Zulassung Oxalsäure

  • Hallo das einzige in Deutschland zugelassene Oxalsäure Präparat ist OXUVAR zum Träufeln. Bei uns in BW wird das von der TSK bezuschusst und ist relativ günstig (meine 10 Euro für 20 Völker), gilt auch für AS 60% ad us vet. (1 Liter 2 €) und Api Life Var (1 Packung 1 €).
    Dr. Frank Neumann vertritt die Ansicht, das die Anwendung von OS in brütenden Völkern nicht wirksam ist.


    Grüße von der Ostalb


    Alfons

  • Müssten mit den Unterlagen zu den Zulassungsverfahren in anderen Ländern nicht eigentlich ausreichende Informationen und Studien vorliegen, um auch in D einen Antrag für die OX-Verdampfung stellen zu können? Was fehlt noch, oder liegt es nur am Geld für die Gebühren?


    Viele Grüße
    Henrike

    Das Ganze ist mehr als das Summen seiner Teile.

  • Müssten mit den Unterlagen zu den Zulassungsverfahren in anderen Ländern nicht eigentlich ausreichende Informationen und Studien vorliegen, um auch in D einen Antrag für die OX-Verdampfung stellen zu können? Was fehlt noch, oder liegt es nur am Geld für die Gebühren?


    Viele Grüße
    Henrike


    Dann wär´s ja zu einfach :-D aber es muss wohl jedesmal das Rad neu erfunden werden! Wie wäre es sonst möglich das es Mittel gibt, die z. B. in Italien zugelassen sind und in Deutschland nicht! EU hin oder her :mad:
    Und da ist noch ein Problem: warscheinlich ist mit den Behandlungsmitteln für Bienen nicht genug zu verdienen.

  • Hallo Alfons !


    Hallo das einzige in Deutschland zugelassene Oxalsäure Präparat ist OXUVAR zum Träufeln.


    Falsch !


    Zugelassen zur Träufelbehandlung ist mindestens auch: Oxalsäuredihydrat-Lösung 3,5% vom Serumwerk Bernburg.



    Hallo Henrike,


    Müssten mit den Unterlagen zu den Zulassungsverfahren in anderen Ländern nicht eigentlich ausreichende Informationen und Studien vorliegen, um auch in D einen Antrag für die OX-Verdampfung stellen zu können? Was fehlt noch, oder liegt es nur am Geld für die Gebühren?


    Entsprechende deutsche Stellen, sehen keinen größeren Erfolg mit der Oxalsäureverdampfung,
    gegenüber anderern Behandlungsmethoden, des weiteren wird hier die mangelnde Anwendersicherheit gesehen.



    GdBK

    Aus der Übertreibung der Warnungen,
    ist die Unterschätzung der Realität geworden.

  • Hallo Henrike,
    Entsprechende deutsche Stellen, sehen keinen größeren Erfolg mit der Oxalsäureverdampfung,
    gegenüber anderern Behandlungsmethoden, des weiteren wird hier die mangelnde Anwendersicherheit gesehen.


    Welche entsprechenden Stellen jetzt? Die Zulassungsbehörde oder diejenigen, die schon mal drüber nachdachten, eine Zulassung zu beantragen? Die mangelnde Anwendersicherheit kann es ja wohl nicht sein, das ist mit entsprechenden Sicherheitshinweisen lösbar. Und auch hochprozentige Säuren sind kein Kinderspielzeug. Wir hatten das Thema bereits an anderer Stelle.


    Wer urteilt über den zu erwartenden "größeren Erfolg", ist das überhaupt ein Kriterium? Es ist zukünftig mit häufigeren milden Wintern zu rechnen und damit mit einem Jahresverlauf und einer Milbenentwicklung wie z.B. in diesem Jahr. Warum sollte man den hiesigen Imkern ein Mittel vorenthalten, mit dem z.B. im Oktober/November eine Notfallbehandlung zwischengeschoben werden kann, die mit den zugelassenen Mitteln nicht ausreichend zu bewerkstelligen ist? Und die in anderen Ländern bereits zugelassen und erfolgreich praktiziert wird. Das wäre ja schon mal ein "Zusatznutzen" im Sinne eines größeren Erfolgs, oder?


    Viele Grüße, Henrike

    Das Ganze ist mehr als das Summen seiner Teile.

  • Hallo Remsi (junges Haus)!


    Irgendwie hast Du ja schon Recht.


    Aber:


    Ich würde mich wirklich freuen, wenn es bei uns in Deutschland nicht immer alles 2000-prozentig wäre.


    Wir sind Perfektionisten!


    Und wir brauchen unsere vielen Gesetze und Vorschriften.
    Auch Satzungen sind ganz wichtig und es bricht ein Glaubenskrieg darüber schon beim kleinsten Imkerverein aus, wenn was geändert wird.
    Knausrig sind wir darüber auch noch und nun?


    Jetzt wollen wir Mindestlohn bezahlen und am besten gar nichts mehr für beste Lebensmittel.


    Und unsere Bienen dürfen selbstverständlich NICHTS aber auch GAR NICHTS kriegen was nicht zugelassen ist.


    Da darf dann der Pöse Imker den Honig nicht verkaufen, weil er am Neujahrstag die Oxalsäureflasche zückt. Und wenn er dann noch so frech ist, dass er das Serumwerk-Zeugs nimmt und nicht das andere, dann gibts Haue! Zumindest verbale hier im IF. Und dann noch so ne Teufelsmaschine aus Italien verwendet wie der Bernhard und dann noch rumdampft wie ne olle Dampflok.


    Also so was gibt es einfach nicht hier in "good old Germany".


    :oops:


    Wie gut dass man seine Mädels mit Ameisensäure und Nichtbehandlung und Bienenkisten retten kann.
    Damit kann man(n)/frau ja auch die Welt retten damit.


    :roll:


    Soweit meine Gedanken zur Zulassung von Oxalsäure...


    Remsi: Nimms mir nicht übel aber manches mal graut es mir ob all dieser Ansichten zur Zulassung von Oxalsäure...


    Aus meiner Sicht ist die Anwendung von Oxalsäure unproblematisch, so lange der Imker verschiedene Gesichtspunkte beim Umgang damit beachtet.


    Auch ist es ein Problem, dass viele Imker diesbezüglich entweder beratungsresitent sind oder einfach nur zu wenig ausgebildet.


    Klaus Maresch forderte mal so'n Teil mit Bescheinigung der imkerlichen Ausbildung.


    Ich kann ihn inzwischen etwas besser verstehen!
    :u_idea_bulb02:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Lieber Luffi,
    du schätzt mich falsch ein. Obwohl es dem gemeinen Imkertrottel nicht zugetraut wird, dass er eine 3,5%ige Lösung ansetzen kann, ist mir das schon über 20 Jahre gelungen. Meine Bienen waren die ersten in der Versuchsreihe von Liebig. Zuerst 10%. Ich konnte auch ohne Zulassung leben. Ich möchte aber auch keine Neonicsbeizen mehr und auch keine, welche durch dies Verlangen wieder eingeführt werden. Wir wollen nicht, zumindest ich, dass Tiere in der Landwirtschaft mit Antibiotika zu unserem Wohle vollgestopft werden. Aber der Imker als solcher wünscht sich freie Bahn.
    Ich habe mich auch im Ministerium persönlich beschwert, dass Imker ad.vet in der Apotheke kaufen müssen aber nur technische Ameisensäure geliefert bekamen zum Apothekenpreis, aber ad.vet abgerechnet wurde. Ob Oxalsäure unproblematisch ist, kann ich so nicht nachvollziehen, aber mit dem Pfännchen habe ich schon manch Dämpfchen erwischt. Überlege mal bei den verschiedenen Verdampfungseinrichtungen bleibt auch im Gerät manch Stäubchen hängen und verschwindet später im Imkerreich. Ja, Imker sind oft schlecht ausgebildet aber durch deine und Mareschs Forderung rufst du nach dem, das du eigentlich ablehnst. Nämlich, dass alles geregelt wird


    Es ist schon ein Problem bei der Bienenhaltung und seinem Personal. Viele Anfänger suchen die Superbiene aus Hinterabsurdistan, weil sie angeblich bei Resistenz Supererträge liefert. Ich heiße auch das Schwarmimportverbot aus Süditalien gut. Ich hätte gerne geregelt keinen Beutenkäfer zu bekommen. Varroa reicht mir eigentlich.

    Zitat

    Jetzt wollen wir Mindestlohn bezahlen und am besten gar nichts mehr für beste Lebensmittel.

    Ich verstehe dich nicht. Wer arbeitet muss auch davon leben können. Da bin ich Knallhart. Hier geht es um Menschenwürde.


    So das war jetzt mein Rundumschlag. In einem sind wir uns sicher einig. Über tote 200 000 Bienenvölker sind zu viel.


    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Ich denke, falls OS Bedampfung jemals eine Zulassung bekäme, dann müsste sicherlich auch das Bedampfungsgerät eine Zulassung zur Anwendersicherheit bekommen und das wird dann nicht jedes sich derzeit auf dem Markt befindliches Gerät sein.
    Hier würde schon die landw. BG ein Augenmerk darauf legen.
    So gesehen würde es schon einige Hürden vor einer Zulassung geben.

  • Da der erzeugte Dampf überall der Gleiche ist, und damit die potentielle Anwendergefährdung, spielt das Gerät an sich eine untergeordnete Rolle. Die bei der Anwendung getragene Atemschutzmaske ist entscheidend. Ich hatte mit einem Pfännchenverdampfer und einer Otto-Normalmaske schon mal eine Rauchschwade abbekommen. Das war nicht lustig. Mit einer richtigen Vollmaske passiert da garnichts.


    Gruß
    Bernhard

  • Oxalsäuredämpfe werden auch über die Haut absorbiert und gelangt in den Körper. Da nützt bei der Verdampfung auch eine Vollmaske nix, wenn wir Imker soooo viel Oxalsäure verdampfen wollen, das jegliche Milben fallen. Am Besten fallen auch die Varroen von den nachbarlichen Imkerständen von den Behandlungsmuffeln bis in 3 km Entfernung, gell ?!


    Kommt es zu dem gelebten Witz ? : "Ich dachte Du imkerst ?! Seit wann muss man bei den Bienen die selbe Schutzkleidung trangen wie beim Umgang mit Plutonium ? "


    Leute, es wird geforscht und und in Feldstudien ausprobiert in welchen Mengen, unter welchen Bedingungen und welchen Methoden Oxalsäure in einem Bienenvolk wie wirken kann. Es dauert halt nur, weil es für solche unwissenschaftlichen Menschen wie uns das Ganze sicher und wirkungsvoll aufbereitet werden muss. Also Geduld, oder sich bei den Wissenschaftlern als Versuchskaninchen melden und mit machen. Ach stimmt ja, einige dieser Wissenschaftler sind von der Chemie-Lobby gesponsort, ein Grund denen nicht über den Weg zu trauen.