Milchsäurebehandlung im Januar

  • Hallo,


    habt ihr Erfahrung damit, ob eine Milchsäurebehandlung bei einem Bienenvolk im Januar sinnvoll ist. Das Volk ist nicht Milbenfrei.


    grüße
    MM

  • Klar geht das, es darf nur nicht zu kalt sein... und brutfreiheit überprüfen. Einmaliges Sprühen reicht erfahrungsgemäß aus.


    Liebe Grüße


    Simon


    Zitat

    Das Volk ist nicht Milbenfrei.


    PS: Wenn es Milbenfrei ist dann sag mir Bescheid, okay? :wink:

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Hallo MixMax,


    eine Milchsäurebehandlung ist je nach Witterung sicherlich möglich, sogar legal und ohne Wartezeit, wirkt aber allenfalls, wenn die Völker wirklich brutfrei sind. Um diese Jahreszeit ist jede Behandlung gegen die Varroa riskant. Ich habe es selbst noch nicht um diese Jahreszeit gemacht, aber es gibt die Methode, den ersten Brutsatz auszuschneiden, um damit gleichzeitig die Milben zu entfernen.


    Gruß
    Ludger

  • Brutfreiheit im Januar? Naja, da wäre ich mir bei den warmen Wintern aber so gar nicht sicher. Wenn ich an die Wasserholerinnen der letzten Tage denke. Wer hat denn jetzt die Finger im Volk??

    Die Welt ist groß genug für die Bedürfnisse aller, aber zu klein für die Gier Einzelner (Mahatma Ghandi)
    Gruß
    holmi

  • aber es gibt die Methode, den ersten Brutsatz auszuschneiden, um damit gleichzeitig die Milben zu entfernen.


    Hallo, hast du das schon mal selbst probiert?


    Der erste Brutsatz ist enorm wichtig für das Volk und das Entfernen wird erfahrungsgemäß nur schwer verkraftet. Zudem... was ist der erste Brutsatz eigentlich?

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Brutfreiheit im Januar? Naja, da wäre ich mir bei den warmen Wintern aber so gar nicht sicher. Wenn ich an die Wasserholerinnen der letzten Tage denke.


    Kann gut sein... falls sein Volk schon wieder begonnen hat zu brüten wird die Anzahl der verdeckelten Zellen sich jedoch trotzdem in Grenzen halten... Zur Not muss er diese halt entfernen.

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Wie ist das mit der Wartezeit von Milchsäure? Ich dachte, dass die ähnlich sei wie bei Oxalsäure und Ameisensäure.


    Kann das hier jemand nochmal erläutern, unter welchen Umständen man im Januar behandeln kann + von dem Volk noch Honig ernten darf?

  • Habe 2 Völker vor einer Woche bei 7 Grad mit MS behandelt. Das bereue ich jetzt. Die Bienen sind zum Teil aufgeflogen und viele von ihnen, die auf der Beute oder dem Boden landeten sind wegen der Kälte erlahmt. Außerdem hatten beide Völker Brut. Somit war diese Aktion überflüssig und hat den wahrscheinlich mehr geschadet als genutzt. Was die Wartezeit angeht: habe gelesen, dass man mit Milchsäure ausserhalb der Trachtzeit jede Zeit behandeln kann ( bis maximal 2-3 mal pro Jahr.) Dabei bleibt die Konzentration der MS im Honig unter den kritischen Werten.

  • Somit war diese Aktion überflüssig und hat den wahrscheinlich mehr geschadet als genutzt.


    Dem stimme ich nur zu, wiel die Völker nicht Brutfrei waren. Aber die normale Behandlungstemperatur für Milchsäure beträgt 3-10 Grad, selbst laut Anleitung. Keine Biene erfriert bei 7 Grad, jedenfalls keine von meinen ;-)


    Ich sage eindeutig, die Finger weg von den Völkern, im Januar und Februar.


    Warum? Ich wieß, dass das die älteren Herren im Imkerverein sagen, aber ich sehe keinen Unterschied ob du die Völker im Dezember zur OS Behandlung öffnest oder im Januar bei 7 Grad zur MS Behandlung. Ich lasse mich natürlich gerne etwas besserem belehren!

  • Korrigiert mich, wenn ich falsch liege, aber ich denke, dass die oft zitierte Brutfreiheit überbewertet wird.
    Brutfreiheit wird ja gefordert, um mit Mitteln, die nicht in die Brut wirken, möglichst viele Milben zu erreichen. Aber bei so einem kleinen Brutnest, wie jetzt evtl. schon vorhanden oder auch im Spätherbst, erreiche ich doch immer noch einen hohen Prozentsatz an Milben.
    Und Berndhard hat ja neulich irgendwo vorgerechnet, was aus 30 Milben im Winter bis zum Herbst wird.
    Bienenwohl z.B. wird ja auch bei Nicht-Brutfreiheit eingesetzt und zwar dann als Blockbehandlung.
    Also jede jetzt getötete Milbe ist meiner Meinung nach eine große Entlastung für das Volk im weiteren Jahresverlauf.
    Damit will ich jetzt nicht das MS-Sprühen um diese Jahreszeit gutheißen; würde ich jetzt behandeln wollen/müssen, wäre OS-Dampf das Mittel meiner Wahl, um die Völker nicht auseinanderreißen zu müssen.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

  • Der Milbenfall nach meiner Behandlung ist nicht gestiegen. Es ist 1 Woche danach genauso gross wie vorher. Ich gehe davon aus, dass die Milben aus den geöffneten Brutzellen kommen. Ein Volk hat auf 2 Waben DNM c.a 60% Fläche Brut. Das Brutfeld ist also nicht ganz klein.