Neuling, keine Bienen zu sehen

  • @ Genscher (Hans Dietrich, bist Du´s wirklich): Du hast recht, man muss nicht nur behandeln sondern auch den Milbenfall beobachten. Aber diese Beobachtungen sind im Sommer auch nicht immer aussagekräftig. Habe mir letztes Jahr den Luxus geleistet ein paar Völker mit dem neuen MAQS zu behandeln und obwohl die Reaktion der Völker sehr stark war (es lagen, wie sich später herausstellte, jede Menge betäubte Bienen vor dem Flugloch) war der Milbenfall in den ersten Tagen gering (ca. 100). Habe leider nicht länger kontrolliert.
    Wenn man mit Verdunstern arbeitet ist es wichtig, zu überprüfen, ob die vorgeschriebenen täglichen Mengen auch tatsächlich verdunsten.
    Daher werde ich dieses Jahr den Nassenheider Verdunster professionel testen, da soll, temperaturunabhängig, die eingestellte Menge heraustropfen und die Verdunsterfläche stellt sich selbst ein.


    Muss ehrlich sagen, für mich stellt die Varroa kein Problem dar, ich schneide mehrere Baurahmen/ Volk, bilde Ableger (min. 1/ Volk), behandle 2x mit AS (mittlerweile auch die Ableger) habe auch schon ApiLifeVar getestet, funktioniert auch, rechtzeitig eingesetzt und, zu guter letzt, OS im Winter.



    Meine Meinung zur "Varroaproblematik": Es wird meist zu spät behandelt! Und das sollte von offizieller Seite auch mal angesprochen werden!

  • Ich musste vor 2 Wochen per Hand die toten Bienen vom Gitterboden rausholen, weil die mit dem ausräumen nicht hinterhergekommen sind. Mal gucken...


    Ob dieser (starke?) Totenfall vom zu starkem behandeln kommt, darüber ließe sich diskutieren und die toten Bienen werden eh erst, wenn überhaupt, bei Flugwetter heraus geschafft.


    Aber, Deine Aktion war richtig und wichtig! Man muss im Winter gelegentlich die Fluglöcher kontrollieren/ freimachen. Damit die Völker bei einsetzendem Flugwetter nicht verbrausen.


    ich kratze mit einen dünnen Gegenstand die toten Bienen einfach zum Flugloch heraus.


  • Nun ist es so, dass ich schon bei der Oxalsäurebehandlung im Dezember festgestellt habe, das kaum Bienen zu sehen sind. Ich bin nur dahingehend verwirrt, das ich, wenn ich mir Videos von anderen Imkern auf YouTube etc. bezgl. der Oxalsäurebehandlung anschaue, immer viele Bienen beim öffnen der Beute zu sehen sind.
    Soll ich die Beute öffnen, um nachzuschauen was los ist oder einfach warten? Ich habe nur Angst, das doch zu wenig Futter da ist. Wenn ich nun nicht schaue ist es möglicherweise bald zu spät.
    Für Antworten wäre ich sehr dankbar, Gruß Pat


    Wie lautet noch der Imkerspruch: "Es sind noch nie Bienen verfroren, jedoch Bienen verhungert."

    Ich mache, was ich erzähle - und ich erzähle (zeige), was ich mache !

  • Habe mir letztes Jahr den Luxus geleistet ein paar Völker mit dem neuen MAQS zu behandeln und obwohl die Reaktion der Völker sehr stark war (es lagen, wie sich später herausstellte, jede Menge betäubte Bienen vor dem Flugloch) war der Milbenfall in den ersten Tagen gering (ca. 100). Habe leider nicht länger kontrolliert.


    Das ist kein Luxus sondern imkerlicher Selbstmord, diesen MAQS-Mist anzuwenden und auf Effektivität zu vertrauen.


    Ich war im November auf einem 2-tägigen Imkerseminar der ADAPRO-LR (Association du développement de l'Apiculture Professionnelle en Languedoc-Roussillon). ADAPRO-LR ist sicherlich die grösste und aktivste Organisation der Berufsimker in Frankreich. Dort wurde in einem Vortrag von Wissenschaftler der ITSAP die Ergebnisse eines 2-jährigen Feldversuches des Produkts MAQS vorgestellt. Die Ergebnisse waren einfach enttäuschend und der anwesende Mitarbeiter der Firma hat sich ganz klein gemacht.

    Ich mache, was ich erzähle - und ich erzähle (zeige), was ich mache !

  • Ergebnisse eines 2-jährigen Feldversuches des Produkts MAQS vorgestellt. Die Ergebnisse waren einfach enttäuschend und der anwesende Mitarbeiter der Firma hat sich ganz klein gemacht.


    Aber es wird von genügend "verzweifelten" Hobbyimkern gekauft, egal zu welchem Preis. Dementsprechend teuer wird das neue Wundermittel verkauft. Altes neu verpackt...

    "In der Natur ist die Bedeutung des unendlich Kleinen unendlich groß." (Louis Pasteur)