Futtertaschen Wagner - mit oder ohne Schwimmhilfen?

  • Hallo Imkerfreunde


    Die grundlegende Frage bei Futtertaschen ist wohl, was füttere ich. Zum größten Teil wurden sie für Trockenfütterung verwendet, das heißt. Trockenzucker, Maische oder Futterteig.


    Will man sie für Flüssigfütterung benutzen, müssen sie zuerst abgedichtet werden. Sind die Futtertaschen aus rauem Material hergestellt, das heißt die Bienen haben guten Halt, braucht man keine Schwimmhilfe. Sind die Futtertaschen aber aus Plaste oder haben Glasscheiben oder haben anderweitig glatte Seitenflächen, würde ich unbedingt Schwimmhilfen verwenden.

    Gruß Reinhard / Lehre mich die wunderbare Weisheit,daß ich mich irren kann.(Teresa v. Avila)

  • Ich hatte mal für meine Golzbeuten solche 5-L-Kanister als Tränke reingestellt.
    In den Gewindestutzen wurde ein Siebrohr reingeschoben.
    Viele Bienen ersoffen.
    Hatte dann das Siebrohr bewachst.
    Fast null Bienen baden gegangen...


    Vielleicht genügt es ja (bei wasserdichten) Futtertaschen, die Innenseiten mit Wachs und Heißluftpistole auszuschmelzen?

    Mit freundlichen Grüßen - Hardy


    Wende Dich zur Sonne, dann bleiben die Schatten hinter Dir.

  • Würde es nicht ausreichen, wenn man einen beidseitig bis zum Boden reichenden Fliegengitterstreifen oder Gardine von aussen in die Tasche heftet oder tackert? Erspart zumindest eine relativ aufwändige Blecharbeit, ist leicht und schnell gemacht. Erst die Laufbahn befestigen, Futter darüber, fertig. Wenn die Tasche leer ist, Fliegengitter rausziehen, Tasche und Gitter reinigen. Aus Kork bieten sich auch die dünnen Tassenuntersetzer an, die man bequem in schmale Streifen schneiden kann.


    In meinen PE-Boxen hat das mit Fliegengitterstreifen hervorragend funktioniert, da musste es aber sein. Da die Oberfläche zu glatt war, sind die Essenholer zuerst nicht über den Rand drüber weggekommen. Als sie es dann begriffen hatten, war der Streifen voll Bienen.


    Wundert mich sowieso, dass die Bienen nicht mit dem Futter an den Wänden festkleben...


    Gruß Andreas

  • Hallo zusammen,


    Die Aufstiegshilfe von Hr. Van den Bongard ist ganz gut....
    Ein paar Tote liegen am Ende aber trotzdem meistens in der Futtertasche.
    Bei Flüssigfutter muss gut abgedichtet werden.
    Hab sie in Dadant... Einfach mal bei vdB anrufen, bekommt er schon her!


    Viele Grüße,


    Flo


    Edit:
    Einige Bienen stecken am Schluss meist unten im Knick des Lochbleches fest.
    Bedeutet wiederum, dass der letzte cm Futterlösung zwischen den Toten rausgesaugt werden muss.
    Ist das den Bienen egal, oder birgt das evtl. ein Risiko für Krankheiten?
    Danke im Voraus.

  • Da die innen rau sind können Bienen hochsteigen am Rand. Zumal der Einschnitt es den Bienen erlaubt unter dem Deckel sich aufzuketten.
    Wenn in diesen Futtertaschen Bienen ersaufen hat das dann andere Gründe.


    dD

  • Na wenn ich die mit Bottiglack streiche, sind die ja nicht mehr so super rau. Ich versuche es aber trotzdem mal. Kommt ja nicht viel rein - immer nur einen Liter Sirup bzw. Zuckerwasser 1:1

  • Wo der Drohn einmal recht hat, hat er recht.:daumen::lol: Es gibt Völker die kommen mit meinen mit schwarzen Amifuttertaschen zurecht und wenige neigen zum Selbstmord durch Ertrinken. In von mir betrauten Völkern sind doppelt breite klassische Futtertaschen (Holzrahmen, Hartfaserplatten). Sie haben einen v(au)förmigen Einsatz aus Lochblech. das funktioniert gut. Sie sind wohl von Dehner, finde sie aber nicht auf seiner Homepage.
    Remstalimker

    Im Netz ist gut auf hohem Niveau imkern.:daumen::lol:

  • Na wenn ich die mit Bottiglack streiche...


    Du streichst nicht die ganze Futtertasche sondern nur die Verbindungen.


    arnd: ja, das funzt, allerdings stellt der Drohn für diese Zwecke eine besondere Wachsmischung (Wachs alleine wäre zu spröde, bröckelt ab) her die dann flüssig in die Ritzen der Tasche gegossen wird.


    dD