Zulassung Oxalsäure

  • Lieber CharlyBaum,


    30 ml in 15 min wäre die 10-fach höhere Verdunstungsleistung als die Gerätebescheibung angibt!? Fassungsvermögen des Tanks im von Dir verlinkten Gerät beträgt nur 6 ml. Hast Du Dich ggf. um eine Zehnerpotenz vertan oder hast Du wirklich 6 x nachgefüllt in den 15 min?


    Mit Grüßen aus dem Aprilschnee - Gottfried


    stimmt, Potenzen waren noch nie meine Stärke, :roll:


    ich werde es heute Abend mal austesten wie lange es für den vollen Behälter braucht,

  • Zunächst mal: Oxalsäurevernebelung ist nun wirklich nichts neues. Wurde hier schon vor 12 Jahren diskutiert.
    ultraschall verneblung von oxalsäure (ok, das war mit Ultraschall, nicht Kompressor)
    Sowas wurde auch mal kommerziell vertrieben: apiSTAR


    Dazu kann ich keine Antworten geben, es muss getestet werden. In 15 min hat man die 30 ml verdunstet, die Menge ist nur von der empfohlenen Träufelmenge abgeleitet.


    Für das Gerät sind 0,2ml/min angegeben, also vernebelt es in 15 min maximal 3 ml. Allerdings könnte man evtl. die Konzentration erhöhen...?


    Zitat

    Ich gehe aber davon aus, dass man wesentlich weniger ml braucht, da der feine Nebel sich besser auf Oberflächen ablagert als eine geträufelte gleiche Menge. Ich habe eine Oxuvarlösung verwendet beim testen, der Zucker ist kein Problem.


    Der Nebel lagert sich überall in der Beute ab, auch auf Randwaben und Zargenwänden. Demgegenüber würde man beim Träufeln im Winter nur in die Bienentraube kleckern, und normalerweise tropft da fast nichts unten raus.
    Und wozu eigentlich den Zucker? Selbst beim Träufeln ist seine Notwendigkeit soweit ich mich erinnere nicht ganz unumstritten.


    Deine Betrachtungen zur Sicherheit sind haarsträubend. Weder ist nachvollziehbar, warum beim Verdampfen z.B. mit dem Oxamat oder dem Varrox (die beide keine Luft von außen einbringen) mehr Oxalsäuredampf austreten sollte als bei einem Vernebler, der immerhin 6-8 l Luft pro Minute reinbläst. Noch hat bisher überhaupt hier jemand Belege zur Gefährlichkeit von verdampfter Oxalsäure gebracht. Und vor allem: auch Belege zur geringeren Gefährlichkeit von vernebelter Oxalsäure kann ich nicht sehen.


    Kann ja sein, dass der Vernebler nützlich ist. Vielleicht sogar besser als manches andere Verfahren (vielleicht auch schlechter), darüber will ich hier gar nicht urteilen. Es geht mir nur um die bisherige Argumentation für das Gerät/Verfahren, denn die ist schlicht komplett falsch.


    Grüße,
    Robert

  • Danke Danke, finde ich sehr gut, werde ich sicher auch mal testen


    Vorteil gegen Ultraschall, da kann sicher weniger kaputt gehen , die Membran ist ja sehr empfindlich


    und ich würde sagen 10 ml reichen vollkommen

  • Im benachbarten Österreich hat sich etwas bewegt. Imker werden dort auch für geschickt genug gehalten, selber Träufellösung anzumischen oder 2,3g OX/Volk für die Sublimation abzumesslöffeln:
    http://www.imkerbund.at/?id=2500%2C1134453%2C%2C
    Verwunderlich allerdings, daß dort Wartezeit bis zur Honigernte mit 0 (null) angegeben ist. Nur"während der Behandlung darf kein Honig geerntet werden." (Zf. 4.11. der Fachinformation).
    Zugelassen ist dafür das (italienische) Produkt Api-Bioxal = Oxalsäure in einer Reinheit von lediglich 88,6%.

  • Das Verdampfen von Oxalsäure wird in dieser Studie als die bessere Applikationsform von Oxalsäure gefunden. Weniger Oxalsäure ist notwendig, um eine hohe Wirksamkeit zu erreichen, bei weniger Bienenschäden, mehr Brutflächen und bessere Auswinterung im Frühjahr. Im Vergleich zum Träufeln oder Sprühen von Oxalsäure:


    http://www.tandfonline.com/doi…080/00218839.2015.1106777