• Hallo,
    ich habe vor 4 Jahren schweren Herzens einen Standort am Waldrand aus dem Grund aufgegeben. Heute habe ich gelegentlich die in meinen Augen harmlosen roten Gartenameisen zu Gast. Die werden von den Bienen, wahrscheinlich abhängig von der Menge, auch toleriert. An meinem aufgegebenen Stand waren aber die grossen, schwarzen Ameisen zugange, und innerhalb weniger Tage haben die in 4 Beuten ernsthaft versucht, die Völker zu kapern und kletterten von unten in die Honigräume hoch. Das war vielleicht ein Gekämpfe, an allen Fronten, ich mochte kaum zusehen.
    Des Rätsels Lösung war ein riesiger Ameisenhaufen, der bei Aufstellung für mich zunächst nicht sichtbar war. Nach umfangreichen Rodungsarbeiten konnte man dann die sicherlich schon viele Jahre alte Burg bestaunen.
    Ich habe damals auch versucht, mit Leimringen abzuhelfen, und hab das dann aus zweierlei Gründen wieder gelassen. Zum einen landeten immer wieder verflogene Bienen daran und zappelten sich zu Tode (meine Beuten stehen erhöht,ca 60cm über Bodenniveau). Zum anderen sind sämtliche Ameisenarten geschützt, warum also töten. Ganz davon ab war der Erfolg echt nicht ersichtlich. Wie in den vorigen Antworten beschrieben, haben die Schwarzen selbst lückenlos verklebte Barrieren überwunden. Soviel zu meinen Erfahrungen... vielleicht liegt die Lösung ja doch im Standortwechsel?
    Viel Erfolg jedenfalls wünscht die Pomeranze vom Land

  • Ich erlaube mir mal, diesen älteren Thread mit einer ähnlichen Frage wiederzubeleben.


    Ich habe fast jeden Sommer viele Ameisen um die Bienenbeuten herum. Hin und wieder brüten sie sogar auf den Abdeckfolien. Ein Umzug - wie oben angeraten - kommt nicht in Frage, da das Bienenhaus ein richtiges Haus ist.


    Nun gibt es natürlich entsprechende Köderboxen, an denen sich die Ameisen bedienen und den Giftstoff so in ihr Nest tragen. Ist dies für die Bienen bedenklich? Gehen Bienen an diese (kohlenhydratreichen) Köder? Können diese Köder den Bienen allein durch die räumliche Nähe irgendwie schaden?


    Danke für eure Antworten.

  • Guten Spätnachmittag, Queen_Bee!


    Ich habe fast jeden Sommer viele Ameisen um die Bienenbeuten herum. Hin und wieder brüten sie sogar auf den Abdeckfolien.

    Ist bei mir genau so, ab davon, dass ich keine Folien verwende und die Ameisen dann in den Falzen ihre Brut auf`s "Sonnendeck" bringen.

    Ganz ohne die Bienen merklich zu stören.


    Ein Umzug - wie oben angeraten - kommt nicht in Frage, da das Bienenhaus ein richtiges Haus ist.

    Gibt es denn über den Umstand hinaus, dass da Ameisen sind, irgend einen konkreten Grund mit den Bienen umziehen zu müssen?


    Nun gibt es natürlich entsprechende Köderboxen, an denen sich die Ameisen bedienen und den Giftstoff so in ihr Nest tragen.

    Richtig, die gibt`s. Meiner Meinung nach zur Bekämpfung von wirklich massivem Ameisenaufkommen an entsprechend sensiblen Stellen, etwa in Wohnräumen. In der mehr oder minder freien Natur an oder in einem Bienenhaus sähe ich so adhoc keinerlei Rechtfertigung, die Ameisen zu töten.


    Ist dies für die Bienen bedenklich?

    Weiß ich nicht, glaub` ich aber auch nicht.


    Gehen Bienen an diese (kohlenhydratreichen) Köder?

    Bezweifel` ich. Außer die Köderboxen duften nach Nektar / Honig.


    Können diese Köder den Bienen allein durch die räumliche Nähe irgendwie schaden?

    Bezweifel` ich ebenfalls.


    Gruß

    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Ich habe dasselbe Problem. Mir zerschroten sie teilweise die Segeberger Deckel. :cursing:
    Ich will auch kein Gift einsetzen, wäre aber an einer vernünftigen Lösung sehr interessiert.

    11 Völker (Carnica) auf DNM 1,5 mit Schied (Segeberger) im schönen Hochsauerland

  • Gutan Abend Manuel!


    Mir zerschroten sie teilweise die Segeberger Deckel.

    Von welchen Ameisen schreibst du in deinem Fall? Große rote Waldameise oder eine der kleineren Arten? Habe bei Letzteren noch nie davon gehört, dass die aktiv das Beutenmaterial zerstören.


    Eine Lösung müssen wohl Beutenständerfüße in Schüsselchen mit Öl sein. Da müsste man hier im Forum mittels Suchfunktion irgendwo was zu finden.


    Gruß

    Patrick

    Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut jejange!

  • Von welchen Ameisen schreibst du in deinem Fall?

    Bei mir sind es irgendwelche kleinen schwarzen Ameisen. Also keine klassischen Waldameisen. Beutenbockfüße in Öl geht leider nicht ?(


    Ich hatte das letztes Jahr auch schon. Irgendwann haben die Ameisen gemerkt, dass sie dort dauerhaft keine Population aufbauen können, weil ich bei Kontrollen natürlich alle wegfege. Dennoch nervig, wenn sie ans Material gehen.

    11 Völker (Carnica) auf DNM 1,5 mit Schied (Segeberger) im schönen Hochsauerland

  • Waldameisen schaffen es ab Herbst, so nebenbei, auch mal einem Volk 80% der Futtervorräte zu klauen.

    Wie auch Ableger auf die Art zu dezimieren.

    Der Stand ist gut, als sind Leimringe um die Beutenbockfüsse gekommen, somit ist Ruhe.

    Ja, ist ärgerlich, nur im Wald gibt es halt.... Waldhonig.

    Frage fünf Imker, bekomme sieben Antworten und bilde Dir die achte Meinung.

    Das sind Imker Foren...

    Keiner hat Unrecht, nur den Weg, den muss man selber finden.

    In der eigenen Lage, Höhe, Umgebung, mit der eigenen Genetik.

    Und können, oder Unvermögen.

    :thumbup:

  • Moin, Moin

    Versucht es mal mit Kreide / Talkum - als Tafelkreide für `nen Strich oder Kreidepulver.

    Über Google habe ich mich gerade nochmal versichert, daß es funktioniert.

    Es war schon schöner auf der Welt, als ich noch den Überblick hatte. Sofie Pfister-Odermatt

  • Es ist nicht mein Ziel, das Bienenhaus mit irgendetwas einzureiben, kleben, zu bemalen usw. ;) Ich habe das jetzt Jahre durch und lasse mir das Inventar nicht weiter schädigen.


    Meine Frage bezog sich auf die gängigen Gifte. Sind diese für Bienen schädlich?

  • @Queen_Bee: Ich glaube, Du bist unhöflich !

    Laß uns doch teilhaben an Deinen vergeblichen Versuchen die Ameisen aus dem Bienenhaus zu vertreiben.

    Gift ausbringen, weil die Ameisen "bald jedes Jahr um die Beuten herum krabbeln" ist wohl nicht so das Mittel für jemanden, der Bienen als Haustiere hält. Ansonsten der Rat: Probier es einfach aus. Vielleicht tragen die Bienen das Zeug ja auch ein, in den Honig.8o

    Es war schon schöner auf der Welt, als ich noch den Überblick hatte. Sofie Pfister-Odermatt

  • Queenbee, wer schrieb hier von der Behausung?

    Es war immer nur die Definition des Bockes, welcher wo hineingestellt, oder mit Harz beaufschlagt werden sollte.

    Halte uns am laufenden betreffend dem Gift und den Volksentwicklungen.

    Danke

    Frage fünf Imker, bekomme sieben Antworten und bilde Dir die achte Meinung.

    Das sind Imker Foren...

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    In der eigenen Lage, Höhe, Umgebung, mit der eigenen Genetik.

    Und können, oder Unvermögen.

    :thumbup:

  • Es ist nicht mein Ziel, das Bienenhaus mit irgendetwas einzureiben, kleben, zu bemalen usw. ;) Ich habe das jetzt Jahre durch und lasse mir das Inventar nicht weiter schädigen.


    Meine Frage bezog sich auf die gängigen Gifte. Sind diese für Bienen schädlich?

    Ich glaub es wird nichts bringen. Wennst ein Nest vergiftet kommt dafür ein anderes. Soviel Gift wirst nicht ausbringen können das alle ameise rundherum weg sind.

    Am besten entweder damit leben, kobtsruktiv was ändern (ölfüsse, oder Leimringe,) oder eben einen anderen stand. Wobei ich glaub Ameisen wirst überall haben.


    Lg