Sinnvolle Wabenhygenie bei DNM und DNM-Flachzarge

  • Hallo und frohes neues Jahr!


    unschwer zu erkennen: Ich mache mir Gedanken über die Wabenhygiene in diesem Jahr.


    Ich arbeite mit 10er-Liebig Zargen im DN-Maß in den Bruträumen. Als Honigräume nutze
    ich DNM-Flachzargen, da ich nicht so schwer heben kann. Der theoretische Zargenturm
    sieht also so aus:


    1. Zarge Brutraum
    2. Zarge Brutraum
    3. Zarge Honigraum
    evt. 4. Zarge Honigraum.


    Derzeit sitzt der Bien noch auf einer Zarge. Erweitert wird recht frühzeitig mit einem zweiten Brutraum mit neuen Mittelwänden.
    Den Honigraum setze ich wohl dann auf, wenn Tracht herrscht, richtig? Je nach Aufkommen dann auch einen zweiten.


    Wie stellen das die Imker an, die ebenfalls mit Flachzargen arbeiten? Also, wann werden die Bruträume entsprechend ersetzt? Und wie?


    War es ein Fehler jetzt auf das Flachzargenformat zu gehen?


    Grübelnde Grüße
    Heidemann.

  • Hallo Marco, es war kein Fehler auf ein Flachzargenformat zu gehen. Der großer Dr. kann halt nicht damit umgehen.
    Wenn du 2 Bruträume haben willst, dann würde ich im Frühjahr die untere Zarge entfernen und den Bienen dann neue Mittelwände aufsetzen, würde ich persönlich aber nicht machen.
    Wenn du die Hohenheimerbeute in DN hast, dann gehen in den Brutraum 12 DN Waben im Warmbau rein, jedes Rähmchen hat 5.500 freie Zellen. Du hast ne Königin, die legt ca. 2200 Eier am Tag, das 21 Tage lang. Dann hast du gute 45.000 Zellen voll mit Brut. Die anderen 21.000 Zellen sind frei für Honig und Pollen. Bei 10er DN hast du immer noch 10.000 Zellen frei. Es reicht dir also für das Frühjahr und den Sommer eine Zarge DN. Nach dem Schleudern würde ich einfach eine 2. Zarge aufsetzen und Einfüttern.
    Im Frühjahr dann die alte unterste Zarge weg und die Bienen wieder nur 1 zargig geführt....oder halten den Brutraum etwas größer machen, vielleicht das 1,5 fache.......aber nun bin ich ruhig.
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Verstehe ich das richtig, dass Du für nur eine DNM-Zarge Brutraum plädierst? Das finde ich interessant, weil meine Überlegungen in die gleiche Richtung gehen. Platz ist in der 12er DNM Zarge rechnerisch sicher genug (selbst meine stärksten Völker haben zwei Zargen nicht annähernd mit Brut gefüllt). Meine Überlegung war bisher immer, dass die Bienen halt lieber in die Höhe als nur in die Breite gehen mit dem Brutnest.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Hallo Wolfgang, ein Brutraum DN war vor meiner Zeit. Ich habe alles in 1,5, wenn du aber Beers Vortrag gesehen hast, dann wird dir klar, dass die dauerhafte 2 Räumige Völkerführung nicht das non plus Ultra ist.
    Auf DN 1,5 halte ich die Bienen auch nur auf 6-7 Waben im Frühjahr und Sommer.
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • Mich bewegt auch eine Frage zu den Flachzargen, ich habe mir auch gerade wegen der Rückenschonung
    eine grössere Anzahl angeschafft.
    Kann ich diese Flachzargen evtl. auch für den Brutraum nutzen ? Z.B. eine Normal- und ein Flachzarge ?
    Hintergrund dieser ungewönlichen Frage ist der Wunsch, einige bebrüteten Flachzargen für die Heidetracht
    zu haben.


    mfg
    hartmut17

  • Hallo Hartmut, den Rest Fülle ich mit einem Schied und dahinter viel Platz um die Rähmchen zu schieben.
    @ Janos, habe einfach ein bisschen weniger gerechnet, denn die 2500 Eier wird sie sehr wahrscheinlich nicht 21 Tage am Stück legen. Wie du aber gezeigt hast, geht es auch mit 2,5k
    Bis bald
    Marcus

    39 Völker 30x Segeberger Hartpor 4x Einfachbeute , alle DN 1,5. 2xDadant US und 2x Zander und einmal Warre :O)

  • den Rest Fülle ich mit einem Schied und dahinter viel Platz um die Rähmchen zu schieben.


    Das ist dann in der Betriebsweise praktisch kein Unterschied mehr zu Dadant und anderen Großraumbeuten.
    Das wollte ich (wegen der unterschiedlichen Maße für Honig- und Brutraum) gerade nicht.
    Auch wenn ich durchaus einsehe, dass es Vorteile hat, wenn man die Völker den längsten Teil des Jahres auf einer Zarge führen kann.


    Wir hatten ja hier das Thema "Ein-Zander-Brutraum" schon mal. 10er Zander ist ja sogar weniger Wabenfläche als 12er DNM.


    Wolfgang

    Unfähigkeit nimmt, aus der Ferne betrachtet, gern die Gestalt des Verhängnisses an (G. Haefs)

  • Derzeit sitzt der Bien noch auf einer Zarge. Erweitert wird recht frühzeitig mit einem zweiten Brutraum mit neuen Mittelwänden.


    Wenn du 2 Bruträume haben willst, dann würde ich im Frühjahr die untere Zarge entfernen und den Bienen dann neue Mittelwände aufsetzen, würde ich persönlich aber nicht machen.


    Super, dann sitzt der Bien im Frühjahr auf Null Zargen ;)


    Ansonsten so wie Marcus schreibt. Im Sommer auf zwei BR gehen, einfüttern, nach dem Winter die untere Zarge weg und das Ganze wieder von vorne. Mach ich seit Jahren so und es funktioniert gut. Einräumiger Brutraum mit Schied ist das Selbe Verfahren auf andere Weise.


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife

  • - Es ist verwirrend -


    Also .... derzeit eine Zarge Liebig kompakt 10 Rähmchen. Das ist die Ausgangslage.


    Erweiterung dann mit einer weiteren Zarge: 10 Rähmchen. Entsprechend HR aufsetzen. Richtig?


    -> Bien vermehrt sich, baut hoffentlich weiter aus ... - füllt die HR. Im Spätsommer schrumpft alles wieder zusammen.
    Einfüttern, Varroabehandlung, Überwinterung auf zwei Zargen.


    -> Frühjahr, untere Zarge weg - die ist dann wenigstens zwei Jahre alt! - neue drauf, ansonsten das gleiche Spiel wie oben.


    Ist das so richtig?


    Tut mir leid wenn ich das alles zu Fuß erklärt haben möchte.



    Danke für die bisherigen Beiträge!

  • Also .... derzeit eine Zarge Liebig kompakt 10 Rähmchen. Das ist die Ausgangslage.


    Erweiterung dann mit einer weiteren Zarge: 10 Rähmchen. Entsprechend HR aufsetzen. Richtig?


    Ansichtssache ;)


    Ich würde als erste Erweiterung einen Honigraum mit 50% ausgebauten Rähmchen über einem Absperrgitter geben. Dann den zweiten Honigraum nur mit Mittelwänden, dann schleudern, dann einen zweiten Brutraum unters Absperrgitter, nach dem Abschleudern auffüttern, Winter, dann im frühen Frühjahr den untersten Brutraum weg und von vorne.


    Aber das funktioniert für MICH so. Meine hauptsächliche Tracht ist die Frühtracht. Frag noch drei Leute und Du bekommst drölf weitere Antworten :)


    Beste Grüße,
    Ralf

    Imkern im Spannungsfeld zwischen Hoffnung und resignativer Reife