Warm im Januar

  • Nicht nur bei diesen hohen Temperaturen. Auch wenn's kälter ist kann der Schieber offen bleiben. Das verhindert Schimmelbildung und lässt die Bienen weniger leicht vorzeitig in Brut gehen (was wahrscheinlich bei diesem Wetter so oder so nicht zu verhindern ist).


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • ... da gehen die Meinungen wieder auseinander ... Da Sie in Brut sein dürften, lass den Schieber zu. Es sieht in den nächsten 2 Wo nicht nach einem großen Kälteeinbruch aus. So mit ist wohl ein kleiner Brutdurchgang geschaffen. Futtervorräte sollten mehr beachtet werden als den Schieber. Tendenz für Februar & März 2015 ... wie 2014. zu mild@nass


    Gruß Torsten

  • Meine Beobachtung: Die drei Völker mit den höchsten Fallzahlen an Varroen fliegen jetzt auch noch bei 5 bis 7 Grad ziemlich rege! Das sind auch genau die drei, bei denen ich nach der OS-Verdampfung am 14. Dezember einige ausgeräumte Stifte auf der Windel gefunden habe. Könnt Ihr mir auf die Sprünge helfen, wie das Flugverhalten bei diesen Völkern zu interpretieren ist?


    Die Schieber sind draußen, weil ich mir denke, lieber rausgeworfene Brut als Futternotstand im März... Liege ich damit richtig? Die mit vielen Varroen brüten offenbar durch und fliegen, die anderen nicht.


    Gruß Peter

  • Auf Anraten eines IF habe ich die 1 HZ von den BZ runtergenommen, worin ich meine Futterdosen hatte. Was soll ich jetzt machen, wenn Ende Februar das Futter sich dem Ende zuneigt. Soll ich dann Zarge wieder rauf? Womit kleben die dann zu, wenn sie nicht fliegen können? Auf jeden Fall nicht zuviefüttern, sonst hat man den ganzen Zuckersaft im Blütenhonig.

  • Die mit vielen Varroen brüten offenbar durch und fliegen, die anderen nicht.


    Umgekehrt, die wo durchbrüten haben mehr Varroen. Dann brauchen sie wegen des Brütens noch Wasser und müssen fliegen.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Auf Anraten eines IF habe ich die 1 HZ von den BZ runtergenommen, worin ich meine Futterdosen hatte. Was soll ich jetzt machen, wenn Ende Februar das Futter sich dem Ende zuneigt. Soll ich dann Zarge wieder rauf? Womit kleben die dann zu, wenn sie nicht fliegen können? Auf jeden Fall nicht zuviefüttern, sonst hat man den ganzen Zuckersaft im Blütenhonig.


    Kannst Du das mal so aufschreiben, daß man Dich versteht? Was ist ein IF? Warum ist bei Dir im Winter ein Honigraum drauf? Womit kleben die was zu? Wieviel hast Du denn gefüttert? Hast Du die danach gewogen?


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • Vielleicht sind das auch die, die Aufgrund der Milben geschädigt sind und nun dem Sonnenuntergang - oder dem Selbstmord entgegen den Stock verlassen....


    Die Bienen der anderen Völker ohne die Milbe sind nicht geschädigt und müssen nicht in den Sonnenuntergang fliegen. Daher ist da alles ruhig - ist nur eine Theorie...

  • Was ist ein IF? ImkerFreund
    Warum ist bei Dir im Winter ein Honigraum drauf? Ne, hab ich eben nicht drauf, aber ich hab in 09/14 von oben in einer Plasteschünssel gefüttert, die auf den Bruträhmchen stand in einer leeren HZ. In 11/14 hab ich die leere HZ runtergenommen.
    Womit kleben die was zu? Mit Propolis die Ritze zwischen den Z.
    Wieviel hast Du denn gefüttert? 14 - 20 kg Zuckersirup 2:3
    Hast Du die danach gewogen? Ja, mit Tabelle

  • Hallo Debora,


    du hattest also eine Leerzarge zum Füttern drauf und hast diese nun entfernt - richtig so. Ist sonst nur Leerraum, in dem die warme Abluft steigen kann. Wenn das Futter nicht reichen sollte, musst du dich im Februar März drum kümmern. Da hilft es dir auch nicht, wenn du jetzt eine Leerzarge noch drauf hast. Wenn es dann kalt ist, hilft die sowieso dann zum füttern nichts. Besser geht es dann von unten oder mit einer Futtertasche. Aber warte das erst mal ab. Ob 20 Kilo für dich reichen, kann ich dir gar nicht sagen - wir wissen ja noch immer nicht, woher du kommst...


    Mit dem Honig hat das zu viel Füttern nichts zu tun. Das ist dafür schlicht egal. Bevor du im Frühling den Honigraum bei guter Tracht (z. B. Kirschblüte) aufsetzt, werden überzählige Futterwaben entnommen bzw. durch Mittelwände getauscht (je nach Betriebsweise und Beute).


    Was das alles mit Propolis zu tun hat ist mir nicht ganz klar geworden. Vielleicht meinst du die Ritzen zwischen Brutraum und Leerzarge? Da du die ja nicht draufsetzt - außer zur Erweiterung bzw. zur Kirschblüte, ist das ja egal. Und im März sollten die Bienen ja in den meisten Gebieten wieder ab und zu fliegen können - außer halt in 2013 - da war es überall kalt...

  • Ich habe meine Schieber nie drin. Nur nach Varroabehandlung um den Fall zu zählen. Dannach fliegen die wieder raus. Hat bis jetzt immer funktioniert

  • Richtig so. Nur zur Diagnose und während der Behandlung muss die Bodenlüftung geschlossen werden. Ansonsten kann und sollte sie ganzjährig offen sein. Die dadurch erzielte Lüftung reguliert die Luftfeuchtigkeit im Kasten und beugt Schimmelbildung im Winterhalbjahr vor. Die Bienen kümmern sich aktiv um die Temperaturregulation, aber nicht um die Luftfeuchtigkeit im Stock.


    Um die Temperaturregulation zu unterstützen, muss allerdings nach oben über dem Bienensitz ein Abschluss (Deckel, Folie oder Zwischenboden) sein. Das Volk sitzt sozusagen in einem umgedrehten "U" oder in einer "Glocke". Keine Sorge, wegen der Öffnung unten erfrieren sie nicht, da Wärme aufsteigt. Die Temperaturregulation der Bienen klappt trotz der offenen Bodenlüftung ganz gut, wenn sich die aufsteigende Wärme oben stauen kann.


    Ein IF konnte in einem Jahr ab September krankheitsbedingt nicht mehr zu seinen Bienen und diese mussten dann notgedrungen mit aufgesetzer Leerzarge und (leerem) Futtereimer überwintern. Starke Völker schaffen das, aber es ist halt ungünstig. Wenn nach dem Abschleudern von oben eingefüttert wird, sollte der Leerraum oben im September wieder abgenommen werden.


    Liebe Grüße vom Sammler