Urban Legend oder gibt es das wirklich? "Wachs verfärbt sich grau"

  • Hallo!


    Ich bin dabei, mir einen Wachsschmelzer (mit "Autoklavierer"/Desinfizierer-Funktion) selbst zu bauen. Das Material besteht aus "verzinktem Stahlblech".


    Jetzt liest man im Forum + Internet immer wieder davon, dass sich Bienenwachs grau verfärbt, wenn es in falschen Behältern gegossen wird.
    Stimmt das wirklich? Wenn ja: Welche Metalle/Materiallen sind problematisch? Ist das "verzinkte Stahlblech" (was ich nutzen will) auch problematisch?


    Vielen Dank für die Infos!

  • Hallo Genscher!


    Verzinkter Stahl ist auch nicht geeignet. Ich hatte früher auch einmal einen abgeschnittenen Boiler mit verzinktem Stahl als Wachsschmelzer, war aber nicht geeignet. Da wäre schade um die investierte Arbeit und um die Euros. Da kommt eigentlich nur Edelstahl in Frage, denn Kunststoff scheidet bei Desinfizierfuntion aufgrund der nötigen Temperatur auch aus. Email wäre noch eine Möglichkeit, ist aber auch aufwändiger zu gestalten wie Edelstahl.


    MfG
    honigmaul

  • Eigentlich hat der Drohn schon alles gesagt.
    Ich habe gelernt das die Verfärbung durch Eisen verursacht wird. Das kann schon dur verrosteten Rähmchendraht geschehen, der war früher verzinkt. Bei emalierten Eimern oder Schüsseln und Waschkesseln wurde darauf geachtet das keine Schadstelle vorhanden war. Verzinktes Stahlblech birgt auch die Gefahr des Verfärbens in sich.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Vielen Dank für eure Antworten.


    Ich hatte natürlich gehofft, dass ihr etwas anderes schreibt, aber besser so als graues Wachs.
    Jetzt muss ich halt in den sauren Apfel beißen. Eine Werkzeugtruhe passend für 2 Zander-Zargen: 85€ (verzinktes Stahlblech) vs 200€ (Edelstahl).

  • Ich hatte natürlich gehofft, dass ihr etwas anderes schreibt, aber besser so als graues Wachs.


    Hatte ich auch gehofft, hatte ein altes verzinktes Absperrgitter als Tresterfang in den Wachsschmelzer gelegt. Jetzt habe ich rund 4kg graues Wachs, weil ich nicht an die Verfärbung gedacht habe. Das kam eindeutig vom Gitter, das dort noch anhaftende Wachs war fast schwarz.


    Könnte Aluminium eine Alternative sein? Bin mir aber gerade nicht sicher.


    Stefan

  • Vllt. ist beschichtetes oder anodisiertes Aluminium die brauchbare Variante, diese Oberflächen sind meist recht stabil gegen Korrosion. Im Wachs sind laut einigen Inhaltsangaben Anteile von Säuren enthalten. Es soll eine chemische Reaktion einiger Wachsbestandteile mit den Metallen stattfinden, durch die das Wachs ergraut. Es wird hier und da auch von Leitungswasser (je nach Härtegrad) abgeraten, weil dort Mineralien und Metalle in gelöster Form enthalten sind, die das Wachs optisch verunreinigen.


    Gruß Andreas

  • Hallo,
    Ich hab auf dem Dachboden noch ca. 50 kg Wachsblöcke liegen, die aus der Imkerei meines Großvaters stammen. Diese sind alle grau mit einem starken Grünstich. Soweit ich von meinem Vater weiß, wurden damals die Waben in einem Mörteleimer ausgeschmolzen, die ja früher aus Blech waren. Außerdem wurde es durch ein Kupfersieb geschüttet, um gröbere Tresterbrocken raus zu halten. Das erklärt wohl den Grünstich.
    Werde wohl mal alles in Wasser unter Zugabe von Oxalsäure auskochen und rühren. Das soll ja Wunder wirken.

  • Hi,


    das ergrauen durch Eisen ist mir bekannt,es soll auch nicht mehr behoben werden können, ausser bleichen evtl,


    hab aber in meinem Dampfwachsschmelzer ein Alulochblech drin,das ich auch regelmäßig auskratze.
    hab aber noch
    keine optischen Veränderungen bemerkt


    Gruß

  • Hallihallo,


    ich würde den Thread gerne noch einmal beleben.



    Ich habe mir in der elektronischen Bucht einen Topf gekauft, der als "Edelstahl" beschrieben war. Jetzt ist er aber äußerst magnetisch - was nicht unbedingt heißen muss, dass es kein Edelstahl ist.


    Meine Frage ist also: wenn es kein reines Eisen oder Blech ist, habe ich dann eine Chance, dass sich das Wachs nicht verfärbt? Gibt es eine sinnige Möglichkeit das zu testen?


    Gruß
    Sebastian

  • Ich habe mir in der elektronischen Bucht einen Topf gekauft, der als "Edelstahl" beschrieben war. Jetzt ist er aber äußerst magnetisch - was nicht unbedingt heißen muss, dass es kein Edelstahl ist.


    Wenn Dein modern aussehender Topf wie Edelstahl aussieht und als Edelstahl deklariert ist UND magnetisch ist, dann sollte er auch aus Edelstahl sein. Da immer mehr Leute einen Induktionsherd haben, müssen dafür die Topfböden magnetisch sein - je magnetischer, desto besser. Es gibt auch noch Edelstahltöpfe, die nicht magnetisch sind. Oder Alutöpfe. Am Gewicht merkt man es nur bedingt, da es auch sehr dünne (billige) Edelstahltöpfe gibt.


    Gruß
    Kikibee

    With lots of room for improvement.