Angepasster Brutraum in Warmbau

  • ich arbeite mit der Segeb. Beute, 11 Waben DNM, 1 Brutraum und das ganze im Warmbau. Der BR bildet die letzte Wabe wenn ich hinter
    der Beute sitze (auf einer hochkannt gestellten Leerzarge).


    Hallo Frank,


    kannst du uns etwa detaillierter schildern, wie die Brutwaben bei dir aussehen und wann greifst du ein, um was zu lenken?
    Habe ich dich richtig verstanden, die Drohnenwabe ist die erste hinter dem Flugloch! (die "letzte Wabe" sagt mir wenig aus, solange ich nicht weiß, wo die erste anfängt :))

    imkere als Hobby seit 2011 mit Dadant

  • Ich habe 11 Waben 1,5 DNM im Brutraum, aber ohne Schwarmkontrolle komme ich nicht aus. Aber ich denke mit den richtigen Königinnen oder der richtigen Arbeitsweise klappt das schon. Aber wie das Frank macht würde mich schon interessieren.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • So 3 neue Quadratischen 12 DD sind bestellt, jetzt steht meinen Experiment nichts mehr entgegen
    Hatte ja bisher nur 8er oder 10er DD


    Werde ein Volk Warmbau Hinten einengen, und das Schwestervolk Warmbau vorne auf den selben Stand


    Schaun wir mal, was sich besser zeigt


    Aber wie das Frank macht würde mich schon interessieren.


    Ja da hätte ich auch gerne mehr Info, war schon auf seiner HP, aber viel ist da zu dem System nicht zu sehen

  • Hallo,


    zunächst einmal sitzt der Baurahmen bei mir ganz hinten im Brutraum, also weit entfernt vom Flugloch. Am Flugloch gibt es meist eine Wabe mit
    Honig und Pollen, dann nur noch Brutbretter. Über die Saison werden einzeln 4-5 Brutwaben zur Jungvolkbildung entnommen und durch MW
    ersetzt (immer an Position 9, vom Flugloch aus gesehen). Zeitig HR nachschieben ! Immer mindestens 8kg Honig im HR Belassen. Alle 14-16 Tage
    Baurahmen schneiden. Ganz normales DNM.


    LG
    Frank

  • Hallo an alle,


    wie von Frank beschrieben halte ich meine Bienen auch in Segeberger Magazin mit einem Brutraum DNM 1,0.
    Super Brutflächen kein Honigkranz und kein auseinanderbrechen des Brutraumes, deshalb auch friedlichere Bienen.
    Betriebe diese 1 Brutraum Imkerei im 2. Jahr und habe nur positive Erfahrung.
    Bei der Segeberger hat das Abspergitter leider keinen Beespace oder zu gering, stellt sich die Frage werden die Bienen beim Passieren behindert. Siehe Dadamt und Zander.


    Gruß Eidertal

  • Danke Frank für die Antwort.


    Das Prinzip wende ich in etwa bei meinen 4 Etager HBB an, da habe ich auch ein Volk das das 2. Jahr nicht geschwärmt hat und die BW kommen in die 4.Etage. Bei meinen Segebergern 1,5 DNM bin ich auch zu der Erkenntnis gekommen das da öfter eine MW in den BR rein muß, aber wohin mit der Brutwabe, wenn ich nicht erweitern will. Da ist die Jungvolkstation wohl doch die beste Lösung, probiere ich nächstes Jahr aus.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Sollte man beim Imkern mit nur einer Brut-Zarge DNM 1,0 auch mit dem Trennschied arbeiten und im Frühjahr einengen und dann langsam erweitern?


    Was möchtest du denn erreichen? Es gibt ja keinen Zwang irgend etwas zu machen. Beim DNM entsprechen etwa 8...9 Bruträhmchen der Legeleistung der Königin. Und ich mag diesen Schieberaum hinter dem Schied. Andererseits ist so ein DNM-Brutraum schon recht kompakt.


    Gruß Jörg

  • Andererseits ist so ein DNM-Brutraum schon recht kompakt.


    Gruß Jörg


    Eben,
    deswegen frage ich mich auch, ob das Sinn macht überhaupt mit dem Trennschied zu starten, wenn es sowieso nicht lange drin bleibt... und ob man bei einer wöchentlichen Kontrolle überhaupt mit der Volksentwicklung mithält oder sie eher ausbremst.
    Ich hoffe, der Frank Osterloh verrät uns, wie er es handhabt mit seinen (vielen) Völkern. Ich schätze mal, das die Bienen bei ihm normaler Weise schon recht stark auswintern und der Aufwand nicht lohnt... (außer bei Schwächlingen?).

  • Das sehe ich auch so. Ein Schied macht hier nur bei schwachen Völkern Sinn und auch nur, wenn man auch das letzte Tröpfchen Honig in den Honigraum pressen will. Wenn man den Honigraum rechtzeitig aufgesetzt hat, ist ein Verhonigen des Brutnest bei DNM kein Thema.


    Wolfgang

    I never loose - either I win or I learn (Nelson Mandela)

  • ...wenn man auch das letzte Tröpfchen Honig in den Honigraum pressen will. ...


    Nee, sorry! Das ist zu kurz gedacht!


    Ich hänge mich mal etwas aus dem Fenster und versuche meine Erfahrungen zusammenzufassen: (Kritik erwünscht!)


    Mit dem bösen Pressing wird zwar erst einmal (Frühjahr, vielleicht bis Mitte April) das Brutnest schön kompakt gehalten. Das bringt Vorteile für den Wärmehaushalt. Dann mit Beginn der Schwarmzeit "presst" man das Futter aus dem Brutnest. Das wirkt schwarmdämpfend (wenig Pollen im BR, kein Fuuterkranz dafür virtuelles Brutnest usw.).
    Der Clou ist m.E. aber die Begrenzung der Brutnestausdehnung in der Hochsaison! Damit werden Resourcen (Arbeitsleistung der Ammen, Futterverbrauch für Brut) geschont und vielleicht auch die "Qualität" der Bienenbrut verbessert, wodurch offensichtlich die Langlebigkeit der Arbeiterinnen sichtbar ansteigt und damit die Sammelleistung insgesamt.


    Das habe ich in den letzten Jahren speziell 2014 und 2015 so erlebt. Eng geschiedete Völker (Start mit 4 Dadant +DR, später max. 6 Brutwaben) entwickeln sich im Frühjahr gut, haben einen beherrschbaren Schwarmtrieb (2...3x Zellen brechen) und stehen bzgl. Volksstärke auch Völkern mit rieseigen Brutnestern (9x Dadant) nicht nach.


    Parallel zum Brutraum-Schieden muss natürlich entsprechend mehr Honigraum gegeben werden.


    Gruß Jörg