter für untergrenzwertig schwach... Wenn es da unter -10 geht, und das womöglich noch Tage, können die nicht warm genug werden, um den Kontakt zum Futter zu halten. Das kann mal gut gehen, aber öfter mal auch nicht. Also, 5 Gassen sollten es schon sein, und G. Eich findet auch das zu schwach.


    Gruß Clas

    "Ach, das Risiko...!" sagte der Bundesbeamte für Risikoabschätzung abschätzig...

  • Sorry, das war jetzt vielleicht ein wenig missverständlich geschrieben. Also 2 bis 3 Gassen, war das was davon übergeblieben ist, also die verdichtete gestorben Traube. Eingewintert hab ich das Volk auf ca. 6 bis 7 Gassen, und das Volk hat einen sehr fitten Eindruck gemacht. Sollte eigentlich reichen.