Bienenschleuse

  • Die Bienenschleuse nach dem Prinzip des Hunde-Floh-Halsbandes. Was haltet Ihr davon?


    In meinen Augen ein innovativer Ansatz, wenn man davon absieht, dass Bayer durch die Hintertür wieder einen (neuen?) Wirkstoff: Akarizid vermarkten will. Dessen Nebenwirkungen und Rückstandsproblematik müssen natürlich genauestens unter die Lupe genommen werden.


    http://www.research.bayer.de/d…oa-milbe.pdfx?forced=true


    So, jetzt habe ich mich getraut, das verschmähte B-Wort einzustellen.


    Schönen Abend noch, Andreas

  • Hallo Andreas,
    das ist weder innovativ noch ein neuer Wirkstoff.
    Google mal unter dem Begriff "Varroa Gate".
    Da werden mit Wirkstoffmengen gearbeitet, da ziehts dir die Schlappen aus.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Stimmt, weder neu noch besonders vertrauenserweckend. Habe gerade gegoogelt. Dann sollte man wohl besser auf die züchterischen Erfolge in Sachen Hygieneverhalten hoffen, als noch mehr Chemie einzusetzen.

  • Wikipedia: "Akarizide sind Pestizide oder Biozide zur Bekämpfung von Milben und Zecken." Konkret könnten es die altbekannten Bayer-Produkte PERIZIN und Bayvarol sein. Zu Resistenzen gegen diese Produkte sowie zu Nachweisen in Wachs und Honig gibt's im Netz u. a. bei www.die-honigmacher.de einiges nachzulesen.
    Karl

    Etwa 10 Völker auf Dadant an etwa 3 Standorten. "Bienenrasse":roll:: was sich bei Nachbarimkern so bewährt hat.

  • Das ganze Zeug ist doch alles Mist. Werde dieses Jahr versuchen nur mittels Völker Teilung und Fangwaben das Problem einzugrenzen. Höchstens noch Bedampfung mittels OS aber auf alles andere von Ameisensäure bis Perizin will ich vermeiden. Lieber nehme ich mehr Arbeit auf mich.
    Bin schon dabei einen doppelten und dreifachen Boden und Deckel Vorrat anzulegen. Mal schauen wie es klappt.
    Hoffe so Medikamenten frei wie möglich arbeiten zu können.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Hoffe so Medikamenten frei wie möglich arbeiten zu können.


    Ja Markus, das hoffe wir alle. Ich habe ähnliche Ziele, beabsichtige allerdings zusätzlich eine Wärmebehandlung der Brut im Mai bei 45°C für 2-3 Stunden durchzuführen, um den ersten Varroa-Zyklus zu schwächen. Während dieser Zeit der Brut im Wärmeschrank möchte parallel ich die verbleibenden Völker mit Puderzucker behandeln. Dieser Tag wird sehr stressig für die armen Bienchen, ich hoffe aber im Spätsommer und Herbst auf eine günstigere Ausgangssituation für die Restbehandlung per Ox-Dampf.
    Gruß von Andreas

  • Von der Idee die Milbe bereits am Flugloch zu entfernen kann ich mich auch nicht losreißen... Diese "Schleuse" aber ist Schwachsinn!
    Akarizide wurden schon sehr erfolgreich gegen die Milbe eingesetzt--> Bis massive Resistenzen auftraten oder die Wirkstoffe verboten wurden.


    Liebe Grüße


    Simon

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)

  • Dann sollte man wohl besser auf die züchterischen Erfolge in Sachen Hygieneverhalten .


    Die wohl auch in die Kategorie Schall und Rauch gehören.


    Die Haltung des Biens machts. Und eine nichtverseuchte Umwelt.


    Aber mit beiden ist nichts zu verdienen...


    Warum wohl halten sich die Nichtbehandler soo bedeckt...


  • Dies soll erreicht werden durch wechselnde Wirkstoffe


    Von den wechselnden Wirkstoffen wusste ich nichts (weißt du welche Wirkstoffe verwendet werden?)
    Nun gut, Resistenzen mal dahin gestellt... Wie hoch ist der Wirkungsgrad? Fallen von 100 Milben auch hundert ab? Theoretisch müsste es ja so sein.
    Und unterm Jahr tritt wieder das gleiche Schadbild auf, die Schleuse wird ja erst nach der Tracht installiert und dass dadurch die Restentmilbung im Winter effektiver wird kann ja nicht sein.
    Das Problem beim "normalen" Hobbyimker ist, dass er den massiven Befall meist erst beim Verenden des Volkes wahrnimmt, jährlich zu spät mit der Behandlung startet, durch falsche Behandlungen zu viele Bienen/Winterbienen schädigt...
    An all dem kann die Schleuse meiner Meinung nichts ändern.

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)