TBE mit weiselrichtigem Brutsammler

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    TBE und Bauerneuerung!

    Ich denke, beides steht in Verbindung unter dem Motto "Wabenhygiene" und Varroabekämpfung.

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Das habe ich fast befürchtet das das jemand sagt. Aber wie viel Waben willst Du jedes Jahrt erneuern, 100%?


    Natürlich kann man TBE mit Bauerneuerung kombinieren. Wenn man im Juli alle Brutwaben rausnimmt und durch MWs ersetzt, hat man doch meist über 50% aller Waben bereits erneuert, das ist doch mehr als genug. Wenn ich dann hier lese das man auch gute Futterwaben rausnehmen soll, nur um Bauerneuerung um jeden Preis zu machen, fehlt mir dafür jedes Verständnis. Momentan muss man doch froh sein ein paar Futterwaben im Volk zu haben. Für Bauerneuerung ist es doch gut genug wenn man alle 3 Jahre alle Waben ausgetauscht hat - wenn man also >50% Waben über TBE erneuert ist das doch mehr als genug...

  • Aber wie viel Waben willst Du jedes Jahrt erneuern, 100%?

    ...

    Für Bauerneuerung ist es doch gut genug wenn man alle 3 Jahre alle Waben ausgetauscht hat - wenn man also >50% Waben über TBE erneuert ist das doch mehr als genug...

    Die sog. Wabenhygiene kann man auch übertreiben. Über alles betrachtet, nutzen meinen Völker Brutwaben über ca. 3 Jahre (Primärnutzung nach Eigenbau, Sekundärnutzung z. B. im Ableger und die dritte Nutzung in Völkern aus Brutscheunen). Es hat noch keinem Volk geschadet und die Zellen sind hervorragend propolisiert...werden von Königinnen am liebsten im dunklen Zustand bestiftet.


    Danach gehen diese BW in den Schmelzer.

  • Alles richtig!
    Ich habe dieses Jahr eine komplette Wabenerneuerung gemacht, weil ich durch Zukauf bei unterschiedlichen, auch mir unbekannten Imkern, teilweise sogar mit anderem Rähmchenmaß, sehr viele "Unbekannte" in meinen Dadantbeuten hatte.

    So war es für mich eine sehr gute und passende Gelegenheit, viele Dinge die mich störten, mit einem "Tabularasa" auf einen, meinen Nenner zu bringen. Ja, es war mit einem beachtlichem Aufwand verbunden, was den Bienen auch nicht allen recht war, aber jetzt sind wir ( die Bienen und ich )damit durch.:)

    Ich denke auch, das muß ich nicht jedes Jahr machen, hier reicht es für einige Zeit auch die absolut "schwarzen" Möbelstücke aus den Beuten zu entfernen.

    Grüße aus Cuxhaven
    Bernhard

    Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.;)

  • Sind denn die Königinnen aus 2017 so schlecht, dass sie ersetzt werden müssen?

    [...]

    Ich in der Situation würde die Brut aus den Wirtschaftsvölkern bienenfrei in die Ableger geben, würde dann die brutfreien Wirtschaftsvölker mit OS behandeln, anschließend noch 1 Monat päppeln und dann verkaufen.


    Gruß Ralph

    Gibt es im Sommer denn Käufer für Wirtschaftsvölker mit letztjähriger Königin?

    Käufer musst du selbst finden.


    Hallo Ralf Kleingartendrohn


    Dein Tipp mit dem Völkerverkauf war Gold wert. Habe ihn genau so umgesetzt und konnte alle 6 Wirtschaftsvölker zu einem guten Preis verkaufen. Somit bin ich auch darum herum gekommen, 6 1-jährige Königinnen in die ewigen Blumenwiesen zu schicken. Das fühlt sich jetzt definitiv vesser an...


    Dir nochmals vielen Dank für das Aufzeigen dieser Option!


    Die TBE bei den Brutspendern ist abgeschlossen. Bei den Sammlern steht nun morgen die Bildung offener Kunstschwärme an. An dieser Stelle möchte ich allerdings von dem beschriebenen Verfahren abweichen und die Sammler einfach als Völker weiterlaufen lassen, da ich momentan keine weiteren Einheiten benötige und auch keine Königinnen zukaufen möchte.


    Also werde ich morgen alle Brutwaben bis auf 1 Wabe offener Brut + 1 Leerwabe aus den Sammlernentnehmen und einschmelzen und hoffe dass sie so spät im Jahr noch fleißig bauen und wachsen.



    Viele Grüße


    Johannes

  • Apibus : Warum einschmelzen? Die BrW des BrSammlers kann man auch jetzt noch in einer etwas separat aufgestellten Beute bienenleer sammeln, ebenso die nachfolgenden beiden Fangwaben des BrSammlers. Flugloch für ca. 10 Tage schließen, FuW, PoW + 2 WasserW dazuhängen. Daraus schlüpfen noch genügend lebensfähige Bienen, deren Rettung sich lohnt und die man neu nachschfaffenlassen kann aus jüngster Brut des besten Standvolkes oder anders bzw. neu beweiseln mit einer fertigen Kö. - ein Sammler vom Sammler sozusagen (SaSa).

    Mein SaSa warf jetzt unter Behandlung bei Brutfreiheit lediglich 110 Milben in 3 Tagen ab, die Kontrollbehandlung 3 Tage später ergab einen behandlungsbedingten Milbenfall von < 10 Milben/Tag bei ordentlicher Ablegervolksstärke. Mein Fazit: Es wäre nicht nur ethisch bedenklich, sondern auch wirtschftlich schade gewesen, diese BrW einzuschmelzen und die Brut zu töten. Wenn die Bienenmasse wider Erwarten doch nicht ausreichen sollte, kann man am Ende mit Bienen aus dem BrSa. verstärken.

  • Vorsicht mit dem Verschließen des Fluglochs. Mir ist so ein Sammler in diesem Jahr verbraust, trotz Gitter oben und unten. Einen anderen Sammler habe ich am Tag 5 eine Bienenbreite geöffnet, da er anfing zu brausen. Das gilt vor Allem dann, wenn der Sammler mit schlupfreifen Waben gebildet wird, da dann innerhalb kurzer Zeit sehr viele Bienen schlüpfen.

    Auch wichtig: Zu den Brutwaben eine gleiche Anzahl von Leerwaben geben, da sonst die Besetzung zu dicht wird.

    Gruß Ralph

  • Apibus : Die BrW des BrSammlers kann man auch jetzt noch in einer etwas separat aufgestellten Beute bienenleer sammeln, ...

    Interessant! Aber warum bienenleer und nicht mit ansitzenden Bienen? Wer pflegt dann die Brut, wer reguliert die Temperatur und füttert die Neugeborenen?


    Grüße


    Johannes

  • Diese Variante hat Kleingartendrohn erfunden und hier erläutert (#155):


    TBE mit weiselrichtigem Brutsammler


    Hier hat er sogar eine Faustformel abgeleitet, nach der man aus der Anzahl der behandlungsbedingt abgefallenen Milben von je zwei aufeinanderfolgenden Behandlungsschritten die Zahl der im Volk verbliebenen Milben bzw. die Effektivität der Behandlung hochrechnen kann (PDF in #48):


    Varroatotenfall nach Oxalsäurebehandlung

  • Auch so noch mal:


    Vielen Dank für die Erläuterung eines umfänglichen Konzeptes und natürlich auch die vielen weiteren Erklärungen/Abwandlungen der vielen User hier.


    Ich war in diesem Jahr doch relativ kurzfristig darauf angewiesen. Die Hitze hat mich darauf gebracht, es doch in diesem Jahr anzugehen. Wollte es erst im nächsten Jahr ausprobieren. Nu will die Waldtracht einfach nicht aufhören und ich bin richtig froh drum, es so gemacht zu haben!


    Ich denke hier wird es in diesem Jahr richtig viele Winterverluste geben. Viele haben die Sommerbehandlung ewig hinausgezögert und nu sind noch alle Bruträume voll mit Waldhonig...

  • Kleingartendrohn :


    Benutzt du das Konzept noch so wie vor 4 Jahren gepostet, oder hast du bereits

    Änderungen gemacht, die noch nicht in die PDF eingeflossen sind ?

    Irgendwo in der Mitte dieses 27 Seiten langen Threads schriebst du mal was von Behandlung mit Oxalsäure nach der TBE .... Wie ist denn nun der Stand der Dinge ? Kannst du das Konzept OHNE TAM so noch weiterempfehlen ?

    DANKE

  • Ich kann es noch so weiter empfehlen, da es funktioniert. Ich selbst mache es nicht mehr, da es mir mit 20 Völkern zu aufwändig ist.

    In diesem Jahr habe ich mit dem Scalvini gearbeitet, dann bei Brutfreiheit alle Waben entnommen, Volk auf Mittelwände und eine Leerwabe als Fangwabe und zur definierten Zentrierung des Brutnests gegeben, nach 5 Tagen zusätzlich OS-Behandlung.

    Gruß Ralph