Ersatzrähmchen

  • Hallo Imkergemeinde,


    ich habe insgesamt drei Beuten und dafür drei Zargen mit je 10 Zanderrähmchen. Wie viele Ersatzrähmchen sollte man immer zur Hand haben. Ich bin ein Jungimker in Kinderschuhen, deswegen diese Frage an euch. Danke für eure Antworten.



    Viele Grüße
    Quentin

  • ich habe insgesamt drei Beuten und dafür drei Zargen mit je 10 Zanderrähmchen. Wie viele Ersatzrähmchen sollte man immer zur Hand haben. Ich bin ein Jungimker in Kinderschuhen, deswegen diese Frage an euch. Danke für eure Antworten.



    Immer 10 mehr, als man denkt wirklich brauchen zu müssen ;)
    Rähmchen, Zargen und Beuten kann man als Imker nie genug haben. Das ist wie ein Fluch: Spätestens im Mai geht das Material aus. Dann geht es aber nicht nur dir so, sondern noch gefühlten 10 Mio weiteren Imkern. Die rufen dann alle beim Imkerbedarfshändler an (natürlich vor dir, soviel ist klar). Der Laden hat aber schon nichts mehr, weil Anfang Mai schon alles ausverkauft. Nachlieferung kommt so Mitte Juli, oder 2 Wochen später.


    Ich habe bei +- 10 Völkern je 100 Brutraumrähmchen und 100 Honigraumrähmchen in Teilen im Karton im Keller liegen. Und das ist schon "leichtsinnig", denn eigentlich müssten die schon zusammengebaut sein ;)


    Stefan

  • Hallo !


    ich habe insgesamt drei Beuten und dafür drei Zargen mit je 10 Zanderrähmchen. Wie viele Ersatzrähmchen sollte man immer zur Hand haben.


    Bei einem oder zwei Brutraum Betriebsweise ?
    Bei Zweiräumiger wären mir eine Honigzarge pro Volk zu wenig - also auch die 30 Rähmchen in der ganzen Beute.


    100 Rähmchen in Teilen ist der Mindestbestand,
    50 Rähmchen mehr als geplant sind gedrahtet,
    100 kg Mittelwände liegen nebenan, sind schnell eingelötet.


    Außerdem empfehle ich einen Imkergrundkurs und / oder einen guten Paten !*


    GdBK



    * Gestern Abend erst wieder einige Jungimker in der Versammlung gehabt, die trotz Kurs fachlich extrem schwimmen ....

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.


  • 100 Rähmchen in Teilen ist der Mindestbestand,
    50 Rähmchen mehr als geplant sind gedrahtet,
    100 kg Mittelwände liegen nebenan, sind schnell eingelötet.


    100kg Mittelwände für 100 Rähmchen? ;)
    Also entweder sind deine Mittelwände extrem dick oder die Rähmchen zu groß ;)


    Aber ich geb dir recht: 2-4kg Mittelwände als Reserve sind auch praktisch.


    Stefan

  • Ich habe eigentlich immer einen Satz Zargeninnenleben pro Volk "ÜBER"! Heißt: ich hab 2 BR und 2-3 HR und dazu noch eine 6. Zarge samt Innenleben, wobei dies noch in Teilen hier rumliegt. Aber in der Not sind die recht fix zusammengeschraubt und mit Mittelwänden versehen!


    Ich musst leider (oder zum Glück) gleich in meinem ersten Bienenjahr feststellen, dass die 5 Zargen pro Volk fast zu wenig sind, da ich 2 BR und 3 HR auftürmen musste und dies fast nicht gereicht hat! Dadurch bin ich auch 6 Zargen pro Volk mit 2 Böden und 2 Deckeln gegangen.

  • ich habe insgesamt drei Beuten und dafür drei Zargen mit je 10 Zanderrähmchen.


    Drei Zargen pro Beute sind zu wenig. Mindestens vier Zargen mit Rähmchen (zwei Bruträume, zwei Honigräume), außerdem mindestens eine Leerzarge (bei der Honigernte braucht man oft 'Rangierplatz', bei Melezitosehonig braucht man evtl. Freiraum zum umtragen lassen, bei der Ameisensäurebehandlung und zur Auffütterung braucht man Leerzargen...).


    Du musst aber auch noch komplette Beuten vorrätig haben, falls Schwärme einzufangen sind. Meine Empfehlung wäre: falls du erstmal drei Völker halten willst, dann besorg dir zu deinen drei Beuten mit je drei Zargen nochmal zwei weitere Beuten mit je drei Zargen (inkl. Rähmchen). Dann hast du für deine drei Wirtschaftsvölker jeweils eine weitere Zarge, und trotzdem noch eine kleine Reserve für eventuelle Schwärme oder notwendige Ableger.


    Das ist keineswegs zu großzügig gerechnet! Selbst wenn du dauerhaft bei drei Völkern bleiben möchtest würde ich für fünf Beuten sorgen, man braucht einfach oft mehr Spielraum.


    Grüße,
    Robert





  • Wow, da muss ich ja einiges noch besorgen.


  • ich habe insgesamt drei Beuten und dafür drei Zargen mit je 10 Zanderrähmchen. Wie viele Ersatzrähmchen sollte man immer zur Hand haben. Ich bin ein Jungimker in Kinderschuhen, deswegen diese Frage an euch. Danke für eure Antworten.


    Hast Du drei Zargen je Beute, oder drei Zargen insgesamt?


    Ich würde bei Zander (das hast Du ja) mindestens je Volk mit 2 Brutraumzargen und 2 Honigräumen mit entsprechender Rähmchenzahl rechnen. Pro Volk eine Leerzarge für die Behandlung ist nicht verkehrt (klar kann man den Honig runter nehmen, aber wo lagert man in der Zwischenzeit die Rähmchen? Am besten in einer Zarge...)


    Dazu MINDESTENS das Material für einen Schwarm, d.h. Boden, Deckel und eine Zarge mit Rähmchen. Wenn Du vermehren willst, entsprechend mehr.


    Bei drei Völkern solltest Du also mindestens knapp 20 Zargen incl. Rähmchen, dazu 4* Boden+Deckel haben. Das ist das absolute Minimum.
    In meinem zweiten Jahr hatte ich 3 Völker ausgewintert, Platz für 8 Völker und musste dennoch welche abgeben weil ich kein Material mehr hatte (als Anfänger klappte die Schwarmkontrolle wohl nicht so richtig, hihi)


    Ich habe derzeit 3 Völker jeweils auf 2 Zargen, dazu 5 Reserveböden/-deckel und ca. 20 Zargen + Rähmchen, 10 weitere Zargen sind bestellt. (Zudem habe ich Holz für ca. 8 Zargen im Keller, die wären in einem Tag gebaut) Reserverähmchen habe ich auch noch so 100, und Mittelwände auch gut 4kg. Damit fühle ich mich einigermaßen gewappnet.


    Letztendlich kannst Du machen was Du willst, im Sommer hast Du zu wenig Material, egal wie viel Du vorher eingekauft hast. Wie Drops schon schrieb, wenn Dir das Material ausgeht, ist der Laden leer und Du bekommst erst im folgenden Winter neues Material. Also rechtzeitig das Lager auffüllen!

  • Genug Material hat man eh nie....


    Hauptsache pro Volk 2 Böden und 2 Deckel und rund 6 Zargen. Damit ist man im Grunde solide (nicht unbedingt optimal) ausgerüstet. Rähmchen müssen natürlich auch da sein!
    Ein wenig entscheidend ist auch die Betriebsweise! Hast Du vor, wie im Celler-Rotationverfahren zu imkern, ist dies schon Minimum, da Du pro Volk einen Ableger bildest, diese gegen Varroa behandelst und später wieder mit einem (oder dem) Wirtschaftsvolk vereinigst.


    Aber eins kann ich aus Erfahrung sagen: Man hat im Sommer nie genug Ausrüstung, während im Winter der Lagerraum wieder voll ist! :)