Dummes Versehen: Salz statt Zucker in Oxalsäure-Lösung...

  • " Mein einz'ger Bua, und so an Daggl " ...der Spruch würd gerade auf mich zutreffen.
    Habe gestern 2 Völker mit OS behandelt (vorher waren sie nicht brutfrei) und erst dann ist mir ein Licht aufgegangen, warum die Lösung dieses Jahr so trüb ist. Ich habe wohl das Salz-gefäß statt Zucker erwischt! So ein Mist! Asche auf mein Haupt, ich hoffe die Armen leiden nicht zu sehr und verkraften es.
    Überstehen das meine Lieblinge? Oder verdirbt Ihnen das das Futter, den Appetit oder sonstwas? Oder kommt der Wasserhaushalt durcheinander?
    Oh Mann, ich ärgere mich sooo, und es tut mir so leid für die armen!


    Ich lasse Euch wissen, wie/ob sie es verkraftet haben - spätestens beim Auswintern.


    Ist das schonmal jemandem passiert?
    Erfahrungen?
    Ich kann doch nicht der einzige Trottel sein, dem das passiert ist?

  • 1g Salz auf einen Liter Wasser an der Tränke, habe ich meinen Bienen angeboten ohne negative Auswirkungen. Bei deiner Lösung sieht das nicht gut aus, da kannst du nur hoffen.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Drück dir die Daumen, dass alles gut ausgeht. Halt uns auf dem laufenden, könnte jedem passieren und dann wissen wir was einen erwarten wird.

    Gruß Markus


    Ubi apis, ibi salus 
    Wo Bienen sind, dort ist Gesundheit

  • Ketzerisch könnte ich jetzt fragen ob Andermatt BioVet oder das Serumwerk Bernburg Salz und Zucker vertauscht hat. Es wird immer wieder mit Anwendungssicherheit und genauer Dosierung argumentiert. Noch letzte Woche habe ich mit Kollegen gewitzelt, dass die 300,15 g Saccharose absolut wichtig sind und mangelnde Wirkung auf das vergessene Zuckerkorn in der Tüte zurückzuführen ist, aber Salz vs. Zucker - man wird immer wieder überrascht.

  • Newbee
    Ich bin der Meinung, kürzlich gelesen zu haben, dass man bei einer versehentlichen Überdosierung bei der Träufelung, mit Wasser träufeln solle, um die Dosis zu reduzieren. Ginge das vielleicht nicht auch bei dir?
    Weiß allerdings nicht, wie kalt es bei dir ist. Wir im Norden sollen am Wochenende 14 °C bekommen.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

  • Ich lese hier bereits zum zweiten Mal (bei Jungimker uhu-legoglas schon vorgestern), das Anfang Januar noch eifrig mit Oxalsäure behandelt wird.


    Da ich noch nicht so lange Bienen halte meine Frage: Habe ich hier was verpasst, ich dachte Januar wäre bereits tabu ?

  • Offizielle Rechtslage: Wenn du dieses Jahr von dem Volk Honig ernten willst, war 31.12.14 letzte Behandlungsmöglichkeit. Einige setzen sich vielleicht darüber hinweg, weil nen messbaren Rückstand im Honig wirst du auch bei einer Behandlung Mitte Januar nicht haben, zumal Oxalsäure ja auch ein Bestandteil des Honigs ist. (Meine Meinung) Aber ein Gesetz, das sagt, du kannst so bis ca. dann und dann behandeln, wird es nicht geben. Von daher: Fixtermin. Und bei uhu-legolas hatte ich das so verstanden, dass er eh keinen Wert auf den Honig lege.

    Gruß Michi ☮ ------------- Spezialisierung ist was für Insekten! :-D

  • Es konnte noch niemand einen wirklichen Stichtag nennen, der gesetzlich so festgelegt wäre (Watscht mich ab, wenn ich falsch liege - aber bitte mit Quellenangabe).
    Irgendwer hatte wohl mal den 31.12. genannt und das hat sich so eingebürgert.
    Wenn ab dem 21.12 die Tage langsam wieder länger werden, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Bienen wieder in Brut gehen. Völker die bis dahin noch brüten, werden auch im Januar noch brüten. Daher sehe ich keinen Grund, die Bienen erst im Januar zu behandeln (Das ist aber nur meine bescheidene Sichtweise als Anfänger, der noch nicht mal sein erstes Jahr voll hat).

  • Ich erinnere mich, dass kein Stichtag angegeben war, sondern bei der Formulierung Bezug auf das Erntejahr genommen wurde und dadurch der 31.12. implizit der Stichtag wird (nach der Behandlung darf im gleichen Jahr nicht mehr geerntet werden). Nach etwas Suchen habe ich das hier gefunden:


    (Leitfaden Varroa Bekämpfungskonzept Celle): "Gemäß der Standardzulassung ist eine Varroa-Behandlung mit organischen Säuren nur dann zulässig, wenn die Anwendung nach der letzten Honigernte des Jahres erfolgt bzw. bei einer Sommerbehandlung erst die Honigernte der Tracht des Folgejahres genutzt wird. "


    Ich hoffe das reicht hier...

  • Das ist nicht ganz richtig so, die Regelung lautet ungefähr: In dem Jahr, in dem behandelt wird, darf von dem behandeltem Volk kein Honig mehr gewonnen werden. Somit Stichtag 31.12 ;-)

    Man muß keinen Wind machen, aber man muß segeln können.

  • Euer Problem ist nicht sein Problem. Er sorgt sich um seine Bienen und ihr um den Stichtag. Es gilt da wohl eine theoretisch eine Dreimonatsregel. Ist es Anfang März kalt und keine Tracht hat er kein Problem. Zu Anfang, als das noch nicht gesetzlich geregelt war, hat man mit 10%iger Oxalsäure im Februar behandelt. Heute darf man mit Ameisensäure (Maqs) nach der Frühtracht behandeln. Frage an den Fachmann - warum? Es wurde mit den jetzigen Erkenntnissen zugelassen.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • .... Heute darf man mit Ameisensäure (Maqs) nach der Frühtracht behandeln. Frage an den Fachmann - warum? Es wurde mit den jetzigen Erkenntnissen zugelassen.


    Remstalimker


    Hi,
    das ist das vorweggenomme TTIP oder CETA. DANKE SCHÖN! Die Fachleute (Institutsleiter) die ich gesprochen habe, sagen man habe sie NICHT gefragt.
    Brummerchen


  • Ist das schonmal jemandem passiert?
    Erfahrungen?
    Ich kann doch nicht der einzige Trottel sein, dem das passiert ist?


    Mich ärgert oft die zunehmende staatliche Bevormundung, aber sowas ist natürlich Wasser auf deren Mühlen...
    Was wäre erst, wenn du irgendwann mal Oxalsäure statt Zucker in deinen Tee rührst...?


    Bei der Suche nach Informationen über die Gefährlichkeit von Oxalsäure habe ich einen (uralten) Bericht gefunden, demzufolge es Todesfälle durch Oxalsäure gab, weil Leute aus Versehen 'Kleesalz' (also Oxalsäure) statt 'Glaubersalz' (also Natriumsulfat) eingenommen haben. Kleesalz wurde zum Putzen/Bleichen/Entrosten verwendet, während Glaubersalz als Abführmittel diente. Tja, das Abführmittel rührt man in Wasser und stürzt es möglichst schnell herunter, weil es eben nicht so lecker ist. Und bei manchen Leuten standen halt beide Gefäße nebeneinander im Küchen- oder Medizinschrank, da ist das wohl mal passiert.


    Aus diesem Grund sollte man für Unverwechselbarkeit sorgen. Bei uns sind Zucker und Salz zwar im gleichen Schrank, aber in völlig verschiedenen Gefäßen. Selbst im Halbschlaf ist Verwechslung ausgeschlossen. Und Oxalsäure steht natürlich ganz woanders.
    (Dafür gibt es bei mir andere Dinge, die suboptimal verstaut sind. Müsste da auch mal aufräumen.)



    Grüße,
    Robert