Honig nach Melitherm kristallisiert sehr schnell wieder

  • Schön guten Abend.


    Bis jetzt habe ich mit mein Melitherm nur ein ziemlich unbefriedigendes Ergebnis. Der Honig wird zwar flüssig, un das schnell und bequem. Er wird aber auch sehr schnell wieder fest. Es handelt sich um einen Lindebetonte Sommerhonig, der nach dem schleudern etwa vier Monate gebraucht hat, bevor er überhaupt angefangen hat zu 'trüben'. Jetzt ist er fest und wird mit dem Honigspaten ins Melitherm getan. -> Flüssig. Am nächsten Tag allerdings schon wieder trübe! Nach zwei Wochen ist er dann schon wieder genau so wie er ins Melitherm kam. So hatte ich mir das nicht vorgestellt...


    Weiss wer vielleicht was ich falsch mache?


    Danke schön!

  • Hallo Elmar,
    nach dem Melitherm, sofern er richtig temperiert verwendet wird, wird Dein Honig kaum länger flüssig bleiben als nach dem schleudern.
    Also nach der Melithermaktion wäre rühren angesagt gewesen und cremig abfüllen. Der Melitherm ist keine "Dauerverflüssiger".
    Fruß Eisvogel

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Hallo Elmar,
    nach dem Melitherm, sofern er richtig temperiert verwendet wird, wird Dein Honig kaum länger flüssig bleiben als nach dem schleudern.
    Also nach der Melithermaktion wäre rühren angesagt gewesen und cremig abfüllen. Der Melitherm ist keine "Dauerverflüssiger".
    Fruß Eisvogel


    Hallo Eisvogel,


    er schrieb aber doch "nach dem Schleudern vier Monate, bis er auch nur trüb wurde (von fest also gar keine Rede).
    Und jetzt ist er aber schon nach nur 2 Wochen wieder fest - das ist schon ein Unterschied.


    Mich interessiert diese Frage auch sehr - denn ich habe auch einen lindenbetonten Sommerhoning. Der brauchte vier Monate bis er fest wurde. Habe ihn durch's Melitherm gelassen, um ihn für die Weihnachtsmärkte abzufüllen und er ist immer noch sehr flüssig - ein Traumhonig was Konsistenz, Geschmack und Farbe betrifft.


    Die Erfahrung des threadstarters habe ich allerdings auch gemacht, jedoch mit einem melezitosehaltigen Waldhonig vom letzten Jahr. Er brauchte ein halbes Jahr, ehe er von selbst fest wurde. Dann durch's Melitherm gelassen und nach 2 Wochen war er wieder sulzig-grießelig.
    Mir wurde gesagt, ich hätte den zu kalt verflüssigt, bei Melezitosekristallen sollte man nicht unter 70°C verflüssigen, nur dann würden die Kristalle sich auflösen.
    Gesagt, getan und siehe da, der selbe Honig bleibt nun flüssig.
    Vielleicht ist es bei Elmar Mook ein ähnliches Phänomen?


    Was ist mit Waldhonig - den rührt man doch auch nicht cremig?


    Gruß
    hornet

  • Hallo Hornet,
    Danke, das mit den vier Monaten, hatte ich überlesen.
    Die Kristallisation ist natürlich auch von der Lagerumgebungstemperatur abhänig. Es macht natürlich einen Unterschied ob der Honig im Sommer geschleudert und bei relativ hoher Temperturen lagert bzw. ob er nach dem Melitherm in einem nun deutlich kälteren Raum lagert. Ich hoffe es gibt hier noch ein paar Spezialisten die eine Meinung dazu haben. Beim Honigtauhonig ist die ander Zuckerzusammenstellung des Honigs für die länge Zeit der flüssigen Phase verantwortlich, das selbe gilt natürlich für den Melizitose-Honig.
    Gruß Eisvogel
    PS. Es soll auch schon den Fall gegeben haben, dass das Seituch beim Durchlauf des Honigs vergessen wurde. :oops:

    Man tut was man kann, hieß es früher. Heute glauben alle sie müssen tun was sie nicht können. P. Sloterdijk

  • Ob Melezitose drin ist kann ich nicht sagen, ist hier in NL aber nicht so das Thema ;-) 
    Das Melitherm kann ich auch nicht wärmer laufen lassen. Ich kann es zwar höher einstellen, das ändert aber im Prinzip nichts. Wann ich der Temperaturschalter zurückdrehe, erlisht das Licht bei 40-45 grad. Heisser wird der Honog also nicht. Auch nicht wenn ich 80 grad einstelle...


    Deshalb wundert es mich auch so. Man kann da eigentlich nichts ändern. Oder hat man mir da etwa das falsche Seihtuch geschickt?

  • Ob Melezitose drin ist kann ich nicht sagen, ist hier in NL aber nicht so das Thema ;-) 
    Das Melitherm kann ich auch nicht wärmer laufen lassen. Ich kann es zwar höher einstellen, das ändert aber im Prinzip nichts. Wann ich der Temperaturschalter zurückdrehe, erlisht das Licht bei 40-45 grad. Heisser wird der Honog also nicht. Auch nicht wenn ich 80 grad einstelle...


    Deshalb wundert es mich auch so. Man kann da eigentlich nichts ändern. Oder hat man mir da etwa das falsche Seihtuch geschickt?


    Du solltest die Betriebsanleitung lesen, da stehen alle wesentlichen Sachen drin - ich musste sie bei meinem Leihgerät auch erst beschaffen weil keine mehr dabei war.
    Kurzzusammenfassung:
    Beginne mit 65°C.
    Sobald Honig durch das Schmelzen zu tropfen beginnt - 5 Minuten warten.
    Erlischt die Lampe in dieser Zeit, nichts mehr ändern
    Erlischt sie NICHT, Temperaturregler langsam kühler stellen bis Lampe erlischt.
    Den Regler wieder 5°C höher stellen und belassen.


    Meine Empfehlung: Nimm einen Seihsack, kein Seihtuch.


    Mit der oben angegebenen Temperatur habe ich nicht die des Honigs gemeint, sondern die, die man am Gerät einstellt.
    Melezitose wirst du heuer bestimmt nicht gehabt haben, mein Meli-Honig war einer vom letzten Jahr.


    Honige mit Melezitose mit mindestens 65°C durchlaufen lassen.



    Du musst aber wissen, ob du Honig nur verflüssigen oder schmelzen willst - das ist ein Unterschied. Verflüssigen ohne Seihtuch bei sehr niedrigen Temperaturen (z.B. <40°C einstellen), Schmelzen mit Seihtuch bei den in der Beitriebsanleitung angegebenen Temperaturen (z.B. mit 65°C beginnen, bei Melezitose am besten gleich 70°C einstellen).


    Verflüssigen = Honig auftauen, ohne vorhandene (feine) Kristalle aufzuschmelzen. Z.B. Honig, der zwar streichfähig ist, aber nicht abfüllfähig.
    Schmelzen = alle Kristalle schmelzen, Honig auf die Konsistenz zurücksetzen die er bei der Schleuderung hatte, weil er zu fest/grob geworden ist. So ein Honig muss aber wieder jede Behandlung erneut erfahren, die nötig ist, um die gewünschte Konsistenz zu erreichen, also z.B. rühren und/oder impfen.


    Gruß
    hornet

  • Gebrauchsanleitung habe ich - und gelesen.
    Seihtuch oder -sack macht auch kein Unterschied.


    Die Sache mit der Temperaturregler muss aber verstanden werden: es ist genau wie beim Backofen. Wenn ich der Regler zurückdrehe und die Lampe (Heizung) schaltet aus, dann ist das die aktuelle Temperatur. Wenn ich die Temperaur höher einstelle, die "Erlischwert" aber gleich bleibt, wurde den Backofen aus irgendwelchen Grund nicht heisser.
    So habe ich dass auch beim Melitherm verstanden: Sobald der Honig verflüssigt ist, kann er durch das Tuch und neuer Honig schiebt nach. Diesen Honig is kälter, und somit wird die eingestellte Temperatur nie erreicht, und der Honig nie ein Grad wärmer als notwendig um durch das Tuch zu fliessen.


    Es kann eigentlich nur schiefgehen wenn der Honig durch das Tuch kann, bevor er völlig flüssig ist. Dann wird er gleich wieder durch feinste Kristalle geimpft. Aber gibt es das?

  • Es kann eigentlich nur schiefgehen wenn der Honig durch das Tuch kann, bevor er völlig flüssig ist. ...Aber gibt es das?


    Eher nicht. Im Prinzip macht der Melitherm den Honig jungfräulich. Also wie nach der Schleuderung. Dann kannst Du ihn wie frisch geschleudert verarbeiten. Sprich: in den folgenden Tagen rühren. Oder mit einem bereits zarten, feinkristallinen Honig impfen.


    Ich nehme den Melitherm für Honige, die sowieso lange flüssig bleiben, wie zum Beispiel Edelkastanienhonig. Der Honig bleibt nach der Melithermbehandlung auch schön lange flüssig. Will ich sowieso streichzarten cremigen Honig, dann schmelze ich mit dem Tauchwärmer eine Säule in den Honig im Hobbock. Nur in der Mitte eine Säule aus verflüssigtem Honig. Den noch festen dicken Rand steche ich mit einem großen Honigspaten in die Mitte. Und dann rühre ich einmal kräftig mit dem Rapido-Rührstab und fertig ist der butterzarteste Honig. (Der auch so bleibt.)


    Das Auftauen der Säule im Hobbock dauert je nach Honig eine halbe bis dreiviertel Stunde. Mit Rühren hast Du in knapp einer Stunde abfüllbereiten butterzarten Honig.


    Richtig flüssigen Honig erreichst Du nur mit mehr Temperatur. Da leidet aber auch der Honiggeschmack. Oder Du machst es wie die Honigkonzerne mit Ultaschall. Da werden die Kristalle im Honig mit Ultraschall zertrümmert. Das Ultraschallmodul habe ich beim Melitherm aber noch nicht gefunden. :wink:


    Gruß
    Bernhard

  • Ja, genau, jungfraulich ist das Wort. So wollte ich den Honig haben. Dass er genau wie nach der Schleuder ist. Das ist er aber nicht, denn er kristalisiert deutlich schneller als in vier Monate...

  • Welche Temperaturen hast Du denn genau eingestellt? Und über welche Honigsorte sprechen wir überhaupt?

  • Hallo Bernhard!


    Steht alles in den Beiträgen:


    Honigsorte:


    ...Es handelt sich um einen Lindebetonte Sommerhonig, der nach dem schleudern etwa vier Monate gebraucht hat, bevor er überhaupt angefangen hat zu 'trüben'...


    Temperatur:


    ... Das Melitherm kann ich auch nicht wärmer laufen lassen. Ich kann es zwar höher einstellen, das ändert aber im Prinzip nichts. Wann ich der Temperaturschalter zurückdrehe, erlisht das Licht bei 40-45 grad. Heisser wird der Honog also nicht. Auch nicht wenn ich 80 grad einstelle...


    Ich weiß aber keinen Rat. Verfolge die Diskussion nur wegen der Erweiterung des "imkerlichen Horizonts"...
    :u_idea_bulb02:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Steuerung oder Heizung kaputt? Wenn das Gerät mit den Temperaturen nicht hochgeht, ist das doch kein Wunder, daß der nicht richtig verflüssigt.

  • Ok. Heute Test gemacht. 25 g Honigeimer mit ± 5 cm Wasser. Heizspirale 'rein. Auf 40 grad gestellt. 10-15 minuten später, Lampe aus. Nachmessen: 38 grad. Auf 65 grad gestellt. 10-15 Minuten später, Lampe aus. Nachmessen: 63 grad.


    Stimmt das so, oder ist das viel zu langsam (Heizung kaputt) ?