Zulassung Oxalsäure

  • In der Schweiz, Italien, Spanien(?) und Dänemark dürfen Imker meßlöffeln und OX verdampfen. OX ist dort nicht einmal apothekenpflichtig. Das italienische Produkt Bioxal (von Chemicals Laif) wird sogar nur in 88,6%iger Reinheit angeboten:


    http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=2&ved=0CCcQFjAB&url=http%3A%2F%2Fwww.suedtirolerimker.it%2Ffiles%2Fcontent%2F480919_28991_1_0%2Fetichetta-api-bioxal-ted.pdf&ei=b18ZVaP_OYvgOOLbgbAG&usg=AFQjCNGeqIIofOBbw39LwFLu_d8GF7AWPQ&bvm=bv.89381419,d.ZWU


    In Deutschland wird die Reinheit von OX ad us.vet. mit 98,6%, OX technisch mit 98,6% angegeben.
    In Spanien OX als Ecoxal (von Ceva Salud Animal S.A.) - Reinheitsgrad und Form (Pulver/Tabletten) kenne ich nicht.
    Weiß Jemand Näheres bzw. kennt weitere Verdampfungslegalitäten und v.a.: OX als 1g-Tablette?

  • Such mal mehr Richtung lupenreiner Demokrat :daumen:

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Da fand ich nix. Daß in diversen Verkaufsplattformen OX-Tabletten in 99,6% (technischer) Reinheit angeboten werden, ist offensichtlich. Die deutschen Behörden fordern jedoch 99,8% ad us. vet.

  • Die deutschen Behörden fordern jedoch 99,8% ad us. vet.


    Für ein Verfahren, dass sie noch nichtmal zugelassen haben :confused:

    „ Wir können weiter sehen als unsere Ahnen und in dem Maß ist unser Wissen größer als das ihrige und doch wären wir nichts, würde uns die Summe ihres Wissens nicht den Weg weisen.“

  • Lieber Molle,


    es geht mir um die Chancen, eine Zulassung für die Bedampfung zu erwirken. Fr. Dr. Rademacher nannte mir da so einige "Vorbedingungen", ohne die es wohl ihrer Einschätzung nach keinen Sinn für einen neuen Anlauf gäbe.
    Von ad. us. vet (resp. 99,8% Reinheit) würde wohl die Zulassungsbehörde nicht abrücken. Auch im IF wurde ja diese Ansicht vertreten nach dem Motto: vermeidbare Verunreinigungen vermeiden. Mich wundert sehr, daß die italienische Zulassung eine Reinheit von nur 88,6% erlaubt. Oder es ist ein Druckfehler o.g. Quelle oder die zählen das gebundene Wasser als "Hilfsstoff" hinzu o.a., ich weiß es nicht. Vielleicht kennt Jemand die italienischen Verhältnisse besser?


    Mit imkerlichen Grüßen - Gottfried

  • Hallo Gottfried,


    da drücke ich dir beide Daumen, dass du die Zulassung erwirken kannst.


    Das Verdampfen ist sicherlich nicht jedermanns Sache - aber die, die es beherrschen würden es ja dann legalisiert anwenden können, wobei unlegalisiert der Behandlungserfolg ebenfalls gegeben ist.


    Gruß Jürgen ....... und uns bitte in der Sache auf dem Laufenden halten.

    Nicht jeder, der mir Honig ums Maul schmiert, meint es auch wirklich gut mir mir. :wink:

  • ich habe da mal ne Frage an all die gut informierten hier, was haltet ihr von Oxalsäure vernebeln? Ich habe mir ein Inhalationsgerät besorgt - zum Behandeln von Erkältungen der Menschen,


    http://www.xxl-technik.de/Gesu…tor-Aerosolvernebler.html


    In den kleinen Plastikbehälter wird die Oxalsäurelösung 3,5 eingefüllt, durch den Luftstrom des Kompressors wird die Lösung in der Beute in feinste Teile vernebelt. Der Kompressor steht außerhalb der Zarge.
    Der Test an einer leeren Beute hat super funktioniert, den Vernebler habe ich an einer Wabe befestigt, der Nebel zieht wunderbar über die Waben, durch die aufgelegte Plexischeibe war das gut zu sehen.Der Vorteil ist, dass man mit dem Nebel und damit der Oxalsäure nicht in Berührung kommt, es bleibt alles in der Beute. Die zu verdampfende Menge könnte man ja an der Träufelmenge - 30 ml - festmachen.
    Hat jemand eine Idee zur Wirksamkeit?? Der Nebel mit der darin gelösten Oxalsäure müsste sich doch gut auf den Bienen verteilen und damit eine bessere Benetzung ergeben als beim träufeln.
    Meiner Meinung nach müsste die Wirksamkeit mit dem Verdampfen ähnlich sein, jedoch ohne die mit dem Verdampfen verbundenen Gefahren.
    Diese Methode ist natürlich auch nicht zugelassen..
    Wenn das Wetter besser wird werde ich es an einem Volk probieren - kein Honig von diesem Volk in diesem Jahr, alles klar.


    Bei Interesse werde ich versuchen ein Video einzustellen.


    Grüße aus Werder an der Havel,


  • Hat jemand eine Idee zur Wirksamkeit?? Der Nebel mit der darin gelösten Oxalsäure müsste sich doch gut auf den Bienen verteilen und damit eine bessere Benetzung ergeben als beim träufeln.


    Gut wirksam.
    Dasselbe hatte ich mal vor vielen Jahren ausprobiert (Anregung durch einen Artikel in Zeitung bzw. Forum?).
    Problem: Oxalsäure ist eine Säure und die greift das Inhalationsgerät massiv an. Nach einigen wenigen Vernebelungsaktionen war der Inhalator kaputt. Ergo: Nicht praktikabel.


    .....jedoch ohne die mit dem Verdampfen verbundenen Gefahren.


    Welche Gefahren? Die, die die Bundesbedenkenträger immer wieder postulieren, aber Arbeitsmediziner nicht finden?
    So ein Oxalsäurenebel dürfte genau so gefährlich sein, wie Oxalsäuredampf. Das dürfte sich also nix nehmen.

  • Die Säure kommt nur mit dem Vernebler aus Plastik in Kontakt, der Hersteller (südlich Berlin) meinte dazu, der Vernebler kann sogar AS ohne Probleme verdampfen, das ist bei diesem Gerät der Vorteil gegenüber einem Ultraschallvernebler. Die Firma würde auch Anpassungen an dem Gerät vornehmen wollen wenn das notwendig wäre, z.B. einen größeren Vorratsbehälter für die Flüssigkeit.


    Er meinte übrigens, das Gerät nutzen vor allem Papageienbesitzer zum Verdampfen eines Medikamentes gegen Pilzbefall.


    Das Video würde ich heute Abend oder morgen einstellen können.


    Sicher wird der Nebel weniger gefährlich sein als Dampf, nur gehe ich davon aus, dass der Nebel schnell im Stock sich niederschlagen wird ohne aus der Beute austreten zu können.

  • Vernebelungsleistung des Gerätes: 0,2ml/min -> Wieviel dosiert man pro Wabengasse, da sich der Nebel auch am Material, nicht nur an den Bienen niederschlagen wird? Wie lange benötigt man pro Volk?
    Vernebelt das Gerät langfristig auch den Zucker in der Lösung?

  • Der Nebel aus Mini Tröpfchen sollte sogar gefährlicher sein da er sich wahrscheinlich leichter anhaftet als die Mini Kristalle.
    Zusätzlich wird das Wasser der Minitröpfchen sehr schnell verdunsten und damit stark benebelte Bienen sehr stark kühlen.

  • Dazu kann ich keine Antworten geben, es muss getestet werden. In 15 min hat man die 30 ml verdunstet, die Menge ist nur von der empfohlenen Träufelmenge abgeleitet. Ich gehe aber davon aus, dass man wesentlich weniger ml braucht, da der feine Nebel sich besser auf Oberflächen ablagert als eine geträufelte gleiche Menge. Ich habe eine Oxuvarlösung verwendet beim testen, der Zucker ist kein Problem.


    Das Gerät ist nicht so teuer als dass man es probieren könnte. Der eigentliche Verdampfer kostet nur einige wenige Euro, sollte die Behandlung funktionieren, kann man mit einem Kompressor/Druckluftflasche eine sehr große Anzahl von Völkern in sehr kurzer Zeit behandeln.

  • Lieber CharlyBaum,


    30 ml in 15 min wäre die 10-fach höhere Verdunstungsleistung als die Gerätebescheibung angibt!? Fassungsvermögen des Tanks im von Dir verlinkten Gerät beträgt nur 6 ml. Hast Du Dich ggf. um eine Zehnerpotenz vertan oder hast Du wirklich 6 x nachgefüllt in den 15 min?


    Mit Grüßen aus dem Aprilschnee - Gottfried