Schlimer als TTIP, nämlich TISA

  • Sucht ml bei Avaaz unter "Schlimmer als TTIP". Ich bekam eine mail, darin wurde u.a. folgendes verlinkt, setzt Euch hin, bevor Ihr es lest, sonst haut es Euch um:


    WEITERE INFORMATIONEN:


    TISA - Bundesregierung gibt sich ahnungslos (Süddeutsche)
    http://www.sueddeutsche.de/wir…gierung-gibt-sich-ahnungs...


    Das geplante TISA-Abkommen und die Folgen (Deutschlandfunk)
    http://www.deutschlandfunk.de/…d-die-folgen.862.de.html?...


    Amerika will Kontodaten von Europäern (FAZ)
    http://www.faz.net/aktuell/wir…fentlichung-12999429.html


    Dienstleistungsabkommen TISA (Das Erste)
    http://www.daserste.de/informa…014/23072014-tisa-100.htm...


    Freihandel im Hinterzimmer (TAZ)
    http://www.taz.de/!141713/


    Leak zeigt: Handelsabkommen TiSA könnte nationale Datenschutzbestimmungen aushebeln (Netzpolitik)
    https://netzpolitik.org/2014/l…tzbestimmungen-aushebeln/


    Folglich unterschreiben gegen CETA, TTIP und jetzt TISA!


    Unser Einfluß ist klein, jedoch sollten wir ihn nutzen.
    Trotzdmmit bG
    Wolfgang, der mit dem dicken Hals.

    "Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit." (v. Sören Kierkegaard)

  • Wundert Ihr Euch ernsthaft, dass sowas vertraglich fixiert werden soll?
    Es sind letztlich die Verbraucher selbst, die dazu motivieren, durch Werbung aufgeschwatzte und verfügbar gemachte Verfahren per Vertrag und Abkommen verbindlich zu regeln, die die Verbraucher freiwillig schon lang praktizieren. Jetzt wird ihnen klar, was sie selbst mittels Dauergebrauch aus Bequemlichkeit damit legitimiert haben. Der gläserne Mensch war ein Angebot von Industrie und Wirtschaft, der Kunde hat dankend aufgenommen. Nun kommt der konsequente nächste Schritt: Absicherung und Bestandschutz der Einnahmequellen.
     
    Wenn man überhaupt noch wirksam etwas dagegen tun will, dann muss man seine eigenen Aktivitäten zwecks künstlicher Verknappung des Datenangebots drastisch reduzieren, nur kann man leider im Gegensatz zur Uhr nicht die Zeit zurückdrehen... Und genau mit dem Argument des jahre- und jahrzehntelnagen kritiklosen, freiwilligen Benutzens dieser Möglichkeiten und Bereitstellung der Daten auf freiwilliger Basis werden solche Verträge und Abkommen auch durchgezogen. Und NEIN, ich bin nicht für solche Vertragswerke, wundere mich aber über die bisherige Naivität und die plötzliche Betroffenheit. Wer halbwegs mit offenen Augen durch die Welt gegangen ist/geht, hat es wissen müssen, worauf man sich einlässt.


    btw:
    Geheimdienste und Behörden beneiden die rein kommerziellen Datensammler schon seit Jahren um deren Datenbänke, die denen per Milliarden Mausklicks für Billichkäufe oder Gratisbeigaben oder "Versandkostenfrei ab 13,95€ Warenwert" geschenkt wurde...


    Gruß Andreas

  • Laut "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" soll künftig einmal im Jahr eine Liste mit geplanten Gesetzesinitiativen der EU an die US-Regierung übersandt werden, damit „Zuschnitt und Ziele des Vorstoßes“ und der „Zeitplan und Angaben zu den Folgen“ der US-Administration klar werden. Die USA sollen sich dann dazu äußern und etwaige Änderungswünsche anmerken können. Im Gegenzug soll auch die EU über Gesetze in den Vereinigten Staaten informiert werden.

    Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen, wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht. (Papst Gregor I.)

  • Das geht nicht nur um EU-Gesetze, sondern bis runter auf Länderebene, wenn wir von D ausgehen. Denn soviel "Souveränität" existiert ja noch auf dem Papier. Wenn also in Hannover, Hamburch oder Bremen etwas beschlossen werden soll, soll Washington nicht nur "pro forma" informiert werden, sondern auch gewisse Vetorechte eingeräumt bekommen. "Änderungswünsche" ist sehr freundlich formuliert, Vetorecht ist es eigentlich. In Gegenrichtung ebenso, was die Sache nicht besser macht. Rein aus "Investitionsschutzüberlegungen" versteht sich... :roll:


    Gruß Andreas

  • Im Moment scheint es eine mächtige Gegenströmung zu geben. Die aber im Hintergrund arbeitet:
    Die USA wollen mehr nach EU importieren durch TTIP und TISA.
    Diese Rechnung ging solange auf wie der Euro stärker war als der Dollar.
    Durch die, im ersten Anschein nach total unsinnigen Aufkäufen der Zentralbank von "bad papers" und der damit einhergehende Euro-Verfall kann die Rechnung nicht mehr aufgehen.
    Die Zentralbank macht so gewollt oder ungewollt Politik gegen den Handel mit USA, da er sich nicht mehr lohnt für die.