Zander auf DN umsetzen

  • Hallo Kollegen/Innen,
    Zunächst mal allen ein gutes neues Imker- und auch sonst neues Jahr mit allem was dazu gehört.
    Hoffe eure Bienen haben bis jetzt überlebt und den Rest des Winters dann auch noch.
    Zu meiner Frage: Vereinskollege möchte gerne Ableger von 2014 von mir haben. Problem: Müssten von Zander auf DN umgesetzt werden. Hat da jemand einen Vorschlag? Umgekehrt wäre kein Problem, da dann von klein auf groß getauscht werden müsste, aber von groß auf klein? Wer hat die Lösung?
    Für Hilfe und Vorschläge vielen Dank

  • Wer hat die Lösung?
    Für Hilfe und Vorschläge vielen Dank


    Du bildest den Ableger auf Zander, wartest, bis die Königin begattet und in Eilage.
    Zur Honigernte entnimmst du die Königin (in Zusetzkäfig stecken) aus dem Ableger und bildest mit den Bienen des Ablegers + Bienen aus Honigraum deiner Völker einen Kunstschwarm für deinen Kollegen.


    Die Brutwaben des Ablegers kannst du deinen Völkern/Ablegern geben.


    Vorteil:
    -keine Bastelei
    -du behälst deine Waben/Wachs
    -der Kollege startet mit seinem Wabenmaß und hat auch nicht deine Waben (verbastelt) im Bestand und muss die kompliziert ausscheiden.


    Stefan

  • Es geht hier um "Ableger" aus 2014. Sprich es handelt sich in 2015 um Wirtschaftsvölker.


    Da ich von Völkern ausgehe die +-5 Waben belegen könnten würde ich bei nächster Gelegenheit bei der Durchsicht zur Blüte der Weide alle nicht bebrüten Waben entnehmen und entweder ein Adapter Holz einsetzen um den freien Platz mit DN Waben aufzufüllen. Oder besser du setzt ein Schied, damit wird die Kö eingeengt aber das Futter bleibt erreichbar und setzt ein 2. Zander Magazin mit DN Waben auf. Dabei aber den Bereich hinter DEM Schied abdecken damit die Kö da nicht wieder runtergeht. Die Kö sollte dann recht zügig hochgehen, sobald genug Brut und Bienen oben sind Absperrgitter rein und nach Auslaufen der Brut auf den Zanderwabe das untere Magazin entfernen und die DN aus dem oberen in eine DN Zarge umhängen.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • .. Vereinskollege möchte gerne Ableger von 2014 von mir haben. Problem: Müssten von Zander auf DN umgesetzt werden. Hat da jemand einen Vorschlag? Umgekehrt wäre kein Problem, da dann von klein auf groß getauscht werden müsste, aber von groß auf klein? Wer hat die Lösung?


    Ich gehe davon aus, dass das Volk möglichst keinen Einbruch durchmachen sollte. Wenn dein Zandervolk in einer Liebigbeute sitzt, gibt es kompatible DNM-Zargen. Wenn du die hast oder leihen kannst, geht die Sache ganz einfach:

    • Im Frühjahr entfernst du die untere Zanderzarge.
    • Darüber setzt du eine kompatible Zarge mit DNM-Mittelwänden auf.
    • Wenn die Königin oben sitzt und legt, legst du ein Absperrgitter zwischen Zander-Zarge und DNM-Zarge.
    • Nach 3 Wochen entfernst du die untere Zarge und übergibst das Volk deinem Vereinskollegen.
    • Der setzt das Volk in seine Beute um und die geliehene DNM-Zarge wird zurück gegeben.


    Möglicherweise machst du so etwas öfter. Dann lohnt es sich für dich, eine solche kompatible Zarge zu beschaffen. Die gibt es bei Holtermann unter der Bestellnummer 2580 und kostet 22€. Frage sicherheitshalber vor dem Kauf, ob sie zu deiner Beute passt. Eventuell ist auch eine Zarge aus der Universalbeute von Bienenweber eine Lösung für dein Problem.


    Gruß Ralph

  • Hallo Ihr Lieben,


    ich ringe schon die ganze Zeit mit mir... es will raus!


    Meine Prognose: Wenn AC sein Volk umgewohnt hat, dann ist mein erster HR schon voll! Kann so eine Bastelei sinnvoll sein?


    Gruß Jörg

  • Herold-Beute, einfach mit gewolltem Maß erweitern :)


    Beste Grüße,
    Ralf


    Das mache ich auch so geht einwandfrei. Zander im Kaltbau und DN im Warmbau bis diese angenommen ist dann wird bei Zander die Brut auslaufen gelassen(Absperrgitter) und die Zarge fliegt raus.


    MfG

    Carnica und Buckfast in Segeberger Styro DN u. DN 1,5

  • Meine Prognose: Wenn AC sein Volk umgewohnt hat, dann ist mein erster HR schon voll! Kann so eine Bastelei sinnvoll sein?


    Wieso das? Wenn Du kompatible Zargen benutzt wie Herold, dann verlierst Du nix. Kannst ja sogar die auslaufenden Zanderwaben über einem Absperrgitter wieder aufsetzten, dann werden die gleichzeitig mit dem Auslaufen der Brut mit Honig vollgetragen. Ach nee, geht ja nicht, weil das sind ja bebrütete Waben, das darf man ja nicht. Aber tadellos ginge das.


    Also Volk auf Zander aufs Bodenbrett, Zarge mit DM ohne Absperrgitter druff und bauen lassen. Wenn oben auch genug Brut ist, Zargen tauschen und ein Absperrgitter dazwischen. Wenn's groß genug ist, direkt eine Leerzarge mit DM mit unters Gitter, also DM, DM, Gitter, Zander. Warten bis Zander ohne Brut, aber voll Honig, schleudern.


    Raketenwissenschaft ist das jetzt nicht
    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Meine Prognose: Wenn AC sein Volk umgewohnt hat, dann ist mein erster HR schon voll! Kann so eine Bastelei sinnvoll sein?


    Toll! Nur leider OT.
    Die Aufgabenstellung lautete: Wie kann AC, der auf Zander arbeitet, im Frühjahr einem Vereinskollegen, der auf DNM arbeitet, ein Wirtschaftsvolk übergeben? Die Beantwortung solcher Fragestellungen sind wichtig für das Zusammenarbeiten von Imkern im Verein.
    Falls jetzt wieder jemand mit der Idee kommt, einen Schwarm zu übergeben - das wäre kein Wirtschaftsvolk, Thema verfehlt.


    Gruß Ralph

  • Ist doch ganz einfach. Ein Volk in DNM oder Zander, das ich im zeitigen Frühjahr kaufe, sitzt typischerweise auf 10 Waben / einer Zarge.


    In beiden Maßen wird typischerweise mit zwei Bruträumen gearbeitet. Also:
    - auf den Boden kommt die Zarge mit den gekauften Rähmchen
    - darauf eine Zarge mit Mittelwänden im meiner Meinung nach richtigen Maß. So, wie ich einen einzargig überwinterten Ableger aufsetze
    - zur Obstblüte wird ganz normal der Honigraum aufgesetzt


    So kann ich das bis zum Sommer laufen lassen. Nach dem Abschleudern kommt ein leerer Honigraum als 3. Brutraum wieder oben drauf. Im Herbst oder spätestens im nächsten Frühjahr ist das ungewünschte Maß frei von Brut und Bienen. Dann nehme ich die untere Zarge weg.
    Fertig!
    Wenn ich die Liebig Beute verwende, gibt es aufeinander passende Zarge von Weber, Holtermann, Dehner, Beutenbauer....
    Wenn ich die Magazinimker Beute verwende, gibt es passende Zargen bei Seber&Lang, Wasinger...
    Wenn ich die Zargen vom Wagner verwende, gibt es DN und Zander die übereinander passen
    Alle 3 Systeme passen, mit wenigen mm Toleranz, auch aufeinander.
    Wenn ich die Heroldzarge habe, geht es sowieso.


    Viel Erfolg,
    Dirk

  • Wenn ich das ganze so lese, habe ich den Verdacht, dass die DNM-Rähmen in eine HBB sollen ;-(


    Da seh ich nur eine Lösung - Beide Ohren abschneiden, danach eine Seite kürzen (sozusagen Ober und Unterträger durchsägen und Wabe bei 34,8 cm), Wabe auch durchschneiden (ggf. auf Draht) und dann in einen DNM-Rähmchen einsetzen. Zanderrähmchen sollte dann mit Träger in DNM passen und ist in meinen Augen auch nur Murks. Ach ja und die abgeschnittenen 7cm Rest von jeder Wabe, davon ergeben 4 Stück auch ein DNM-Rähmchen.


    Nur mal so als Brainstorming...


    Gruß GM

  • Kann mich nur wiederholen. Man kann herumeiern oder es richtig machen.


    Dazu gehört es die freien Waben zu entnehmen und das Volk in der unteren zander Zarge EINZUENGEN. Die sind dann so schnell im 2. Brutraum der als DN aufgesetzt wurde, da kann man dann innerhalb 1 -2 Wochen das Absperrgittern einlegen und hat dann nach 3 Wochen nur noch DN und erntet garantiert noch Honig. Wichtig ist es, dies so früh wie möglich zu tun, dann hat man da auch keinerlei Probleme. Wenn man die richtige Zeit erwischt wo geradem 2-3 Brutwaben vorhanden sind geht das perfekt.


    je nach Wetter kann man auch noch eine 2. DN Zarge geben und darin die Fütterungen von hinter dem Schied zum Umtragen geben. Dazu muss es aber schon passend mit dem Wetter sein.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
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