Bienenschädling in den 50ern

  • Hallo miteinander,


    eine historische Frage hätte ich, vielleicht weiss es ja jemand.
    Meine Oma hat mir letzthin erzählt, der Imker ihres Vertrauens habe ungefähr in den 50er Jahren (spätestens Anfang der 60er) des letzten Jahrhunderts die Imkerei wegen eines "Viechs" aufgegeben, das damals allgemein die Bienen befiel.


    Weiß jemand noch, um was es sich damals in Oberbayern gehandelt haben könnte?
    Gibt es das Problem noch?


    Viele Grüße
    Kikibee

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  • Die Tracheenmilbe könnte es schon gewesen sein, wenn auch schon länger vorhanden, so hat sie erst später richtig Probleme gemacht
    Die Tropilaelaps wurde glaube ich erst später entdeckt und das nicht in Deutschland

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Danke an Anni und Buckfastimker!


    Nach Befragen des G-Orakels scheint es wirklich die Tracheenmilbe gewesen zu sein, die damals einfach als Milbenseuche bezeichnet wurde. Ansonsten erinnert es etwas an Varroa jetzt: Informationsveranstaltungen in Imkervereinen. Gesetze. Zählen von befallen Ständen. Besprühen und Verdampfen von Chemikalien.


    Früher war anscheinend doch nicht alles besser, es weiß bloß keiner mehr. ;-)


    Viele Grüße
    Kikibee

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  • Die Tracheenmilbe trat wohl früher immer mal auf. Wie ich beim Imkerkurs :u_idea_bulb02: gelernt habe, wurde dagegen auch schon Ameisensäure eingesetzt.
    Heutzutage sind die wohl verschwunden, oder es bekommt einfach keiner mehr mit, weil ja die Bienen ohnehin gegen Varroa behandelt werden.


    Michael

  • Die Milbenseuche ist eine parasitäre Erkrankung der Atemwege der Bienen. Ein Bienenvolk kann den Parasiten längere Zeit unbemerkt beherbergen. Durch ungünstige Umweltbedingungen welche die normale Entwicklung eines Volkes beeinträchtigen, erfolgt eine starke Vermehrung der Milben die dann zu einer Seuchenartigen Erscheinung führt.
    Nach dem Reinigungsflug findet man sehr viele flugunfähige Bienen vor dem Stock. Sie krabbeln und hüpfen noch eine zeitlang vor dem Stock, bis sie sterben. Auffallend sind noch beschmutzte Fluglochnischen. Der Kot ist jedoch im Gegensatz zu nosemakranken Bienen normal dunkelbraun gefärbt. Stark befallene Völker sind ständig unruhig.
    Als Räuchermittel wurden Folbex und Chlorfenson verwendet.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Ordentliche Imkerhygiene hilft ungemein!


    Ich kann ja verstehen, wenn die Bienendamenwelt auf gut duftende und frisch rasierte Imker abfährt, vor allem, wenn sie dann auch noch im Smoking imkern, aber wieso hilft das gegen Milben?


    Kikibee


    Maxikaner hat die Vorlage schneller verarbeitet...

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